Was an unserem letzten Urlaubstag unter der Dusche passierte
Iván schlief noch immer in meinen Armen, als mich ein Geräusch im Flur aus dem Bett riss. Ich ahnte nicht, dass der letzte Tag der heißeste von allen werden würde.
Iván schlief noch immer in meinen Armen, als mich ein Geräusch im Flur aus dem Bett riss. Ich ahnte nicht, dass der letzte Tag der heißeste von allen werden würde.
Halb zehn am Morgen, eine halb korrigierte Excel-Tabelle und plötzlich der nackte Körper seines Freundes an seinem Nacken. Arbeiten wird unmöglich.
Ich kannte seinen Tagesablauf, das Geräusch seiner Stiefel, den genauen Moment, in dem er sich wegen der Hitze das Hemd auszog. Was ich nicht wusste: wie weit mich diese Obsession treiben würde.
In den Duschen der Schule schielte ich immer heimlich. Eines Nachmittags, auf dem Heimweg vom Training, stellte Mateo mir die Frage, auf die ich jahrelang gewartet hatte.
Ich ging ins Bad, um Mateo und Ricardo zu suchen, und was ich hinter der angelehnten Tür fand, ließ mich im Flur erstarren, atemlos und unfähig wegzusehen.
Ich sagte Mateo, er solle aufhören, meine Schwester schlafe drei Meter entfernt, doch er machte stumm weiter. Dass sie genau dann die Tür öffnen würde, ahnte ich nicht.
Das Geschäft war um drei Uhr nachmittags leer. Als er den Laden schloss und mich in die Umkleide führte, wusste ich, dass dieser Mittagsschlaf anders werden würde als alle anderen.
Als ich an jenem Abend mit ihm in den Lkw stieg, wusste ich, dass etwas passieren würde. Was ich nicht ahnte: dass ich in der Dunkelheit auf den Knien enden würde und ihn so ansehen müsste.