Die Seile meines Professors lehrten mich zu gehorchen
Als ich in diesen Dachboden trat, mit den von den Balken hängenden Seilen, begriff ich, dass diese Nacht nicht mir gehören würde.
Als ich in diesen Dachboden trat, mit den von den Balken hängenden Seilen, begriff ich, dass diese Nacht nicht mir gehören würde.
Wir kamen in der Hoffnung auf einen Gangbang, und da saßen nur zwei Männer mit Handtuch auf dem Schoß. Sie ahnten nicht, wie viel Glück sie hatten.
Wir schliefen nackt in der Sonne ein, und als wir die Augen öffneten, blickten uns vier junge Augenpaare vom Beckenrand an.
—Nur schauen… —flüsterte sie an der Tür des Clubs. Doch die Hände Fremder suchten längst ihre Haut, und ich war nicht fähig, wegzusehen oder es zu stoppen.
Seit einer Woche sprach er nicht mehr mit mir, als er mich nach dem Unterricht abpasste, mich in eine abgelegene Ecke brachte und drei Fremde alles sehen ließ.
Ich stieg ins Auto und dachte nur an die Fahrt. Zehn Minuten später saß meine Chefin auf mir, ihre Schwester drehte sich um, um nichts zu verpassen, und ihr Mann lächelte in den Rückspiegel.
Wir gingen mit einem seltsamen Schmerz in die Notaufnahme, doch die Untersuchung des Arztes wurde vor meinen Augen zu etwas anderem, und ich tat nichts, um sie zu stoppen.
Nach vierundzwanzig Ehejahren flüsterte Marina mir zu, sie wolle nur schauen. Drei Stunden später sah ich zu, wie ein anderer Mann sie den Kopf verlor.
Sie waren auf Action aus, doch der Laden war tot. Bis ein schüchternes Paar an der Bar auftauchte und nicht wusste, worauf es sich einließ.
Als sie mir zum ersten Mal befahl, mir die Zehennägel zu lackieren, zitterten meine Hände. Nicht vor Angst: vor Lust, ihr zu gehorchen.
Drei Monate Geduld kostete es mich, bis ich mit Mariana auf dem Sofa saß, ihr langsam die Turnschuhe auszog und herausfand, ob es ihr wirklich etwas ausmachte, dass ich den Blick nicht von ihren Füßen wenden konnte.
Ich tat jahrelang so, als würde ich ihre Füße nicht ansehen. In jener Nacht kniete ich barfuß am Bett, und es gab kein Zurück mehr.
Ich fand ihre gefalteten Höschen auf der obersten Stufe, noch warm, und wusste: Das war kein Versehen, sondern ein Befehl, dem ich auf Knien gehorchen musste.
Die Nacht, in der ich ihn mit halb geöffneter Bluse erwartete, wusste ich: Ich war nicht mehr dieselbe Frau. Ich hatte mich völlig neu erschaffen, um das Verlangen eines einzigen Mannes zu entfachen.
Du warfst mir deine noch warmen Höschen zu und lächeltest. »Zieh sie an und warte auf mich«, sagtest du. Zwei Stunden später kniete ich immer noch da und zählte die Minuten bis zu deiner Rückkehr.
Ich führte ohne nachzudenken die Nase an ihr Haar, einmal, zweimal, dreimal. Als sie den Kopf drehte und mich fragte, ob es mir gefiel, wusste ich, dass es kein Zurück mehr gab.
Ein Lächeln und ein paar Billardstöße genügten, und sie stellte seine Welt auf den Kopf. Jetzt trägt er eine Spitzen-Schürze und wartet zitternd auf die Klingel.
Als ich ihn zum ersten Mal nackt sah, waren es nur ein paar Sekunden, doch sie reichten aus, um eine verbotene Neugier zu entfachen, die ich nie wieder loswurde.
Das Erste, woran ich mich von jenem Sommer erinnere, sind die rissigen Hände des Betreuers und die Augen des Mädchens mit dem Pony. Das Letzte, was ich vor der Morgendämmerung zwischen den Bäumen sah.
Als sie mit verschmierter Wimperntusche und zerknittertem Kleid die Tür aufstieß, wusste ich, dass diese Nacht alles zwischen uns verändern würde.