Zum Inhalt springen
Relatos Ardientes

Mein Cousin zog bei uns ein und änderte die Regeln

Rubén kam am späten Nachmittag, als das Licht schräg durch den Flur fiel und das ganze Haus nach frisch gebrühtem Kaffee roch. Nico saß auf dem Sofa, den Laptop offen und eine Mappe mit Notizen auf den Knien, und tat so, als würde er lernen. Kaum hörte er, wie sich der Schlüssel im Schloss drehte, wusste er, dass sich etwas ändern würde.

Sein Cousin erschien mit einem breiten Lächeln und einem riesigen, steifen Koffer, so einem, der aussieht, als hätte er in tausend Flughäfen geschlafen.

Sie hatten sich jahrelang nicht gesehen. Als Kinder waren sie zeitweise unzertrennlich gewesen, Cousins, fast Brüder, in langen Sommern und endlosen Familienessen. Rubén war immer der Starke, der Lautere, der Bestimmende gewesen: derjenige, der Nico aufgezogen, ihn Weichei genannt, ihm gemeine Streiche gespielt hatte, die nie ganz grausam waren, ihn aber immer einen Schritt hinter sich gelassen hatten. Nico, stiller, feiner, hatte früh gelernt, alles hinzunehmen und auf die Dinge aus etwas tieferer Position zu schauen. Danach war Rubén zum Studieren nach Montreal gegangen, und die Distanz hatte den Rest erledigt. Jahre ohne sich zu sehen, ohne sich zu berühren, ohne sich zu messen.

Jetzt kam er zurück, um sich ausgerechnet in seinem Haus einzurichten. Er würde dort mit Nicos Eltern und mit ihm das ganze Studienjahr über wohnen. Sie würden beide an dieselbe Uni gehen, die Autónoma: Nico begann im ersten Semester Jura; Rubén stand bereits im dritten Jahr Betriebswirtschaft. Zwei verschiedene Etappen, zwei nahe beieinanderliegende Fakultäten und, ja, dasselbe Dach über dem Kopf. Nico hatte sich das tausendmal ausgemalt, bevor er angekommen war. Ihn über die Schwelle treten zu sehen machte aus der Vorstellung etwas Reales.

Er war zwei Jahre älter, aber die Zeit hatte an seinem Körper gearbeitet wie an wenigen. Dunkelhaarig, Dreitagebart, breite Brust, bedeckt von dunklen Haaren, die am Kragen seines T-Shirts hervorblitzten. Seine Arme schienen selbst dann angespannt, wenn er nichts tat. Er bewegte sich mit einer natürlichen, fast unverschämten Sicherheit. Und da war noch etwas anderes, unmöglich zu übersehen, als er näherkam: das deutliche Gewicht zwischen seinen Beinen, eine dicke Wölbung, die die Hose mit Frechheit zeichnete, ein riesiger Schwanz, der schlaff nur zu erahnen war und doch den Stoff bis zur Verformung füllte.

Als er eintrat, sprang Nico abrupt auf. Neben ihm wirkte er noch kleiner. Schlank, helle Haut, schmale Schultern, fast kein Haar, mit einem Gesicht, das noch etwas Jungendliches bewahrte: große Augen, weiche Lippen. Sie umarmten sich unbeholfen, ein Zusammenprall von Körpern, der eine Sekunde zu lang dauerte. Nico spürte die harte Brust seines Cousins, die ihm das Gesicht platt drückte, und weiter unten, an der Hüfte, diese warme, schwere Wölbung, die sich ohne jede Hemmung gegen ihn presste.

—Du bist ja riesig geworden — sagte Nico und bereute es sofort.

—Und du bist immer noch genauso dürr — antwortete Rubén lachend. — Dann solltest du dich lieber ein bisschen aufbauen, sonst machen sie sich an der Uni gleich über dich lustig.

Nicos Mutter, Marta, kam aus der Küche und trocknete sich die Hände an der Schürze ab.

—Rubén! — rief sie. — Endlich zu Hause. Zeig mal die Geschenke, du hast uns bestimmt halb Amerika im Koffer mitgebracht.

Rubén stellte den Koffer im Wohnzimmer auf den Boden und öffnete ihn ohne Zögern. Zuerst holte er ein paar sorgfältig eingewickelte Sachen heraus: eine Flasche, ein paar T-Shirts, eine Packung Kaffee. Marta lächelte zufrieden, bis sich ihr Ausdruck veränderte.

Die Hälfte des Koffers war mit zu einem Knäuel verfilzter Kleidung gefüllt. Zerknitterte T-Shirts, Hosen, Handtücher und, sehr sichtbar, mehrere getragene Unterhosen, zusammengeklebt, mit diesem unverkennbaren Aussehen von mehrfachem Tragen. Ein dichter, männlicher Geruch nach getrocknetem Sperma und Schritt-Schweiß entwich in die Luft.

—Aber Rubén! — tadelte Marta ihn halb belustigt, halb empört. — Wie kannst du das so mitbringen? Das ist doch alles schmutzig!

Rubén zuckte die Schultern, nicht im Geringsten beschämt.

—Sorry, Tía. Seit ich Kanada verlassen habe, habe ich keine einzige Waschmaschine mehr benutzt — sagte er und zwinkerte ihr zu.

Marta schüttelte den Kopf.

—Na gut, Nico kann dir sicher helfen. Er zeigt dir, wo die Waschmaschine ist und wie alles funktioniert.

Nico spürte, wie sich ihm der Magen zusammenzog. Er hatte die Unterhosen gesehen. Er hatte nicht anders gekonnt, als hinzusehen. Es waren große, aus dickem Baumwollstoff, manche hell, andere dunkel. Markiert. Getragen. Auf der Vorderseite einer weißen war ein trockener gelblicher Fleck zu erkennen, auf der Rückseite einer anderen ein dunkler Rand. Sie hatten dem Körper gehört, dem Schwanz, dem Arsch des Mannes, der jetzt keine Armlänge von ihm entfernt stand.

—Klar — sagte er mit dünner Stimme. — Ich helfe dir.

Rubén sah ihn einen Moment länger als nötig an, als würde er etwas prüfen.

—Perfekt, Cousinchen — erwiderte er. — Ich hab’s doch gewusst, dass du mir unter die Arme greifen würdest.

Nico schluckte. Das Wiedersehen hatte gerade erst begonnen.

***

Die Entscheidung fiel ohne Zeremonie, so wie Dinge entschieden werden, die ohnehin schon feststehen.

—Nico — sagte Marta später, als sie gerade den Kaffee ausgetrunken hatten —, wir wechseln dein Zimmer. Deins ist größer und hat besseres Licht. Also ist es nur logisch, dass Rubén es bekommt, du weißt ja, man muss ein guter Gastgeber sein.

Nico nickte. Er protestierte nicht. Er räumte seine Sachen zusammen und zog in das kleine Zimmer hinten am Flur, das immer für Gäste gewesen war. Rubén kam hinter ihm herein, beobachtete ihn mit einem halben Lächeln, an den Türrahmen gelehnt.

—Steht dir gut — bemerkte er. — Etwas ordentlicher. Mehr… du. Komm, begleit mich in mein Zimmer.

Nico spürte den Stich, sagte aber nichts. Er folgte seinem Cousin in das Zimmer, das bis vor kurzem noch seines gewesen war. Rubén ließ den Koffer auf das große Bett fallen, öffnete ihn wieder und begann, wahllos Kleidung herauszuziehen.

—Hey — fügte er beiläufig hinzu. — Wenn wir schon dabei sind, schmeiß mir die Wäsche an, okay? Ich hab keine Ahnung, wie das hier läuft.

Das war nicht genau ein Befehl. Auch keine Bitte.

—Ja, klar — antwortete Nico viel zu schnell.

Rubén sah ihn von der Seite an und kam ein Stück näher, etwas näher als nötig. Nico machte einen Schritt zurück und stolperte gegen das Bett. Er fiel im Sitzen hin, und sein Cousin drückte ihn, ohne sich zu entschuldigen, so dass er sich hinlegte. Der Körper fiel für einen Moment auf ihn, schwer, heiß. Brust an Brust. Schenkel an Schenkel. Und zwischen Nicos Schenkeln, die sich gegen seine Hose presste, ließ sich Rubéns dicker Schwanz, noch schlaff, aber riesig, nieder, als gehöre ihm diese Lücke schon immer.

—Entspann dich — lachte Rubén. — Ich beiß nicht… normalerweise.

Sie rangelten einen Augenblick, mehr im Scherz als gewaltsam. Nico versuchte, sich aufzurichten, aber Rubén hielt ihn mit einer Hand an der Schulter unten und rieb ihm mit der Hüfte in langsamen, berechneten Bewegungen die Beule gegen den Schritt. Einmal. Zweimal. Nico stieß ein winziges Keuchen aus, das er mit Husten kaschieren wollte. Er spürte, wie ihm das Blut schlagartig nach unten schoss, wie sich sein Schwanz blitzschnell in der Unterhose aufrichtete, bis er den Stoff spannte, wie die Spitze schon im ersten Moment feucht wurde.

Rubén bemerkte es. Er bemerkte es ganz genau. Er senkte den Blick, grinste, als er die kleine, gespannte Wölbung unter der Hose seines Cousins sah, und sagte nichts. Er drückte die Hüfte nur noch einmal gegen ihn, ganz langsam, als würde er etwas besiegeln, und zog sich dann zurück und ließ ihn frei.

—Du wirst noch ganz schön geil sein, was? — murmelte er zufrieden.

Nico wurde bis zu den Ohren rot, nahm die schmutzige Wäsche mit beiden Armen und ging fast rennend in den Waschkeller. Die Sachen waren durcheinander, zu einem Klumpen zusammengedrückt, noch warm von der Reise. Durchgeschwitzte Shirts, zusammengerollte Socken und mehrere Paar Unterhosen. Er nahm sie einzeln heraus. Sie waren schwer, dick, mit diesem unverkennbaren Geruch nach durchtrainiertem Körper, nach Fitnessstudio, nach Mann, nach Schwanz, der stundenlang eingesperrt gewesen war. Er hielt sie eine Sekunde zu lang fest. Die weiche Baumwolle unter den Fingern. Der Vorderteil war der, der am meisten drückte: Dort, in der eingesunkenen Tasche, in der der Penis seines Cousins gelegen hatte, bewahrte der Stoff einen konzentrierten, säuerlichen, intimen Geruch auf, eine Mischung aus Schweiß, altem Sperma und dem letzten Tropfen Urin. Nico führte ihn ohne nachzudenken für einen Moment, zwei Sekunden an die Nase und atmete tief ein. Der Geruch schoss ihm direkt in den Kopf und ebenso direkt in den Schwanz, der sich in seiner Hose steinhart aufrichtete.

—So macht man das? — fragte Rubén von der Tür aus.

Nico fuhr zusammen und ließ die Unterhose abrupt sinken.

—Ja — sagte er. — So.

Er stopfte die Kleidung langsam in die Waschmaschine. Zu langsam. Jedes Kleidungsstück war eine Ausrede, tief zu atmen, den Geruch noch einen Moment länger in sich zu behalten. Rubén beobachtete ihn schweigend, die Arme verschränkt, mit diesem schiefen Lächeln von jemandem, der es genießt, ihn zittern zu sehen.

—Du machst das gut — bemerkte er schließlich. — Das Wohnen hier wird mir gefallen.

Nico schloss die Klappe. Als er sich umdrehte, stand sein Cousin viel zu nah. Unwillkürlich senkte er den Blick und sah direkt auf diese dicke, stark ausgeprägte Beule unter der Jogginghose, den von oben bis unten gezeichneten Schwanz, so nah an seinem Gesicht, dass er ihm, wenn er gekniet hätte, an den Lippen gelegen hätte.

—Ja — murmelte er. — Ich denke schon.

Rubén lächelte.

—Das hat gerade erst angefangen.

***

Das Haus wurde stiller, je mehr die Nacht hereinbrach. Marta und ihr Mann gingen früh zu Bett, müde vom Trubel. Nico räumte ohne Eile weiter auf und versuchte, sich von dem Zittern zu erholen, das ihm noch immer durch den Körper lief. Vom Flur her kam das Geräusch von Wasser, das auf die Fliesen prasselte.

Die Dusche.

Nico wusste es, bevor er es dachte. Das gleichmäßige Rauschen füllte das Haus und mit ihm eine unangenehme Gewissheit. Rubén schloss die Badezimmertür nicht. Er ließ sie einen Spalt offen, als gäbe es nichts zu verbergen. Nico ging mit irgendeiner Ausrede daran vorbei und sah genau genug, um es nicht mehr vergessen zu können: den aufsteigenden Dampf, den verschwommenen Spiegel eines großen, braunen Körpers, der sich ruhig bewegte. Das Wasser lief ihm über die Schultern, über die von Haaren bedeckte Brust, glitt über den festen Bauch und verschwand im schwarzen Busch des Schambereichs, aus dem dick und lang der Schwanz seines Cousins hing. Schlaff, dunkel, schwer, mit breiter Spitze und dicken Eiern, die bei jeder Bewegung darunter hin und her schaukelten. Nico blieb wie festgenagelt stehen. Es war ihm nie in den Sinn gekommen, dass ein Typ so etwas zwischen den Beinen hängen haben und trotzdem einfach weitergehen konnte, als wäre nichts.

Rubén seifte sich ohne Eile ein, als wäre Zeit unwichtig. Er fuhr sich mit der Hand über die Eier, rieb sich den Schwanz beim Abspülen, zog die Vorhaut mit der Selbstverständlichkeit eines Mannes zurück, der keine Scham empfindet, weil er weiß, dass niemand die Augen abwenden kann. Als wüsste er, dass man ihn bewunderte.

—Kannst du mir das Handtuch reichen? — sagte er von innen mit normaler Stimme.

Nico zögerte einen Moment. Dann gehorchte er.

Als er hineinging, schlug ihm der Dampf ins Gesicht. Der Geruch von Duschgel mischte sich mit etwas Dichterem, Menschlicherem. Rubén drehte den Hahn zu und stieg nackt aus der Dusche, ohne sich zu bedecken, alles sichtbar lassend, der Schwanz tropfte Wasser von der Spitze, selbst in Ruhe noch dick, die Eier vom heißen Wasser gerötet. Er trocknete sich den Hals, die Schultern, die Brust und ließ den Rest für zuletzt, ohne jede Verstellung. Als er sich schließlich das Handtuch über den Schritt zog, hob er den Schwanz mit zwei Fingern an und schüttelte ihn vor Nicos Augen gemächlich aus, als säubere er ein Arbeitsgerät.

Nico wandte den Blick ab. Oder versuchte es.

Rubén legte sich das Handtuch um die Taille und blickte auf die Kleidung, die er ausgezogen hatte und die zusammengeknautscht auf dem Boden neben der Fußmatte lag. Er nahm die Jeans, die Socken, das T-Shirt und schien auch die Unterhose mitnehmen zu wollen, die er auf der Reise getragen hatte und die seit unzähligen Stunden am Körper gewesen war, als er innehielt.

—Die Unterhose nicht — sagte er und deutete darauf. — Die kommt auch in die Wäsche.

Nico nahm sie. Der Stoff war noch warm, im Schritt vom Schweiß der Reise feucht geworden. Der Geruch stieg ihm direkt in Nase, Kehle und Brust: ein Gestank nach stundenlang eingesperrtem Schwanz, nach verschwitzten Eiern, nach etwas Intimem, das er niemals hätte riechen sollen. Er schluckte.

—Okay — antwortete er.

Er ging mit der Unterwäsche in der Hand hinaus, betrat sein Zimmer und schloss die Tür. Sein Herz pochte rasend schnell. Er hielt die Unterhosen seines Cousins zwischen den Fingern. Er sah sie an. Er knetete sie, zitternd. Er suchte die Vorderseite, die konkave Mulde, in der Rubéns Schwanz gelegen hatte, und presste dort die Nase hinein. Der Geruch war dort stärker, ohne den Dampf, der ihn abgeschwächt hatte, dicht und persönlich, ein direkter Schlag in den Unterbauch. Sein Schwanz wurde augenblicklich hart und drückte gegen die Pyjamahose. Er presste den Schwanz über dem Stoff und stieß ein Stöhnen aus, das ihm unwillkürlich entfuhr.

Er hätte gern noch mehr getan. Viel mehr. Den ganzen Stoff in den Mund nehmen, lutschen, ausspucken und wieder lutschen. Aber er wagte es nicht.

Er atmete tief durch, öffnete die Tür und ging direkt in den Waschkeller. Er legte das Kleidungsstück in die Waschmaschine und schloss die Klappe mit einer fast feierlichen Geste. Als er in den Flur zurückkehrte, war Rubéns Tür bereits geschlossen.

Nico lehnte sich einen Moment an die Wand. Sein Körper verlangte nach Dingen, für die er noch keine Erlaubnis hatte.

***

Am nächsten Morgen, als der Studienbeginn noch ein paar Tage entfernt war, kam Rubén mit einem Kaffee in der Hand in die Küche.

—Wir gehen ins Fitnessstudio — sagte er.

Nico hob den Blick.

—Ins Fitnessstudio?

—Klar — lächelte Rubén. — Ein bisschen Training wird dir guttun, oder? Du bist schwach.

Er sagte es nicht böse. Oder vielleicht doch, aber in einen Scherz eingewickelt. Nico stimmte zu, ohne zu diskutieren, also gingen sie los.

Das Fitnessstudio im Viertel war klein und laut, roch nach Gummi und altem Schweiß. Obwohl er noch nie dort gewesen war, bewegte sich Rubén in diesem Raum wie in seinem eigenen Zuhause. Binnen kürzester Zeit kannte er ein paar Typen und stellte Nico, ohne groß darüber nachzudenken, vor.

—Das ist mein kleiner Bruder — sagte er und legte ihm den Arm um die Schultern.

Nico spürte das Gewicht der Geste und korrigierte nichts.

Bruder.

Sie trainierten zusammen. Rubén lud Gewichte mühelos auf, machte laute Kommentare, lachte, wenn Nico müde wurde. In einem Moment legte sich Nico für Bankdrücken hin, und sein Cousin stellte sich hinter ihn, wie ein improvisierter Trainer.

—Los, drück — sagte er und hielt die Stange fest.

Nico hob den Blick und sah den Schritt von Rubén direkt über seinem Gesicht, nur wenige Zentimeter entfernt. Groß. Deutlich. Der unter der kurzen Hose gezeichnete Schwanz, dick, schief nach links hängend, berührte ihm fast die Stirn, jedes Mal wenn er half, die Stange abzusenken. Die Eier bildeten eine eigene Wölbung, rund, eng an den dünnen Stoff gedrückt. Er versuchte nicht hinzusehen, aber es war unmöglich. Jedes Mal, wenn er den Mund öffnete, um Luft zu holen, drang sie vermischt mit dem Geruch von Nässe und Schweiß aus dem Schritt seines Cousins ein, säuerlich und heiß.

—Komm, stärker — drängte Rubén weiter, ohne sich zu bewegen, ohne zurückzuweichen. — Bist du leicht ablenkbar oder was? Los, Cousinchen, drück wie ein Mann.

Der Schweiß lief Nico über die Schläfe, und es lag nicht nur an der Anstrengung. Jedes Mal, wenn sein Cousin sich vorbeugte, streifte die Beule in der Hose seinen Scheitel, eine minimale, weiche Berührung, die seinen Schwanz in der kurzen Hose hart machte und ihm keine Möglichkeit ließ, das zu verbergen.

Als sie fertig waren, gingen sie zusammen umziehen. In der Umkleide zog sich Rubén ohne Eile aus. Er ließ alles offen hängen, ohne Scham, während er die Kleidung faltete, der Schwanz schwang bei jeder Bewegung mit, er rieb sich die Eier, kratzte unter der Vorhaut, warf das durchnässte T-Shirt und die getragene Unterhose obendrauf, wie eine Provokation, und ging nackt den Gang hinunter zu den Duschen am Ende des Studios, ohne sich darum zu kümmern, ob ihn jemand ansah.

Nico sah sich nach beiden Seiten um, um sicherzugehen, dass er allein war. Er tat so, als würde er etwas in seinem Rucksack suchen. Der Geruch seines Cousins packte ihn. Er ging zu der Stelle, wo er die Kleidung abgelegt hatte. Er nahm die Unterhose und war überrascht festzustellen, dass es dieselbe vom Vorabend war, die weiße, die er selbst in die Wäsche gesteckt hatte.

Wie war sie wieder hierher gekommen? Es gab nur eine Erklärung: Rubén war zum Waschkeller zurückgegangen, hatte sie geholt und wieder angezogen.

Nico lächelte. Schwein, dachte er.

Er drückte den Stoff zwischen den Händen zusammen und spürte die Wärme, die er noch gespeichert hatte, den frischen Schweiß seines Cousins vermischt mit dem alten Schweiß vom Vortag. Er führte sie an sein Gesicht, ohne es verhindern zu können, suchte wieder die Vorderseite, legte die halb geöffneten Lippen dort an und atmete tief ein. Der Geruch war brutal: verschwitzter Schwanz, heiße Eier, eine süßliche Spur wie von Lusttropfen, die sich in den Stoff gesogen hatten. Sein Schwanz wurde unter der Hose hart, als hätte er einen Befehl erhalten. Er fasste sich über dem Stoff an, drückte, zog die Spitze durch den Bund, unfähig, sich zu beherrschen. Er führte die Unterhose an den Mund und lutschte den Stoff, biss in die Baumwolle, während er sich mit der anderen Hand den harten Schwanz rieb.

—Hey — sagte eine Stimme hinter ihm. — Nico, oder?

Er fuhr herum, die Unterhose seines Cousins noch in der Hand und der Schwanz aus der Hose ragend. Ein Typ aus dem Studio, Anfang dreißig, trainierter Körper, kurzer Bart, schiefes Lächeln, beobachtete ihn mit verschränkten Armen. Er trug ein verschwitztes graues T-Shirt und ein Handtuch um den Hals. Und eine eindeutige Erektion, unter der kurzen Hose klar zu erkennen.

—Ja? — brachte Nico heraus, während er seinen Schwanz so gut es ging wieder in die Hose schob.

—Ich bin Hugo — sagte er, ohne den Blick von Nicos Unterhose abzuwenden. — Ich trainiere hier fast jeden Tag. Seid ihr zwei sicher, dass Rubén und du Brüder seid? Ich würde eher sagen, da läuft zwischen euch was, und zwar nicht gerade familiär.

Nico zögerte einen Moment. Dann nickte er.

—Ja. Brüder. Ich nehm ihm nur die Wäsche zum Waschen ab. Rubén ist eine Katastrophe.

Der andere lächelte, ohne zu urteilen. Er senkte die Stimme.

—Ja, ja. Und deshalb hast du gerade dran geleckt, oder? — Hugo kam einen Schritt näher, richtete die Beule in seiner Hose unverhohlen vor ihm. — Keine Sorge, Kleiner, ich sag nichts. Mich macht das an. Mich macht es total an, wenn ich einen jungen Typen so geil auf einen anderen sehe. — Er ging Richtung Duschen, drehte sich aber vor dem Gehen noch einmal um und fügte hinzu: — Ihr macht mich ziemlich an. Wenn ihr irgendwann mal einen Dritten wollt, damit ich euch beiden einen blasen kann, sagt Bescheid. Mein Mund ist jederzeit offen.

Nico blieb wie erstarrt zurück, ohne zu wissen, ob er sich gerade entblößt oder zu etwas eingeladen gefühlt hatte, das er noch nicht ganz verstand.

Das Geräusch der Dusche verstummte. Rubén kam heraus, noch feucht, trocknete sich das Haar ab, der Schwanz schwang vor ihm wie ein Pendel. Er sah Nico an, dann die Unterhose in seiner Hand.

—Was hat der Typ gesagt? — fragte er.

—Nichts — antwortete Nico zu schnell.

Rubén lächelte. Er kam näher und deutete auf seine Unterwäsche.

—So gefällt mir das — sagte er. — Nimm sie zum Waschen mit. So, wie ich’s mag. Dass man dir Dinge nicht zweimal sagen muss.

Und er zog sich mit absoluter Ruhe an. Ohne Unterhose. Er schlüpfte direkt mit dem Schwanz und den Eiern in die Jeans und verließ die Umkleide, Nico hinter sich, hypnotisiert davon, wie sich die Beule jetzt noch stärker abzeichnete, ohne die Begrenzung der Unterhose, bei jedem Schritt schwingend.

***

Das Haus war still, als Nico die Tür seines Zimmers schloss. Er blieb ein paar Sekunden dagegengelehnt stehen und atmete tief durch, der Körper noch vom Training erschöpft und der Kopf benebelt vom Geruch der Umkleide, von dem Bild seines Cousins, wie er aus der Dusche kam, dem dunklen Schwanz, der sich schaukelnd bewegte, von Hugos Kommentar, von dem direkten Angebot, ihnen beiden einen zu blasen. Den Rest des Tages so zu verbringen, als wäre nichts gewesen, war schwer gewesen, aber er hatte es geschafft.

Er war allein.

Er öffnete den Rucksack und holte den Schatz heraus, den er den ganzen Tag gehütet hatte: die Unterhose, in der Rubén Stunden um Stunden verbracht hatte, die er am Vorabend in die Wäsche gesteckt hatte und die sein Cousin wieder geholt hatte, um sie erneut anzuziehen.

Er hielt sie sich vor das Gesicht. Der Stoff war schwer, an manchen Stellen noch feucht, die Tasche mit dem Schwanz dunkler, der Arschbereich mit einem gelblichen Streifen, den er am Morgen nicht gesehen hatte. Sie rochen nach frischem Schweiß, nach heißer Haut, nach Anstrengung, nach Eiern, nach Staub, der sich im Schritt festgesetzt hatte. Nach Rubén. Nico schloss die Augen und atmete langsam ein. Der Geruch füllte ihm die Brust und sank direkt in den Bauch, und von dort in den Schwanz, der sich beim ersten Atemzug hart machte.

Er zog sich aus. Ganz. Er legte sich bäuchlings auf das Bett, die Unterhose seines Cousins noch in der Hand. Er dachte an das Bankdrücken, an die Stange, die auf und ab ging, an die Beule wenige Zentimeter vor seinem Gesicht, an den Geruch des verschwitzten Schritts, der ihm beim Drücken durch die Nase kroch. Er dachte an die Dusche, an den langen, dunklen Schwanz, der Wasser tropfend da hing, an die vom heißen Wasser roten Eier, daran, wie Rubén ihn mit zwei Fingern vor ihm geschüttelt hatte, als wäre es nichts. Er dachte an Hugo, an das mitschwingende Grinsen, an die Frage — bist du sicher, dass das dein Bruder ist? — und an die Antwort, die er ohne nachzudenken gegeben hatte. Warum hatte er das gesagt? Warum hatte es ihm gefallen, dass sein Cousin dieses Spiel spielte, ihn vor allen seinen kleinen Bruder nannte? Warum machte ihn die Vorstellung so geil, dass Hugo sie beide blasen würde, auf den Knien zwischen zwei Schwänzen, seinem kleinen und dem dicken, dunklen seines Cousins, Kopf an Kopf stoßend?

Er spuckte sich in die Hand und packte seinen Schwanz, so hart, wie er ihn noch nie gehabt hatte. Er begann sich langsam mit der linken Hand einen runterzuholen, während er sich mit der rechten die Unterhose an die Gesicht hielt. Er presste sie an Nase und Mund, atmete tief ein, streckte die Zunge heraus und leckte innen den Stoff, in der Fronttasche, wo der Geruch am stärksten war, suchte mit der Zungenspitze die salzige Spur des Schweißes vom Schwanz seines Cousins. Er lutschte den Stoff, biss hinein, fuhr mit der Zunge darüber, als wäre es Haut.

Die Hand wurde langsamer, dann schneller, drückte unter der Eichel. Er hob die Beine an, strich sich mit dem Stoff über die Eier, rieb sich damit den Arsch, und stellte sich vor, es sei Rubén, der das tat. Er stellte sich seinen Cousin obenauf vor, den riesigen Schwanz zwischen den Schenkeln, wie er ihn ohne einzuführen an ihm rieb, ihm mit dem Geruch sein Revier markierte. Er stellte sich vor, wie Rubén ihm ins Ohr sagte: „Mach den Mund auf, Cousinchen, lutsch mir die Eier, wie du’s dir so sehr wünschst“, stellte sich die raue Stimme vor, die große Hand, die ihm den Nacken gegen den Schritt drückte, den dunklen Schwanz, der ihm bis in den Hals in den Mund glitt. Er keuchte laut, biss in die Unterhose, um nicht zu schreien.

Jetzt wichste er schnell, mit der ganzen Hand, der Schwanz glänzend vor Speichel und Lusttropfen. Jeder Atemzug war ein Bild: sein Cousin, der lachte, sein Cousin, der bestimmte, sein Cousin ohne Unterhose, der Schwanz locker in der Jeans, der beim Gehen schwang, der Schwanz, der auf seinen Mund zeigte. Er spürte, wie der Orgasmus von den Füßen her aufstieg, ihm die Beine erwärmte und die Eier zusammenpresste.

Dann ging die Tür auf.

Nico blieb wie gelähmt liegen, den Schwanz in der Hand und die Unterhose seines Cousins an den Mund gepresst, mit Speichel durchnässt.

Rubén stand im Türrahmen, lehnte sich ganz ruhig an und sah ihn an. Er sagte nichts. Er kam nicht näher. Er wich nicht zurück. Er hielt nur seinen Blick. Nico sah, wie er sich mit der Hand an die Wölbung seiner Hose fasste und sie einmal langsam zusammendrückte, ohne die Augen von ihm zu nehmen.

Es vergingen einige endlose Sekunden und dann hielt Nicos Körper es nicht mehr aus. Ein Krampf durchlief ihn vom Kopf bis zu den Füßen. Er kam, ohne sich noch zu berühren, der Schwanz sprang ihm in der offenen Hand, die Schübe schossen einer nach dem anderen heraus, dick, weiß, heiß, bespritzten ihm Gesicht, Lippen, Hals, Brust, Bauch. Der erste Strahl traf seine Wange; der zweite direkt den offenen Mund; die folgenden fielen in Pfützen auf die Haut. Er schloss die Augen, beschämt und entblößt, verletzlich, atmete noch stoßweise, mit dem Geschmack von Sperma vermischt mit dem Geschmack der Unterhose seines Cousins.

Rubén lächelte mit ruhiger Bosheit.

—Verdammt, Cousinchen — murmelte er. — Ganz schön pervers.

Er kam zum Bett, ging in die Hocke und strich ihm mit dem Daumen über die Wange, um einen Klecks Sperma aufzunehmen. Er führte ihn zum Mund, lutschte ihn langsam ab, ohne den Blick von ihm zu nehmen, und richtete sich wieder auf.

—Du kannst meine Unterhose benutzen, um dich abzuwischen — sagte er. — Unter einer Bedingung.

—Welche? — fragte Nico ohne nachzudenken.

—Dass du sie danach anziehst. Schmutzig. Mit deinem ganzen Saft noch drin. Und dass du sie erst wieder ausziehst, wenn ich es dir sage.

Rubén drehte sich um und ging hinaus. Der Flur fiel wieder still. Nico putzte sich langsam, gehorsam, mit dem noch warmen Stoff, strich sich damit über Gesicht, Hals, Brust, sammelte das dicke Sperma auf, bis seine Haut klebrig war und die Baumwolle durchnässt. Als er fertig war, zog er sie sich über die Beine und ließ sie an. Er spürte sie schwer, feucht, innen mit seiner eigenen Ladung und außen mit dem Schweiß seines Cousins markiert. Der Schwanz, noch schlaff, legte sich in dieselbe Mulde, in der zuvor Rubéns gewesen war.

Er war noch immer regungslos, als sein Cousin wieder in den Türspalt trat.

—Die ganze Woche — fügte er hinzu, ohne die Stimme zu heben.

Alle Geschichten aus Gay ansehen

Bewerte diese Geschichte

Kommentare(6)

TimBerlin

boah, das ende hat mich erwischt. Mehr davon bitte!!!

EingekuscheltLesen

Die Spannung von Anfang an ist wirklich gut eingefangen. Man spürt dass da was in der Luft liegt, auch wenn keiner von beiden was sagt. Richtig stark.

Noah

mega geil

SchlafloseLeserin

Ich wollte eigendlich nur kurz reinlesen und jetzt ist es fast 1 Uhr nachts und ich bin durch. Was macht man hier :D Super Geschichte.

NurNeugierig

Klingt das für andere auch irgendwie nach echten Erlebnissen? Fühlt sich nicht erfunden an, das finde ich beeindruckend.

Mondscheinmuse

Bitte sag mir es gibt einen zweiten Teil, ich will so dringend wissen wie das mit den beiden weitergeht

Hinterlasse einen Kommentar

Anmelden oder Konto erstellen

Wähle, wie du fortfahren möchtest.