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Relatos Ardientes

Renata schloss den Käfig und steckte den Schlüssel ein

Der Morgen glitt mit grauem Licht in Russafas Wohnung, das sich durch die ausgefransten Vorhänge schob, blass im Vergleich zu dem Gold, das in Ámbar pulsierte. Sie erwachte auf dem Sofa, obwohl »erwachen« für eine Göttin ein viel zu menschliches Wort war. Ihre Ruhe war kein Vergessen gewesen, sondern eine Fortsetzung der Ekstase der vorangegangenen Nacht, ein stetiges Beben in ihrem Innersten, das nie ganz verebbte.

Ihr Körper war noch immer von den physischen Erinnerungen an das Vergnügen erfüllt. Der warme Druck eines Dildos im Arsch, der moschusartige Geschmack eines anderen an den Lippen, der flüssig wirkende Glas-Plug, der in ihrer Muschi wie ein zweites Herz pochte. Ihre Schwanz stand, noch in Ruhe, straff gegen die durchnässte Unterwäsche, und ihre Brüste gaben einen milchigen Nektar ab, der das graue T-Shirt mit durchscheinenden Mustern beschmutzte.

Sie stand auf. Das Parkett knarrte unter ihren Schritten, während die Begierde in ihrem Bauch brüllte, fordernd, unmöglich zu ignorieren. Sie schob die Spielzeuge mit einem Seufzer beiseite und ließ ihre Finger aus reiner Gewohnheit nach der Klitoris suchen. Ein tiefes, kehliges Stöhnen entwich ihrer Kehle, noch bevor sie überhaupt das Bad erreichte.

Die Dusche war ihr erstes Ritual des Tages. Unter dem heißen Wasser wusch sie jeden Zentimeter der perlmuttfarbenen Haut, reinigte den Plug, bis er glänzte, und nahm den kleinen silbernen Vibrator, den ihre Mütter Vera und Lía ihr vermacht hatten. Sie strich ihn mit geschlossenen Augen und zurückgelegtem Kopf über die Klitoris. Der Orgasmus kam schnell und brutal, ein Strom, der ihr den Atem nahm und sie zitternd gegen die kalten Fliesen presste.

Doch die Erleichterung brachte ein neues Problem. Ihr Schwanz, nach dem Höhepunkt noch sichtbar und pochend, war für diese sterbliche Welt viel zu offen sichtbar. Viel zu magnetisch. Ich brauche eine Möglichkeit, ihn zu bändigen, ohne das zu ersticken, was ich bin, dachte sie, während das Wasser das letzte Zittern fortspülte.

***

Sie zog weite Jeans, ein lockeres T-Shirt und eine Kapuzenjacke an und ging hinaus, um sich von der unaufhörlichen Ekstase ihrer eigenen Existenz abzulenken. Ihre Schritte trugen sie zu einer Pizzeria an der Ecke, schwer von Duft nach geschmolzenem Käse und Tomate. Sie setzte sich an einen unauffälligen Tisch und bestellte ein Stück.

Ein Student von etwa zweiundzwanzig Jahren kam kurz darauf herein und nahm am Nachbartisch Platz. Schlank, mit Hornbrille und einem T-Shirt einer Indie-Band, hob er den Blick vom Telefon und seine Augen trafen auf die von Ámbar. Eine feine Strömung ging zwischen ihnen über. Der Junge rutschte unruhig auf dem Stuhl hin und her, das Gesicht gerötet, unfähig, den Blick abzuwenden.

Die Aura von Ámbar, gedämpft, aber immer noch mächtig, hatte ihn erreicht. Und die Gegenwart des Studenten, sein latentes Begehren, beruhigte sie nicht, sondern verstärkte ihres und verwandelte jeden Herzschlag in eine exquisite Folter.

—Gehen wir ins Bad? —flüsterte sie, und ihre Stimme traf ihn wie ein Pfeil.

Der Junge nickte, ohne seine Stimme zu finden. Er folgte ihr mit zitternden Beinen in eine enge, mit kalten Fliesen ausgekleidete Kabine. Ámbar schob den Riegel vor. Das Begehren des Studenten erfüllte den Raum, fast greifbar, während sie ihre Unterwäsche herunterzog und ihre nasse Muschi, die gespannten Brüste und den bereits tropfenden Schwanz entblößte.

—Knie nieder —befahl sie, und er gehorchte ohne Zögern.

Ámbar setzte sich auf sein Gesicht, durchnässte ihm den Mund, und der Junge leckte sie mit verzweifelter Gier, die Hände in ihre Hüften gekrallt. Sie drang sich einen Obsidian-Dildo in den Arsch, während ihr anderer Schwanz, frei und riesig, mit jedem Zucken pumpte. »Du bist eine Göttin«, knurrte er gegen ihr Fleisch, die Worte vom Vergnügen erstickt.

Als sie den Höhepunkt erreichte, breitete sich die Welle in einem Radius von zweihundert Metern aus. In der Pizzeria krampften die Gäste in ihren Stühlen; eine Frau bog sich an der Theke durch und tränkte den Hocker; ein Lieferant ejakulierte in seine Hose, ohne zu verstehen, was mit ihm geschah. Auf der Straße blieben Passanten mit der Hand zwischen den Beinen abrupt stehen, und ein Paar, das in einem Hauseingang stritt, verschmolz in einem wilden Kuss.

Auch der Student kam, ergoss sich mit einem Schauer der Ehrfurcht. »Ein Wunder«, flüsterte er und leckte den Nektar von Ámbars Brüsten. Sie wischte sich mit einem Taschentuch ab, schenkte ihm ein verschwörerisches Lächeln und verließ das Bad, während er allein zurückblieb und eine Erfahrung verarbeitete, die seine Vorstellung von Verlangen für immer verändern würde.

***

Zurück in der Wohnung fand sie ein Telefon, das ihre Liebhaber von der vorangegangenen Nacht vergessen hatten. Es vibrierte mit einer kurzen Nachricht: »Melde dich bei El Rincón de Tinta, Buchhandlung-Café in der Calle de las Acacias. Dich erwartet eine Probe.«

Die Vorstellung eines »Jobs« war seltsam, fast wie eine Strafe für eine Gottheit, deren Existenz Lust war. Doch ihre Neugier, sich einzufügen, die Nuancen sterblicher Begierde zu verstehen, trieb sie an. Jede Begegnung in der Stadt steigerte nicht nur ihr Verlangen: Sie vertiefte ihre Verbindung zu den Menschen, und das, ahnte sie, war Teil ihrer Mission.

Am nächsten Tag, nach der Dusche und ihrem Lustritual, ging Ámbar zu El Rincón de Tinta, einer bohemienhaften Oase, die nach Kaffee und altem Papier roch. Iván, der Besitzer, dreiunddreißig und mit lockigem Haar, spürte, wie sich seine Leiste verhärtete, kaum dass er sie sah. »Willkommen«, sagte er mit rauer Stimme. Die »Probe« bestand darin, Bücher zu ordnen und Kaffee zu servieren, doch ihre Aura verwandelte den Laden: Die Kunden lächelten ohne Grund, die Frauen erröteten, die Männer zitterten.

Am selben Nachmittag lernte sie Renata kennen, eine siebenundzwanzigjährige Dichterin mit kupferfarbenen Locken und neugierigen Augen, in bohemischen Kreisen berühmt dafür, nur über Frauen zu schreiben und nur Frauen zu begehren. In einer Pause, zwischen staubigen Regalen, trat sie mit beschleunigtem Atem auf Ámbar zu.

—Deine Energie ist wie ein lebendiges Gedicht —murmelte Renata und strich ihr über den Arm—. Als hätte das Begehren eine Form.

Ámbar, die die zurückgehaltene Lust der ganzen Buchhandlung spürte, ließ ihre eigene überfließen. Und gegen jede Vernunft beschloss sie, sich zu zeigen. Sie entledigte sich der Kleidung und offenbarte ihren göttlichen Körper: den prallen Schwanz, aus dem ein silberner Schimmer tropfte, die geöffnete Muschi, in der der Plug unter den Lippen pulsierte, die Brüste, aus denen glitzernde Nektarfäden flossen.

Renata wich einen Schritt zurück, die Augen weit aufgerissen, das Gesicht erhitzt.

—Ich… ich stehe nicht auf Männer —stammelte sie, die Stimme kaum mehr als ein Flüstern—. Ich mag keine Schwänze.

Doch ihr Körper verriet sie bereits: Die Brustwarzen zeichneten sich unter der Bluse ab und ein Schwall durchnässte ihre Unterwäsche. Es war ein Kampf zwischen dem, was sie zu sein glaubte, und der unmöglichen Wirklichkeit, die vor ihr stand.

—Ich bin kein Mann, Renata —sagte Ámbar, und ihre Stimme war ein Schnurren, das jeden Nerv zu streicheln schien—. Ich bin etwas mehr. Ich bin der Ursprung des Begehrens, ohne Etiketten und ohne Grenzen. Berühr mich. Lass deinen Körper sprechen, über das hinaus, was man dir beigebracht hat.

Sie trat langsam näher, ihre goldene Aura umhüllte sie, und sie strich mit der Spitze ihres Schwanzes über Renatas Oberschenkel, hinterließ eine warme, glänzende Spur. Die Dichterin streckte eine zitternde Hand aus, fast gegen ihren Willen, und schloss sie um dieses pochende Fleisch.

—Ich sollte nicht —keuchte sie—. Aber es ist, als würde ich einen Traum berühren. Etwas, das mein Körper erkennt, auch wenn mein Geist sich sträubt.

Sie sank auf die Knie. Zuerst leckte sie vorsichtig über die Eichel, dann mit Hunger, und der süße, elektrische Geschmack ließ sie aus einem Bereich stöhnen, von dem sie nicht wusste, dass er existierte. »Du bist göttlich«, flüsterte sie zwischen den Licks, während sich ihre Identität mit jeder Liebkosung neu ordnete.

—Lass mich dir die Ekstase zeigen —sagte Ámbar und führte sie zwischen Bücherstapeln zu Boden, die für Renata zum Altar eines neuen Kultes geworden waren.

Die Dichterin zog sich zitternd aus, und Ámbar leckte sie, bis sie sich krümmte. Dann drang sie langsam und mit unmöglicher Sanftheit in sie ein, während der Plug in ihrem eigenen Sex jeden Stoß verstärkte. »Nein… aber doch. Du bist mehr als Fleisch, du bist das ganze Begehren. Füll mich«, keuchte Renata, die Hände tief in den Brüsten der Göttin vergraben.

Der Höhepunkt ergoss sich erneut auf die Straße hinaus. Flüssiges Sperma spritzte wie Sternbilder auf die Buchrücken; Nektar durchnässte Renata von Kopf bis Fuß. In der Buchhandlung berührten sich die Kunden hinter den Regalen, ein Buchhändler kam hinter der Theke, eine Studentin streichelte sich unverhohlen zwischen den Regalreihen. Renata, die in ihrem eigenen Orgasmus zuckte, küsste Ámbars Schwanz mit der Hingabe einer frisch Bekehrten.

—Du bist reine Poesie —flüsterte sie—. So etwas habe ich mir nie vorgestellt.

***

Die Tage im El Rincón de Tinta wurden zu einem Ritual. Iván zerrte sie in jeder Pause nach hinten und nahm sie mit fiebriger Hingabe, ihre Säfte vermischten sich über den Büchern. Nachts besuchte Renata sie in der Wohnung, kühn und neugierig, und sie gaben sich langen Sitzungen hin, in denen die Dichterin ihren Nektar trank, während Ámbar sie füllte. Bald begann die Freundesgruppe beider um sie herum zu kreisen, und die Treffen entglitten in spontane Orgies, bei denen Ámbar immer im Zentrum stand, Lust aufnahm und vervielfachte.

In einer Morgendämmerung, als nur noch die beiden zwischen durchnässten Kissen lagen, sah Renata sie mit einer anderen Art von Neugier an.

—Da ist etwas, das mich reizt —sagte sie mit rauer Stimme—. Dein Schwanz ist großartig. Aber wie versteckst du ihn auf der Straße? Ich finde es unmöglich, dass ihn niemand bemerkt.

Ámbar lächelte mit altem Wissen.

—Es ist eine Herausforderung, ja —gab sie zu, die Finger aus Gewohnheit unter dem Slip entlanggleitend—. In dieser Welt muss sich die Göttlichkeit manchmal zurückhalten.

Sie stand auf, öffnete die Schublade des Nachttischs und holte eine schwarze Schachtel heraus. Darin ein Keuschheitsgerät aus dunklem Silikon, flach und unauffällig, mit einer feinen Harnröhrensonde.

—Das hier, Renata, ist die Lösung dieser Ebene. Ein Käfig, der es mir erlaubt, Lust durch Zurückhaltung weiterhin zu spüren.

Die Dichterin nahm ihn mit einer beinahe ehrfürchtigen Faszination, als hielte sie ein heiliges Objekt in den Händen.

—Ein Käfig für deinen Schwanz —flüsterte sie—. Würdest du mich ihn dir zum ersten Mal anlegen lassen?

Ámbar nickte, bereits von der Vorfreude härter werdend, und setzte sich mit gespreizten Beinen an den Rand des Betts. Renata kniete sich hin, benetzte die Basis mit dem Nektar, der aus ihren Brüsten tropfte, und schob das Glied durch den Ring. Dann führte sie mit exquisiter Vorsicht die feine Sonde in die Harnröhre. Ámbar keuchte, die Hüften sich aufbäumend, während ein scharfer, neuer Genuss durch ihren Kanal jagte.

Renata schob den Schaft in das Silikon und setzte die Eichel in die vordere Öffnung ein. Der Käfig, völlig flach, glättete die Wölbung, bis sie unter der Haut verschwand. Der Druck war sanft, fest, auf seltsame Weise erotisch. Ein kaum hörbares Klicken verriegelte das Schloss.

—Er ist perfekt —murmelte Renata, die Augen von Triumph und Anbetung entflammt—. Jetzt wird niemand deine Großartigkeit auf der Straße bemerken.

Sie beugte sich vor und küsste die glatte Oberfläche, leckte den Schimmer, der aus der winzigen Öffnung entwich. Ámbar seufzte, gefangen zwischen Zurückhaltung und Verlangen. Der Käfig war eine ständige Erinnerung an ihre Macht, ein Versprechen unterdrückten Vergnügens, das mit jeder Bewegung vibrierte.

***

Fasziniert von der Erfindung ging Renata zum Kleiderschrank und wählte eine hoch geschnittene Jeans, einen Lederrock und aus einer Seidentasche mehrere Stücke Wäsche: fast unsichtbare Spitzenhöschen, einen Netz-Body, ein Korsett aus schwarzem Satin.

—Probier das an —flüsterte sie, den Blick fest auf den Käfig unter der Spitze gerichtet.

Ámbar zog die Höschen an. Der feine Stoff glitt über das Silikon, ohne etwas zu zeichnen, und die Sonde schickte bei jeder Bewegung kleine Entladungen. Vor dem Spiegel drehte sie sich langsam: nicht die leiseste Wölbung. Ein seltsames Gefühl von scheinbarer Freiheit und realer Gefangenschaft, eine Dualität, die sie bis ins Innerste erregte.

Dann kamen die engen Jeans. Der Denim schmiegte sich an ihre Hüften und der Käfig hinterließ keine Spur, doch der ständige Druck gegen den Damm, zusammen mit der Sonde, verstärkte jeden Herzschlag. Ein dumpfes Stöhnen entwich Ámbar, als sie spürte, wie sich ihre Säfte zu sammeln begannen, gefangen und doch vibrierend.

—Es funktioniert perfekt —keuchte Renata und tastete den Schritt ab, ohne etwas zu bemerken—. Es ist unglaublich sexy zu wissen, dass es da ist und niemand es sehen kann. Es ist ein Geheimnis nur für uns.

Das eine führte zum anderen. Sie zogen sich wieder aus, diesmal mit fieberhafter Eile. Renata leckte den Schimmer, der sich um die Sonde gesammelt hatte, und setzte sich auf Ámbar, ihr Sex auf den der Göttin ausgerichtet.

—Bereit für eine neue Ekstase, meine gebändigte Göttin? —flüsterte sie.

Sie bewegte sich mit hypnotischem Rhythmus, rieb sich an ihr, der flache Käfig drückte bei jedem Wiegen gegen ihre eigene Klitoris. Ámbar spürte, wie sich ihr Schwanz im Silikon spannte, ohne sich ausdehnen zu können, während die Sonde Impulse durch ihr Inneres schickte, eine süße Folter, die sie erzittern ließ.

—Oh, das ist eine ganz andere Stufe —keuchte Renata und durchnässte ihr die Schenkel.

Auf dem Höhepunkt flehte Ámbar mit gebrochener Stimme:

—Renata… bitte… der Schlüssel. Befrei mich.

Doch die Dichterin schüttelte den Kopf, ein Lächeln der Macht zeichnete sich auf ihren Lippen ab.

—Nein, meine Göttin. Noch nicht. Du musst das fühlen, gefangen in meinem Begehren. Nur so wirst du die wahre Hingabe kennen.

Die Verweigerung, die Unmöglichkeit zu entkommen, entfachte in Ámbar ein tieferes Feuer. Der Käfig hörte auf, ein Gerät zu sein, und wurde zu einem Kerker des Vergnügens, und Renata, zugleich ihre Wärterin und ihre Verehrerin. Der Höhepunkt traf sie mit einer Intensität, die allem Vorherigen widersprach: der Körper aufgebogen, die Brüste ergossen Nektarströme über Renata, und die Entladung schoss unter Druck durch die Sonde statt frei heraus. Die Dichterin bot, mit primitivem Instinkt, ihren Körper dar und nahm diesen heißen Strahl mit einem kehligem Schrei auf, während sie in ihrem eigenen Orgasmus zuckte.

Die Welle verwüstete erneut das ganze Viertel: Nachbarn, die sich mit erneuerter Wildheit einen runterholten und vögelten, die Luft schwer von Stöhnen. Erschöpft blieben Ámbar und Renata umarmt zurück, die Körper glänzend, der Käfig längst zum Symbol ihres geteilten Geheimnisses geworden.

***

Renata verabschiedete sich, die Zufriedenheit glänzte in ihren Augen, vermischt mit einem neuen Funken von Macht. Sie küsste sie lange, kostete den Nektar von ihren Brüsten.

—Danke für diese Nacht, meine Ámbar. Sie war unvergesslich.

—Renata… der Schlüssel —flehte die Göttin, ihre Stimme nur noch ein Faden, der Schwanz noch immer gefangen, schmerzhaft pochend.

Die Dichterin lächelte geheimnisvoll und ließ ihre Finger mit quälender Langsamkeit über die Kette des Schlosses gleiten. Dann löste sie den Schlüssel, ließ ihn in der Luft klirren und steckte ihn in die Gesäßtasche ihrer Jeans.

—Nein, meine Ámbar. Noch nicht. Dein Gehorsam ist exquisit. Wir sehen uns morgen in der Buchhandlung. Ich nehme ihn dir ab, wenn die Zeit gekommen ist.

Sie gab dem flachen Käfig eine letzte Liebkosung und verließ die Wohnung, ließ Ámbar allein mit dem Echo der Zurückhaltung und dem Versprechen des Schlüssels in einer fremden Tasche zurück.

Es war die erste ganze Nacht, die sie eingesperrt verbringen würde. In der Stille der Wohnung schickte jeder Herzschlag einen süßen, scharfen Stich in das gefangene Glied. Die Sonde vibrierte mit jedem Puls und erinnerte sie unablässig an ihren Zustand als Gefangene des Vergnügens. Jede Berührung des Lakens verwandelte sich in eine neue Welle von Reibung, die sie in einer dauerhaften Halberektion hielt, tropfend gegen das Silikon.

Sie nahm die Dildos, die an ihre Mütter erinnerten, bestrich sie mit ihrem eigenen Saft und überließ sich einem letzten Ritual: einer im Mund, einer im Arsch, der Obsidian im Sex, der Vibrator, der ihre Klitoris blendete. »Meine Mütter, meine Macht, ich bin hier«, murmelte sie und spürte, wie der ständige Druck des Käfigs jede Empfindung verstärkte.

Ihr letzter Höhepunkt des Tages war verheerend, und die ganze Stadt erbebte erneut um sie herum: Paare, die die Kontrolle verloren, Fremde, die sich mitten auf der Straße berührten, eine Fensterputzerin, die hoch oben an einem Gebäude hängend zitterte. Erschöpft, mit den Spielzeugen noch in ihr und dem verschlossenen Käfig, begriff Ámbar das Ausmaß dessen, was begonnen hatte. Ihre Mission in dieser Stadt hatte gerade erst angefangen, und nichts würde je wieder so sein wie zuvor. Ihr Begehren, gebändigt oder entfesselt, war der Schlüssel zu allem. Und zum ersten Mal hatte den Schlüssel eine andere.

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Bewerte diese Geschichte

Kommentare(5)

MitternachtsVerlangen

boah, das Ende hat mich umgehauen. Ich bin noch nicht drüber hinweg.

Nele

bitte sag mir dass es eine Fortsetzung gibt, ich muss unbedingt wissen wie es weitergeht!!!

VerboteneGeschichten

richtig geil geschrieben, hammer!

StefanHH

hab die Geschichte mitten in der Nacht gelesen und danach konnte ich nicht schlafen. Diese Atmosphäre, das Lächeln am Ende... krass gut. Weiter so!

Melanie23

eine der besten Geschichten die ich hier je gelesen hab, eigendlich wollte ich nur kurz reinschauen und dann waren schon 20 Minuten vergangen

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