Das Wettermädchen, das nichts darunter trug
Der Erfolg im Fernsehen hing nie nur von der Stimme, vom Talent oder vom Charisma ab. Er hing vom Körper ab, vom Image, von der genauen Art, wie eine Frau sich zu bewegen, zu lächeln und zu reizen wusste, ohne dass es aussah, als täte sie es absichtlich.
Und Daniela wusste das besser als jeder andere.
Vor dem beleuchteten Spiegel richtete sie ihre Bluse noch einmal, strich mit den Händen über den seidigen Stoff in einer kalkulierten Geste. Es war keine bloße Koketterie; es war eine sorgfältige Prüfung. Das Kleidungsstück, genau an der richtigen Stelle zwischen Eleganz und Provokation eng anliegend, betonte das Volumen ihrer Brüste, die sich gegen den Spitzen-BH pressten, der ihre Figur wie ein durchdachtes Kunstwerk formte.
Das Tal zwischen ihren Brüsten zeichnete sich perfekt ab, ein verführerischer Schatten, eingerahmt vom gespannten Stoff, der sich bei jedem Atemzug an ihre Haut schmiegte. Die Linie ihres Schlüsselbeins trat unter dem Spiegellicht deutlicher hervor, ihre glatte, warme Haut kontrastierte mit dem satinierten Schwarz des BHs, der unter der Bluse kaum wahrnehmbar war.
Sie prüfte ihr Make-up mit Präzision. Sauber umrandete Augen, Lippen mit einem dezenten Glanz, das Haar in perfekten Wellen. Das war kein gewöhnlicher Tag: Es war ihr Debüt in der Nachrichtensendung, ihr erster Auftritt vor den Kameras.
Der enge Rock, den sie gewählt hatte, betonte ihre Taille und zeigte mehr Bein, als jede andere Moderatorin des Senders je zeigen würde. Zu viel? Vielleicht. Aber die Konkurrenz war hart, und wenn sie auffallen wollte, musste sie jeden Trumpf ausspielen.
—In fünf Minuten bereit —rief ein Assistent von der Tür her.
Daniela richtete sich auf, glättete den Stoff ihres Rocks und holte tief Luft. Ihre Chance war gekommen.
Das Studio vibrierte vor der Spannung der unmittelbar bevorstehenden Übertragung. Bildschirme leuchteten, Techniker stellten Lichter ein, das Klicken der Mikrofontests mischte sich mit dem Gemurmel des Teams.
Im Regieraum, hinter dem getönten Glas, das Produktion und Studio voneinander trennte, beobachtete Rolando interessiert den Monitor. In seinem Stuhl zurückgelehnt, einen vergessenen kalten Kaffee auf dem Mischpult neben sich, verengte er die Augen, während Daniela vor dem Greenscreen Position bezog.
—Schau dir das an… —murmelte er mit kaum wahrnehmbarem Lächeln und beugte sich zu seinem Assistenten hinüber, einem jungen Cutter, der sein eigenes Interesse schlecht verbarg.
Daniela, nervös, aber sich der Blicke bewusst, richtete ihre Haltung und schlug die Beine mit eingeübter Eleganz übereinander. Der Rock rutschte nur wenige Zentimeter höher, genug, um Aufmerksamkeit zu erregen, ohne dass es offensichtlich wirkte.
—Hübsches Gesicht, hübscher Körper —kommentierte Rolando, ohne den Blick abzuwenden—. Aber das Beste ist die Einstellung. Die Schlampe will gefallen. Man sieht’s ihr im Blick an, daran, wie sie die Beine gerade noch ein bisschen weiter öffnet.
Der Assistent schluckte.
—Sagen wir ihr, sie soll den Rock ein bisschen runterziehen? —fragte er, gekonnt professionell klingend.
Rolando lachte leise auf.
—Wozu? Wir schlagen ihr lieber vor, ihn noch ein Stückchen hochzuziehen. Ich will ihr von hier aus die Fotze sehen, wenn’s sein muss.
Er nahm das Mikro des Intercoms und drückte auf den Knopf.
—Daniela, Schätzchen… denk daran, Fernsehen ist ein Spiel der Bilder. Beweg dich ein bisschen mehr, bleib nicht so steif. Spiel mit der Kamera.
Sie blinzelte und nickte.
—Natürlicher, lockerer —fuhr er fort, mit kalkuliertem Tonfall—. Du bist der interessanteste Teil der Sendung. Mach den Leuten das klar.
Der Countdown begann. Fünf. Vier. Drei.
Die Studioleuchten brannten auf der Haut, ließen jede Bewegung noch ausgeprägter wirken. Aber Daniela wich nicht zurück. Auf dem roten Monitor erschien LIVE.
Sie atmete tief ein, blinzelte selbstbewusst und lächelte direkt in die Kamera.
—Guten Abend…
Ihre Stimme war weich, kontrolliert, mit jener künstlichen Süße von Moderatorinnen, die wissen, dass man sie beobachtet. Aber da war noch etwas in ihr, etwas, das keine andere Frau des Senders hatte: das Bedürfnis zu gefallen, zu hypnotisieren, wer auch immer auf der anderen Seite des Bildschirms saß.
Sie machte einen seitlichen Schritt und ließ die Kamera der natürlichen Bewegung ihres Körpers folgen. Der enge Stoff des Rocks umschloss ihre Hüften wie ein unanständiges Geheimnis. Die Rundung ihres Hinterns zeichnete sich perfekt ab, als sie sich drehte, um auf die Temperatur in der virtuellen Grafik zu zeigen.
—Heute erreichen wir Höchstwerte von zweiunddreißig Grad —sagte sie und strich langsam mit dem Finger über die Grafik, als würde sie statt Daten einen Weg ins Verderben nachzeichnen.
Im Regieraum lächelte Rolando.
—Fahr mit der Kamera auf diesen Arsch —flüsterte er und genoss jedes Detail—. Schön eng im Bild, nichts darf draußen bleiben.
Daniela lieferte nicht einfach das Wetter. Sie bot es an. Sie bewegte sich mit einer Kadenz, mit einer Sinnlichkeit, die anfangs vielleicht unbewusst gewirkt hatte, die sie nun aber ganz natürlich annahm.
—Und nachts —fuhr sie fort, beugte sich leicht vor, als vertraue sie den Zuschauern ein Geheimnis an— fallen die Tiefstwerte auf neunzehn Grad.
Sie drehte sich wieder, und die Kamera fing sie für einen Augenblick von hinten ein. Der Rock schmiegte sich mit obszöner Präzision an jeden Zentimeter ihres Körpers. Für einen Sekundenbruchteil wirkte sie wie ein Laufstegmodel, sich jeder Augen bewusst, die sie durch den Bildschirm verschlangen.
—Sehr gut, Daniela… aber entspann die Schultern. Lass dich noch ein bisschen mehr gehen —murmelte Rolando in ihr Ohrstück.
Sie atmete aus, ließ ihre Bewegungen noch natürlicher werden. Noch wusste sie es nicht, aber sie hatte gerade eine Tür geöffnet, und Rolando, geduldig und akribisch, würde sie immer weiter hineinführen.
***
Daniela verließ das Set mit rasendem Puls und spürte noch immer die Hitze der Scheinwerfer auf der Haut. Sie hatte sich gut bewegt, das wusste sie. Ihr Lächeln war kein einziges Mal gezittert. Und doch lag eine seltsame Spannung in ihrer Brust.
Bin ich zu weit gegangen?
Sie biss sich auf die Lippe, als sie durch die Flure ging, spürte die Blicke auf sich geheftet. Sie hatte erst ein paar Schritte gemacht, da kamen die ersten auf sie zu.
—Ein unglaubliches Debüt! —Ein Redakteur um die vierzig, die Krawatte locker, das Lächeln viel zu breit—. So viel Bewegung im Wetterstudio habe ich noch nie gesehen.
—Fantastisch —schloss sich ein anderer an, klopfte ihr viel zu vertraulich auf den Rücken, seine Hand glitt einen Moment zu lang in die Nähe ihres Arschansatzes—. Man hat gesehen, dass du alles gegeben hast.
Sie lachte nervös, versuchte nicht zu viel in ihre Worte hinein zu lesen, doch die Flut riss nicht ab. Techniker, Assistenten, sogar erfahrene Reporter, die sich sonst nie für den Wetterblock interessierten, hatten sich versammelt, um sie mit einer Mischung aus Bewunderung und etwas Dunklerem zu betrachten. Manche machten sich nicht einmal die Mühe, es zu verbergen: Sie starrten beim Sprechen auf ihre Brüste, die Münder halb geöffnet, die Hosen gespannt im Schritt.
Sogar die wichtigen Gesichter des Senders waren aufgetaucht. Produzenten mit mehr Macht, als sie sich je hätte vorstellen können, Führungskräfte, die einer neuen Moderatorin nie Beachtung schenkten. Und alle waren da, um sie anzusehen.
Die Angst verflog langsam und wurde durch etwas Gefährlicheres ersetzt: Selbstvertrauen. Es hatte funktioniert.
Doch zwischen den zustimmenden Gesichtern entdeckte sie andere, kältere. Die wenigen Frauen des Senders kamen nicht mit derselben Begeisterung näher. Eine Produktionsassistentin mit ernstem Gesicht und hartem Blick trat entschlossen auf sie zu.
—Daniela… —begann sie leise und trat so nahe heran, dass niemand sonst sie hören konnte—. Ich wollte nur sagen, dass…
—Da bist du ja! —Rolandos Stimme brach mit seiner überrollenden Energie dazwischen und schnitt das Gespräch abrupt ab.
Die Assistentin presste die Lippen zusammen, aber er hatte Daniela bereits mit seiner dominanten Präsenz umkreist und lächelte mit dem Charme eines Schlangenbeschwörers.
—Schätzchen, hast du gesehen, was da draußen passiert ist? Die ganze Sendung hat sich um dich gedreht. Das war nicht nur eine gute Übertragung: Das war unvergesslich.
—Glaubst du das wirklich?
—Ich glaube es nicht. Ich weiß es. —Er hielt ihren Blick fest, mit der Gewissheit eines Mannes, der etwas nach seinem Geschmack formt—. Das ist nur der Anfang. Wenn du deine Karten klug spielst, bist du sehr bald ganz oben.
Die Assistentin stieß einen genervten Seufzer aus und ging wortlos davon. Daniela sah sie nicht einmal an. Ihr Kopf war erfüllt von den Blicken, die ihr folgten, von der Aufmerksamkeit, die sie umgab, von diesem berauschenden Gefühl, im Mittelpunkt von allem zu stehen.
***
Als sie am nächsten Tag zum Sender kam, war alles anders. Ein Assistent hielt sie auf, kaum dass sie den Make-up-Raum betrat.
—Daniela, die Produzenten haben beschlossen, dir eine private Garderobe zuzuweisen. Rolando will dich für eine Kostümprobe sehen.
—Eine private Garderobe?
Der Assistent lächelte und wies ihr den Weg. Sie folgte ihm mit beschleunigtem Puls und spürte, wie jeder Schritt sie eine Stufe höher auf der Leiter brachte, die sie schon immer hatte erklimmen wollen.
Die Garderobe lag am Ende eines diskreten Flurs, weit weg vom Trubel des restlichen Teams. An der Tür, auf einer frisch angebrachten goldenen Plakette, glänzte ihr Name. Daniela strich mit den Fingerspitzen über die Gravur und genoss das Gefühl. Sie hatte es geschafft.
Als sie öffnete, umhüllte sie ein dezenter Duft nach frischen Blumen. Auf dem Haupttisch stand in einer Kristallvase ein Strauß weißer Rosen. Daneben eine teure Champagnerflasche, noch kalt, mit einem einzigen Glas, das auf sie wartete. Und dazu ein gefalteter Zettel.
Sie öffnete ihn mit erwartungsvollen Fingern. »Im Fernsehen ist alles ein Bild. Und du kannst das begehrenswerteste Bild sein. Lass nicht zu, dass die Angst dich besiegt. R.«
Ein Schauer lief ihr über den Rücken. Ihr Blick sank zum Kleiderständer neben dem Spiegel, wo zwei Kleider auf ihre Wahl warteten.
Das erste war schwarz, aus glänzendem Stoff, eng wie eine zweite Haut, mit einem V-Ausschnitt, der fast bis zum Bauchnabel fiel, und einem Seitenschlitz, der ein Bein vollständig freigab. Das zweite war rot, kürzer, frecher: Der dünne Stoff hatte kaum Futter und deutete mehr an, als er bedeckte. Rückenfrei, nackte Schultern, ein Schnitt so eng, dass er wie als Eleganz getarnte Lingerie wirkte.
Daniela schluckte. Das war keine bloße Garderobe fürs Wetter. Das waren Stücke, die gesehen werden wollten, die reizen, verführen sollten.
Eine Stimme in ihrem Kopf sagte ihr, dass sie eine Grenze überschritt, dass sie nicht die Art Frau war, die so etwas brauchte, um aufzufallen. Aber ein anderer Teil reagierte. Ein dunkles Feuer entzündete sich in ihrer Brust, intensiv und verboten. Sie stellte sich vor, vor den Kameras zu stehen, den Stoff an ihren Körper geschmiegt, die Männer, die sie von zu Hause aus mit den Augen verschlangen, die Hände in der Hose, die sich einen runterholten, während sie den Wetterbericht las. Ein heißes Kribbeln lief ihr den Bauch hinab und feucht weiter bis in die Falte zwischen ihren Schenkeln. Sie spürte, wie der Tanga sich an ihre nasse Fotze schmiegte, nur vom Gedanken daran.
So fühlt es sich also an, unwiderstehlich zu sein?
Sie wählte das Rote.
Sie öffnete ihre Bluse langsam, Knopf für Knopf, und ließ die kalte Luft der Garderobe ihre Haut streicheln. Das Kleidungsstück glitt von ihren Schultern und fiel zu Boden. Vor dem Spiegel löste sie den Verschluss ihres Spitzen-BHs und spürte die Erleichterung des Drucks, als sie sich befreite.
Ihre Brüste setzten sich natürlich ab, fest, die Haut von Temperaturkontrasten gesträubt, die harten Nippel unverhohlen abzeichnend. Sie sah einen Moment lang darauf, hob sie mit beiden Händen an und drückte sie, spürte das Gewicht, die harten Spitzen, die sich in ihre Handflächen gruben. Sie kniff einen davon leicht zusammen, und ein Stromschlag schoss ihr direkt in die Fotze. Sie biss sich auf die Lippe. Sie musterte sich, die warme Haut, die schmale Taille, den sorgfältig gestutzten Büschel Schamhaar zwischen den Beinen, bevor sie das Kleid über ihren brennenden Körper glitt.
Der Stoff schmiegte sich an ihre Haut wie ein Handschuh. Sie zog die Träger hoch und zupfte Saum für Saum über die Hüften, Zentimeter für Zentimeter, während sich das Kleid sträubte. Sie sah sich an und biss sich auf die Lippe. Sie konnte mit diesem Kleid keine Unterwäsche tragen: Die Spitze des Tangas zeichnete sich obszön unter dem Stoff ab und zerstörte die Illusion von Nacktheit, die es versprach.
Mit einem Anflug von Kühnheit schob sie die Hände unter das Kleid, hakte den Stoff mit den Fingern ein und zog ihn langsam herunter, während das Spitzengewebe über ihre Schenkel glitt. Der Tanga rutschte schwer nach unten, durchnässt, ein glänzender Faden von Feuchtigkeit spannte sich zwischen Stoff und ihrer Fotze, bevor er riss. Die Hitze sammelte sich zwischen ihren Beinen. Sie richtete sich vor dem Spiegel auf und ließ den Tanga zu Boden fallen. Sie stellte sich seitlich hin, hob den Saum des Kleids einen Finger breit an, und für einen Augenblick sah man ihre nackte, glänzende Scham, die Lippen geschwollen, als hätte man sie bereits berührt. In diesem Moment wusste sie, dass es kein Zurück mehr gab.
—Daniela, in fünf Minuten ans Set —schnitt die Stimme des Assistenten durchs Intercom.
***
Das Set war kälter als gewöhnlich, aber sie fühlte die Haut in Flammen. Jeder Schritt auf den High Heels hallte auf dem Studioboden wider, das Echo ihrer Entscheidung vibrierte mit jedem Zentimeter des roten Stoffes. Das Kleid war eine Sünde aus Seide: eng wie eine zweite Haut, jede Kurve zeichnend, das Licht der Scheinwerfer mit einem fast feuchten Glanz reflektierend.
Der dünne Träger, der es an ihren Schultern hielt, spannte sich bei jedem Atemzug, drohte herabzugleiten. Ihre Brüste zeichneten sich unter dem feinen Stoff ab, die erigierten Nippel drückten das Gewebe nach außen, unmöglich zu ignorieren. Und niemand am Set ignorierte es.
Die Blicke verschlangen sie. Techniker, Assistenten, Kameraleute: Alle hatten irgendeinen Vorwand gefunden, dort zu sein. Sie stellten Lichter ein, die keine Einstellung brauchten, prüften Kabel, die nicht überprüft werden mussten, verzögerten das Notwendige, nur um sie auftauchen zu sehen. Einer der Kameraleute richtete verstohlen seinen Reißverschluss, jedes Mal wenn sie sich vorbeugte. Die Erwartung lag dicht in der Luft, schwer, geladen mit unterdrückter Geilheit.
Als sie aufsah, stand Rolando dort, seitlich, die Hände in den Taschen und mit dem schiefen Lächeln eines Mannes, der gerade eine Wette gewonnen hat. Seine Augen glitten langsam und obszön über sie, von dem schamlosen Ausschnitt bis zur Taille und weiter hinab zum Dreieck ihres Unterleibs, als ahne er, dass unter dem Kleid nichts war. Er sagte nichts. Er musste auch nicht.
Daniela spürte, wie sich ihr Körper unter diesem raubtierhaften Blick anspannte, aber statt sich klein zu machen, atmete sie aus und schob die Brüste nach vorn, hob das Kinn wie jemand, der eine Herausforderung annimmt. Sie spürte, wie ihre Fotze unter dem Stoff pochte, ein heißer Herzschlag, der sie die Schenkel zusammenpressen ließ.
—Denk daran, Schätzchen… Fernsehen ist ein Spiel der Bilder. Und deins wird unvergesslich sein —klang Rolandos Stimme in ihrem Ohrstück.
Auf dem Monitor lief der Countdown. Fünf. Vier. Drei. Zwei. Eins. Live.
Das Licht badete ihre Haut, hüllte sie in goldenen Schein. Daniela lächelte, aber hinter dieser einstudierten Miene lag etwas Dunkleres, Heißeres. Die Kamera erfasste ihre Silhouette mit chirurgischer Präzision und fing jede Kurve unter dem Stoff ein. Und im Studio kursierte nur eine einzige Frage als Flüstern.
Trägt sie darunter etwas?
—Steigende Temperaturen… diese Woche wird es sehr heiß —deklamierte sie mit seidiger Stimme und drehte sich elegant, damit der Stoff noch ein Stück mehr über ihre Brüste glitt.
Die Kameraleute starrten auf den Monitor. Die Senderleitung in ihrem Privatbüro ließ alles stehen und liegen, um sie anzugaffen. War es eine Spiegelung des Lichts, oder schimmerte da am Rand des tückischen Ausschnitts tatsächlich das rosige Ende einer Brustwarze hervor?
—Mach weiter, Daniela… gib uns mehr —presste Rolando hervor.
Die Nachrichtensendung hätte längst zum nächsten Beitrag wechseln sollen, aber die Produktion entschied, den Wetterbericht zu verlängern. Mehr Sendezeit. Mehr Daniela.
—Und nachts… —hauchte sie, bewegte kaum die Schultern und brachte das Kleid dazu, noch ein Stück weiter zu rutschen.
Der Zweifel wurde unerträglich. Die Kameraleute schluckten, die Assistenten erstarrten. Daniela spürte, wie es wie ein elektrischer Schauer durch sie lief: aufgestaute Begierde, gehemmt, im Raum wie Nebel hängend. Sie brauchte die Worte nicht zu hören, um zu wissen, was alle dachten. Sie sah es in den auf sie gehefteten Augen, in den verkrampften Händen an den Reglern, in der Beule, die einer der Operatoren an der Tischkante zu verbergen versuchte. Unter dem Kleid benetzte ihre nasse Fotze die Innenseite ihrer Schenkel.
Und dann, mitten in diesem Taumel, lächelte sie. Ein königliches Lächeln, das einer Frau, die ihre Macht kennt. Sie drehte sich mit derselben katzenhaften Anmut, mit der sie die ganze Nacht getanzt hatte, und ließ die Schwerkraft den Rest erledigen. Der Träger glitt ihr einen Hauch von der Schulter, und für einen endlosen Moment entblößte der feine Stoff das Verbotene: ein Blitz nackter Haut, die runde Brust in der Luft, die dunkle, steife Brustwarze unter den Scheinwerfern glänzend, bevor das Bild in Schwarz überging.
Das Set fiel in absolutes Schweigen. Niemand rührte sich.
—Daniela, Schätzchen… jetzt werden alle über dich reden —hauchte Rolando, die Mundwinkel zufrieden nach oben gezogen.
Sie stand reglos da, spürte noch die Hitze der Scheinwerfer auf der Haut, die Brust hob und senkte sich mit ihrem heftigen Atem. Es gab kein Zurück mehr.
***
Als sie am nächsten Morgen ins Fitnessstudio kam, spürte sie noch immer das Echo der vergangenen Nacht. Elektronische Musik dröhnte durch die Wände, vermischte sich mit dem Klang der Geräte und dem Keuchen der angestrengten Körper. Mit einer Wasserflasche in der einen und dem Handy in der anderen Hand ging sie zwischen den Geräten hindurch. Aber etwas war anders.
Die Blicke bohrten sich hartnäckiger in sie hinein. Es war nicht nur ihre enge Sportkleidung oder die Art, wie der graue Stoff ihren Hintern mit unanständiger Präzision modellierte, die Arschfalte und die weiche Wölbung ihres Unterleibs vorn abzeichnete. Es war etwas Neues, etwas, das sie nicht ignorieren konnte. Männer, die sie vorher kaum beachtet hatten, wandten jetzt den Blick ab, wenn sie den Kopf hob. Andere, dreistere, scannten sie unverhohlen von oben bis unten, blieben an den Brüsten hängen, glitten über den Bauch hinab und fixierten den Bogen zwischen ihren Beinen.
Sie setzte sich an die Beinpresse und versuchte, sich auf die Spannung ihrer Muskeln zu konzentrieren, aber ein Gespräch in der Nähe riss sie heraus. Zwei Männer um die Vierzig, durchtrainierte Körper, redeten neben den Hanteln mit jener trägen Gelassenheit von Leuten, die glauben, niemand höre ihnen zu.
—Ich schwöre dir, Bruder, ich hatte die Kleine bis jetzt gar nicht auf dem Schirm… aber gestern Abend habe ich mich fast am Essen verschluckt.
—Sag’s mir nicht. Meine Frau saß im Wohnzimmer und ich mit dem Handy unterm Tisch, das Video am Anschauen. Mir stand das Ding so hart, dass ich fast die Hose zerrissen hätte.
Gedämpftes Lachen. Daniela spürte einen Schauer im Nacken.
—Hast du es?
—Klar doch. Ich hab’s gespeichert, sobald ich’s gesehen habe. Das lösche ich nicht mehr. Gestern Nacht hab ich mir zweimal einen runtergeholt, nur wegen dieses Frames, dem mit der Brustwarze.
Dann ertönte eine Benachrichtigung und gleich danach das unverkennbare Echo eines Videos, das mit kaum gedämpfter Lautstärke ablief. Daniela erkannte ihre eigene Stimme, den professionellen Tonfall, mit dem sie am Vorabend den Wetterbericht präsentiert hatte. Der entscheidende Moment kam in Sekunden.
—Sieh dir das an… da, da… siehst du diese Brustwarze? Schau mal, wie steif die ist, die Schlampe.
Ihr Magen zog sich zusammen.
—Die ist so heiß. Und dieses Kleid… als hätte sie nichts darunter an.
—Ich wette um was du willst, dass sie nichts drunter hatte —sagte der andere mit vor Lust heiserer Stimme—. Die Frau will gefickt werden. Ich würde sie auf alle viere stellen und ihr den Arsch so lange aufreißen, bis sie weint.
—Ich würd ihr den Schwanz in den Mund schieben und sie alles schlucken lassen. Schau nur, wie sie in die Kamera schaut. Die will Schwanz, Bruder, die bettelt darum.
Sie lachten leise, schmutzig vertraut. Ein Hitzeschub stieg Daniela in die Brust, explodierte in ihrer Kehle, in ihrem Bauch, in ihren Schenkeln. Sie hätte wütend, beleidigt sein müssen. Sie wusste, dass genau das das Richtige gewesen wäre. Aber sie fühlte es nicht.
Ihr Atem beschleunigte sich. Ein verräterischer Puls pochte zwischen ihren Beinen. Sie wussten nicht, dass sie da war, nur wenige Meter entfernt, und hörte zu, wie sie ihren Körper frech sezierten, als gehöre ihre freigelegte Haut auf dem Bildschirm ihnen rechtmäßig. Und das Schlimmste war, dass sie recht hatten. Sie wollte, dass man sie ansah. Sie wollte, dass sie sich auf sie einen runterholten. Sie wollte, in einer dunklen, neuen Ecke ihres Kopfes, eine fremde Pulle spüren, die sie auseinander machte.
Es war kein Unfall gewesen. Sie hatte gespürt, wie das Kleid verrutschte, und nichts getan, um es aufzuhalten. Sie hatte die Hitze all dieser Blicke gespürt und sich nicht kleiner gemacht, sondern sich noch schamloser gezeigt. Sie hatte gewollt, dass man ihre Brust sah. Sie hatte gewollt, dass man sie sich nackt, offen, bereit vorstellte.
Sie stand vom Gerät auf, nahm ihr Handtuch und ging mit schnellen, fast automatischen Schritten zu den Umkleiden, ohne sich umzusehen. Ihre Haut brannte, der Puls pochte in ihren Schläfen. Die Lycra klebte an ihrer nassen Fotze, zeichnete die geschwollenen Lippen wie eine zweite Haut ab. Mit jedem Schritt spürte sie, wie sich der Stoff zwischen ihren Arschbacken grub und an ihrer Klitoris rieb, und jede Reibung war ein Stromstoß, der sie zwang, den Kiefer zusammenzupressen, um im Flur nicht zu stöhnen.
Sie stieß die Toilettentür auf, schloss sich in einer Kabine ein und legte beide Hände gegen die Wand, um wieder Luft zu bekommen. Aber die Hitze war noch da, hatte sich in ihrem Bauch festgesetzt, vibrierend, unerträglich.
Ich kann nicht… ich darf nicht…
Das Echo jener Stimmen hallte noch immer in ihrem Kopf. Sie lehnte die Stirn gegen die geschlossene Tür und spürte, wie das Pochen zwischen ihren Beinen stärker wurde. Draußen gingen die Stimmen aus der Umkleide hin und her zwischen gelöstem Lachen, anlaufenden Duschen, summenden Föhnen. Alles so normal, so alltäglich, während sie in einem Feuer brannte, das sie nicht zu löschen wusste.
Ihre Hand glitt langsam hinab, über die Taille der engen Lycra. Die zitternden Finger schoben sich unter den Bund und fanden zuerst die weichen Schamhaare, dann die feuchte Hitze, die tiefer unten auf sie wartete. Der Kontakt mit ihrer eigenen warmen Haut ließ sie erzittern. Sie war triefend nass. Die Finger versanken mit einem klebrigen Schmatzen, kaum dass sie die Lippen berührte, und ein warmer, säuerlicher Geruch nach läufigem Weibchen stieg aus ihrem Schritt zu ihrer Nase. Sie biss sich auf die Unterlippe, während ihre Finger in die Feuchtigkeit ihrer Spalte eindrangen, und unterdrückte ein Stöhnen, als die Fingerkuppe ihre geschwollene Klitoris streifte, hart wie eine kleine Perle unter der Berührung.
Hast du diese Brustwarze gesehen?
Ihr Körper bog sich mit der Erinnerung, die Hüfte drückte unwillkürlich gegen ihre eigene Hand. Mit der anderen schob sie sich unter das Sportshirt, hakte den Rand des Tops ein und zog es hoch, befreite die Brüste. Sie kneifte die linke Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger, drehte sie, zog sie in die Länge, und ein elektrischer Strom lief ihr direkt in die Fotze.
Die Frau will gefickt werden.
Ihre Finger wurden drängender. Sie glitt durch die nasse Spalte, spreizte die Lippen und ließ zwei Finger tief eindringen. Ein ersticktes Keuchen entwich ihr. Die Finger glitten mit obszöner Leichtigkeit hinein, die Fotze sog sie gierig ein. Sie zog sie wieder heraus und stieß sie erneut hinein, setzte einen langsamen, tiefen Rhythmus, hörte das nasse Geräusch, das ihr eigenes Fleisch beim Aufnehmen machte. Mit dem Daumen rieb sie die Klitoris kreisend, immer fester, immer härter.
In ihrem Kopf hörte sie sie. Mir stand das Ding so hart. Ich würd ihr den Arsch aufreißen. Ich würd ihr den Schwanz in den Mund schieben. Sie stellte sich den Kameramann mit der Beule vor, wie er ihn sich genau dort, im Studio, herausnahm und ihr befahl, auf die Knie zu gehen. Sie sah sich selbst den Mund öffnen, die heiße Spitze eines fremden Schwanzes auf der Zunge spüren, den salzigen Vorsamen kosten. Sie sah sich von hinten, gegen das Mischpult gelehnt, das rote Kleid bis zur Taille hochgezogen und Rolando, der sie von hinten aufriss, ihn mit einem einzigen Stoß ganz in sie hineintrieb, während die Nachrichtensendung weiter live lief.
Ihre Hüften fanden einen unwillkürlichen Rhythmus, ritten auf ihrer eigenen Hand, bewegten sich gegen die Finger wie gegen einen echten Schwanz. Die andere Hand klammerte sich an die Tür, die Knöchel weiß. Das Echo von Schritten, die in die Toilette kamen, ließ sie den Atem anhalten. Neue Stimmen, das Lachen von Frauen vor dem Spiegel.
Daniela blieb reglos, der Brustkorb hob und senkte sich heftig, die Finger bis zum Knöchel in ihrer Fotze. Wenn sie sie entdeckten… Schon der Gedanke ließ sie zittern, doch statt aufzuhören, steigerte sich die Erregung nur. Sollen sie es hören. Sollen sie wissen, dass die Wetterfrau es sich hier direkt macht, mit den Fingern voller ihres eigenen Safts. Sie glitt wieder mit den Fingern hinein, tiefer, verzweifelter, fickte sich ohne Erbarmen selbst, suchte den genauen Winkel, der sie wahnsinnig machte. Sie fand diesen rauen Punkt innen, und die Knie gaben ihr fast nach.
Ihr ganzer Körper spannte sich vor der Gefahr an, vor der Perversion, sich nur wenige Meter von Fremden zu berühren, die keine Ahnung hatten, was hinter der Tür geschah. Mit der freien Hand kniff sie wieder ihre Brustwarze, fest, bis der Schmerz sie zwischen den Zähnen atmen ließ. Sie stellte sich einen Mund vor, der daran saugt, der hineinbeißt. Sie stellte sich zwei Männer gleichzeitig vor, einer, der sie von vorn nahm, und ein anderer, der sie im Mund fickte, sie mit dem Schwanz erstickte, während der andere ihre Fotze knistern ließ.
Das Vergnügen sammelte sich in ihr, ein glutheißer Knoten kurz vor der Explosion. Die Fotze begann sich rhythmisch um ihre Finger zusammenzuziehen, die inneren Muskeln zitterten, warnten. Sie biss sich auf die Zunge. Ihr Rücken bog sich gegen die Wand, die freie Hand stieg zu ihrem Mund, um ihr Keuchen zu dämpfen, während die Finger das Tempo erhöhten, jede Berührung schamloser, wilder. Sie fickte sich jetzt mit drei Fingern, die Handfläche schlug bei jedem Stoß gegen die Klitoris, das nasse Geräusch so deutlich, dass es ihr zugleich Angst und Lust machte.
—Hast du das gehört? —flüsterte eine der Frauen draußen.
Daniela erstarrte. Angst, Gefahr, die Möglichkeit, entdeckt zu werden, trieben sie an den Rand. Und dann, mit einem letzten brutalen Strich des Daumens über die Klitoris, brach sie zusammen. Der Orgasmus durchfuhr sie wie ein elektrischer Schlag. Die Fotze krampfte sich in heftigen Stößen um ihre Finger zusammen, stieß eine heiße Welle aus, die ihre Hand bis zum Handgelenk durchnässte und die Innenseite ihrer Schenkel hinablief, die graue Lycra mit einem dunklen, obszönen Fleck beschmutzte. Ihr Rücken bog sich, die Schenkel pressten sich um ihre Hand, die andere drückte sich mit aller Kraft auf ihren Mund, um jedes verräterische Geräusch zu ersticken. Sie spürte, wie sie sich für endlose Sekunden kam, Welle um Welle, während sie die Finger weiter bewegte, unfähig anzuhalten.
Als sie die Hand endlich herauszog, zitterte sie am ganzen Körper. Die Finger glänzten, klebrig, mit dickem Saft bedeckt. Sie führte sie, ohne nachzudenken, an die Lippen und saugte sie nacheinander ab, kostete ihren eigenen salzigen Geschmack, während ihr Herz noch gegen die Rippen hämmerte.
Das Vergnügen ließ sie zitternd zurück, die Stirn an die Tür gelehnt, den Atem unregelmäßig und das Herz gegen die Rippen pochend. Die Frauen auf der anderen Seite setzten ihr Gespräch fort, ahnungslos, was nur wenige Meter von ihnen entfernt geschehen war.
Sie schloss die Augen, spürte den Schweiß den Hals hinablaufen, die Feuchtigkeit an den Schenkeln kleben, das Gewicht dessen, was sie gerade getan hatte. Und tief in ihrem Kopf, jenseits der Schuld, jenseits der Verwirrung, klammerte sich eine dunkle Wahrheit an ihre Haut wie ein unauslöschliches Tattoo.
Es hatte ihr gefallen. Und das Schlimmste war, dass sie mehr wollte.