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Relatos Ardientes

Die Nacht, in der die vier die Grenze überschritten

Das Abendessen am Samstag sah ganz und gar aus wie jedes andere. Die vier trafen sich seit Jahren alle zwei oder drei Wochen bei jemandem zu Hause, immer mit derselben Flasche Ribera del Duero, die Marcos auf dem Weg kaufte, immer mit denselben Witzen, die niemand zu Ende erzählte, weil alle die Pointe kannten. Doch an diesem Abend lag seit dem Moment vor dem Hinsetzen etwas in der Luft, das keiner benennen wollte.

Vielleicht war es der Blick, den Valentina und Diego sich beim Dessert zuwarfen, dieser Sekundenbruchteil, der viel zu lang war, um Zufall zu sein. Oder die Art, wie Marcos Sandra an der Schulter streifte, als er ihr bei der Ankunft den Mantel abnahm, eine kleine Geste, die für bloße Höflichkeit viel zu intim war. Oder einfach der Wein und die angesammelten vier Jahre an Gesprächen nach dem Essen, jedes einzelne mit einer Spannung, die sich nie ganz entlud.

Diego war derjenige, der es aussprach. Er hatte es nicht geplant. Oder vielleicht hatte er es monatelang geplant, ohne es sich einzugestehen.

Die Frage hing über dem Tisch, zwischen den Gläsern und den Resten des Desserts.

Das Schweigen danach war weder schockiert noch ablehnend. Es war die Art Schweigen, die entsteht, wenn niemand der Erste sein will, der sich bewegt, aber auch niemand vorhat aufzustehen und zu gehen.

Sandras war die erste. Ohne Eile und ohne Theater. Sie stand auf, nahm ihr Glas und sagte:

— Das hängt von euch ab.

Als sie an Valentina vorbeiging, sah sie sie an. Nichts Offenes. Nur ein Blick, in dem es keinen Zweifel mehr gab. Valentina legte die Serviette auf den Tisch und stand ebenfalls auf. Keine von beiden sagte noch ein Wort. Der Flur schluckte sie. Eine Tür fiel ins Schloss. Dann noch eine. Das Wohnzimmer blieb still zurück.

***

Diego schenkte sich den Rest aus der Flasche ein. Marcos blieb am Fenster stehen, die Arme verschränkt, und sah auf die Straße.

— Wir kennen uns seit vielen Jahren — sagte Diego.

— Ich weiß.

— Zu vielen, als dass das hier alles kaputtmachen dürfte.

Marcos drehte sich um. Sein Blick war direkt, ohne Zugeständnisse.

— Oder zu vielen, um weiter so zu tun, als gäbe es das nicht.

Diego stellte das Glas auf den Tisch. Im Ton von Marcos lag etwas, das jeden Seitenausweg abschnitt. Das Gespräch war das, was es war, und beide wussten es.

— Und wenn sich alles ändert? — fragte Diego.

— Es hat sich schon geändert, als du es laut ausgesprochen hast.

Diego nickte. Es gab gewisse Schwellen, die man nicht mehr zurücküberschreiten konnte: nicht wegen dessen, was danach kam, sondern wegen des bloßen Aussprechens.

— Hattest du es schon entschieden?

Marcos brauchte einen Moment, um zu antworten.

— Ich denke seit Längerem an Sandra. Und du weißt das.

— Ja — gab Diego zu —. Und ich denke seit Längerem an Valentina.

Niemand fügte etwas hinzu. Es war nicht nötig.

— Und deine Schuldgefühle? — fragte Marcos.

— Die habe ich. Und deine?

— Auch. Aber ich bin damit im Reinen.

Diego sah zum Flur. Zwei geschlossene Türen. Hinter jeder eine Antwort.

— Glaubst du, sie…?

— Sie haben es schon vor uns entschieden — sagte Marcos.

Eine kurze Pause. Von der Sorte, die etwas Irreversibles ankündigt.

— Gut — sagte Diego.

Mehr musste nicht gesagt werden. Jeder nahm seinen Weg.

***

Diego blieb vor der Tür zum Gästezimmer stehen. Unter der Türschwelle schimmerte Licht. Er klopfte nicht. Er drehte den Knauf und trat ein.

Valentina stand am Fenster, den Rollladen halb heruntergelassen. Das Licht der Nachttischlampe beleuchtete sie im Profil. Sie trug ein dünnes, cremefarbenes Spaghettiträger-Nachthemd, das ihr bis zur Mitte der Oberschenkel reichte. Als Diego hereinkam, drehte sie den Kopf, bewegte sich aber nicht von der Stelle.

— Du hast dir Zeit gelassen — sagte sie.

— Wir wollten noch ein bisschen nachdenken.

— Und Marcos?

— Ist ins andere Schlafzimmer gegangen.

Valentina nickte. Ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht, dasselbe, das sie zeigte, wenn etwas sie angenehm überraschte, sie es aber nicht zu deutlich werden lassen wollte.

— Dann ist es also entschieden — sagte sie.

Diego schloss die Tür. Der Raum roch nach ihrem Parfum, einem Duft, den er von Umarmungen an Heiligabend und Silvesterabschieden kannte, der dort aber, in diesem Zusammenhang, etwas anderes bedeutete. Etwas, das wenig mit Gewohnheit und viel mit Verlangen zu tun hatte.

— Wie lange denkst du schon darüber nach? — fragte Diego.

Valentina legte den Kopf schief.

— Seit wann willst du, dass ich es sage?

— Seit dem ehrlichen Anfang.

Sie brauchte einen Moment.

— Seit Marcos’ und Sandras Hochzeit. Als wir den letzten Tanz getanzt haben und du über etwas gelacht hast, das ich gesagt hatte, und mich nicht losgelassen hast, als die Musik aufhörte.

Diego erinnerte sich an diesen Moment mit völliger Klarheit. Valentina in dem dunkelblauen Kleid. Der Geruch ihres Haares. Die Art, wie seine Hände nach dem Ende des Liedes einen Sekundenbruchteil zu lange auf ihrer Taille gelegen hatten.

— Ich dachte, du hättest das nicht bemerkt — sagte er.

— Ich habe alles bemerkt.

Valentina machte einen Schritt auf ihn zu. Nicht abrupt. Eher wie jemand, der keinen Grund mehr hat, so zu tun, als wolle er nicht näher kommen.

— Und du? — fragte sie.

— Ich denke seit Jahren, dass ich sehr viel Glück habe, dass Marcos mein Freund ist und nicht mein Rivale.

Valentina lachte kurz und echt auf.

— Das ist das Ehrlichste, was ich dich seit Langem habe sagen hören.

Sie waren sich nähergekommen, ohne dass einer den genauen Moment benannt hätte. Diego konnte den Ansatz ihres Halses sehen, das Schlüsselbein, den dünnen Stoff des Nachthemds, der in diesem direkten Licht kaum etwas verbarg. Ihre Brustwarzen zeichneten sich hart unter dem Stoff ab, hart schon vor purer aufgestauter Lust, und Diego verbarg seinen Blick nicht.

— Bist du sicher? — fragte er.

— Ich bin seit viel zu langer Zeit sicher. Fick mich jetzt, Diego. Ich denke seit Jahren darüber nach, wie du ihn hast.

Als er sie küsste, gab es keine Ungeschicklichkeit. Es war, als wüssten ihre Münder längst, wie sie zusammenpassten. Valentina legte die Hände auf seine Brust, und er schloss die Arme um ihre Taille und zog sie an sich. Das Nachthemd war dünn. Er spürte die Wärme ihres Körpers durch den Stoff, die Rundung ihrer Hüfte unter seinen Handflächen. Er zog ihr das Nachthemd mit einem Ruck hoch und packte ihren nackten Hintern mit beiden Händen, drückte das Fleisch, spreizte mit den Fingern ihre Pobacken. Valentina stieß ein kurzes Stöhnen gegen seinen Mund aus und biss ihm in die Unterlippe.

— Verdammt — murmelte sie —. Du spürst schon, wie nass ich bin.

Diego führte eine Hand nach vorn, zwischen ihre Schenkel. Valentinas Möse war durchnässt, die Lippen geschwollen, das Schamhaar kurz geschnitten und weich. Er schob zwei Finger hinein, ohne auf Widerstand zu stoßen, und sie bog den Rücken durch, wobei ihr ein dumpfes Keuchen entwich.

— Sieh dich an — sagte er mit dem Mund an ihrem Ohr —. Du tropfst.

— Ich bin seit dem Dessert so.

Diego bewegte die Finger in ihr, krümmte sie, suchte. Valentina öffnete die Beine, um ihm Zugang zu geben, und klammerte sich an seine Schultern. Mit dem Daumen strich er über ihren geschwollenen Kitzler, und sie stöhnte lauter auf.

— So kann ich nicht stehen bleiben — sagte Valentina —. Bring mich ins Bett.

Sie lösten sich nur um wenige Zentimeter voneinander.

— Weißt du, was ich seltsam finde? — sagte Valentina leise.

— Was?

— Dass ich mich nicht sonderbarer fühle, als ich mich fühle.

— Mir geht es genauso.

Er führte sie zum Bett. Sie setzte sich auf die Kante und sah zu ihm auf, mit jener Ruhe, die sie manchmal hatte, dieser Art zu beobachten, die ihr Zeit gab zu entscheiden, ob es real war oder nicht. Diego kniete sich vor sie, nahm ihr Gesicht mit beiden Händen und küsste sie erneut. Jetzt langsamer. Mit mehr Absicht.

Valentinas Hände wanderten zu seinem Hemd. Sie begann es mit einer Konzentration aufzuknöpfen, die Diego unglaublich erotisch fand: diese methodische Geste, ohne Eile, als hätte sie die ganze Nacht vor sich und wüsste es.

— Ich zieh dir alles aus — sagte sie, fast vor sich hin.

Diego half ihr bei der Hose. Als sie auf den Boden fiel, zog Valentina ihm die Boxershorts mit einem Ruck herunter, und sein harter Schwanz schnellte ihr ins Gesicht. Sie blieb einen Moment lang stehen und betrachtete ihn mit einem halben Lächeln.

— Genau so hab ich ihn mir vorgestellt.

— Und wie hast du ihn dir vorgestellt?

— So dick. So hart.

Sie packte ihn mit einer Hand am Ansatz und leckte mit der Zunge einmal die ganze Unterseite entlang, von den Eiern bis zur Eichel. Diego schloss die Augen und legte ihr eine Hand ins Haar. Valentina nahm die Spitze in den Mund, spielte mit der Zunge darum herum, schluckte ihn dann Stück für Stück, bis sie die Eichel an ihrem Rachen spürte. Sie sah ihn von unten an, mit dem Schwanz im Mund, die Augen feucht, und Diego dachte, dass er sich diese Augen seit Jahren genau so vorgestellt hatte.

— Verdammt, Valentina.

Sie zog ihn langsam heraus, ein Faden Speichel zwischen ihren Lippen und der Eichel.

— Ich hab viel zu lange Lust gehabt, ihn dir zu blasen.

Sie nahm ihn wieder in den Mund, diesmal im Rhythmus. Diego spürte, wie sie ihn mit der Zunge gegen den Gaumen drückte, wie sie seine Eier mit der anderen Hand streichelte. Valentina lutschte mit aufgestautem Hunger, ohne Zieren, mit jener konzentrierten Hingabe, die sie bei allem zeigte, wenn sie es wirklich tun wollte.

— Wenn du so weitermachst, komme ich dir in den Mund — sagte Diego, die Stimme schon brüchig.

— Noch nicht — antwortete sie und ließ ihn mit einem nassen Kuss an der Spitze los —. Erst leckst du mich.

Sie legte sich hin, schob das Nachthemd bis zur Taille hoch und spreizte die Beine. Sie sahen sich einen Moment lang an, beide nackt, mit dem gedämpften Licht an und ohne etwas zu verbergen.

— Ich habe mir das seit Jahren vorgestellt — sagte Diego.

— Und?

— Besser.

Er legte sie ganz hin. Er begann mit ihrem Hals, glitt hinunter zum Schlüsselbein, weiter zu ihren Brüsten. Er fing sich eine Brustwarze mit den Lippen und saugte kräftig daran, dann fuhr er mit den Zähnen darüber. Valentina sog scharf die Luft ein. Mit der anderen Brust tat er dasselbe, biss in die Brustwarze, bis sie den Rücken durchbog. Er leckte über die Furche zwischen ihren Brüsten, die Magengrube, den Bauchnabel.

Als er weiter unten ankam, legte Valentina ihm eine Hand auf den Kopf, nicht um ihn zu drücken, nur um ihn dort zu lassen, als würde sie sich festhalten.

— Da — sagte sie.

Mehr musste nicht gesagt werden. Diego spreizte mit zwei Fingern ihre Schamlippen und ging direkt los. Er zog mit der ganzen Zunge über ihre Spalte, von unten nach oben, und kostete sie aus. Valentina schmeckte salzig und noch nach etwas Vertrauterem, ein Geschmack, der ihn tiefer hineintreiben ließ. Er kreiste mit der Zungenspitze um ihren Kitzler, langsam, dann saugte er mit geschlossenen Lippen daran.

— Ah, verdammt — keuchte sie —. Genau so.

Er leckte mit der Zunge in sie hinein, fickte sie damit, dann kehrte er zum Kitzler zurück. Mit einem Finger drang er in ihre Möse ein, während er weiter an ihrer Lustperle saugte, und fand ihren inneren Punkt innerhalb von Sekunden. Valentina hob die Hüften gegen seinen Mund.

In dem Moment hörten sie es. Fern, aber unverkennbar. Das rhythmische Knarren eines Bettgestells auf der anderen Seite der Wand. Beide erstarrten einen Augenblick lang.

Valentina war die Erste, die reagierte.

— Sieht aus, als hätten die beiden nicht so lange gebraucht.

— Oder sie sind direkter — erwiderte Diego, die Lippen feucht glänzend.

— Oder beides — sagte sie mit einem Lächeln, das er hörte, obwohl er es von dort, wo er war, nicht sah —. Hör nicht auf. Sollen sie uns hören, wenn sie wollen.

Diego nahm wieder auf, was er getan hatte. Diesmal konnte Valentina nicht still bleiben.

— Langsamer — bat sie —. So, verdammt, so, mit flacher Zunge.

Diego gehorchte. Er lernte ihren Körper mit Geduld, achtete auf jedes Zeichen. Er schob einen weiteren Finger hinein, jetzt zwei, bewegte sie mit der Gabel gegen ihren inneren Punkt, während er sie unablässig leckte. Valentina war großzügig mit ihren Reaktionen. Sie täuschte nichts vor. Wenn ihr etwas gefiel, merkte man es ohne jeden Zweifel: Ihre Schenkel spannten sich um Diegos Kopf, ihr entglitten diese gutturalen Laute, die sie nicht unterdrücken konnte.

— Diego — sagte sie nach einer Weile mit veränderter Stimme —. Hör auf. Hör auf, sonst komme ich und ich will, dass du mich fickst.

— Was?

— Komm her. Fick mich jetzt.

Sie zog ihn nach oben. Sie küsste ihn mit einer anderen Intensität als zuvor, drängender, saugte seinen eigenen Geschmack aus seinem Mund, als wäre das Warten endgültig vorbei. Sie packte seinen Schwanz, führte ihn zu ihrer Möse und rieb die Eichel an ihren durchnässten Lippen auf und ab, drückte sie gegen ihren Kitzler.

— Steck ihn mir ganz rein — sagte sie —. Auf einmal.

Als Diego in sie eindrang, erstarrten beide für einen Augenblick. Nicht aus Zweifel. Im Gegenteil. Um ihn ganz zu spüren. Valentina war eng, heiß, Diegos Schwanz saß bis zum Ansatz gegen ihren Knochen.

— Gut — sagte Valentina ganz leise —. So gut hast du ihn.

Sie begannen langsam. Sie fanden mühelos einen Rhythmus, als hätten ihre Körper schon lange etwas geübt, das ihre Köpfe aufgeschoben hatten. Diego zog sich fast ganz heraus und stieß wieder bis zum Anschlag hinein, spürte, wie sich Valentinas Möse bei jedem Stoß zusammenzog.

Valentina küsste ihn an der Kieferlinie, am Hals, an der Schulter, ohne sich unter ihm nicht zu bewegen. Diego nahm jedes Detail an ihr wahr: die Art, wie sie die Beine um seine Taille spannte, um den Takt vorzugeben, die Temperatur ihrer Haut auf seiner, die Weise, wie sie mit leicht geöffnetem Mund atmete, wenn sie die Augen schloss. Er packte mit der freien Hand eine Brust und drückte sie, spielte mit der Brustwarze zwischen den Fingern.

— Fester — bat sie —. Behandel mich nicht, als wäre ich aus Glas.

Diego legte die Hände neben ihren Kopf und begann kräftig zu stoßen. Das Bettgestell des Gästezimmers stimmte in das Konzert ein, das von der Nachbarwand herüberkam. Jeder Stoß riss Valentina ein kurzes Keuchen aus der Tiefe ihrer Brust.

— Genau so, verdammt, genau so.

Aus dem Nebenzimmer kam für einen Moment ein deutlicheres Geräusch. Ein kurzer, unverkennbarer Schrei von Sandra, gefolgt von Marcos’ tiefer Stimme, die ihr etwas sagte, das nicht zu verstehen war. Diego hörte es. Valentina auch. Keiner hielt an. Keiner änderte den Rhythmus.

Es war, wie es war. Die vier hatten es gewählt.

— Stell mich auf alle viere — sagte Valentina plötzlich —. Ich will, dass du mich von hinten fickst.

Diego zog sich heraus, und sie drehte sich allein um, stützte sich auf Knie und Ellbogen, machte den Rücken durchgebogen, um ihm ihren Hintern anzubieten. Diego kniete sich hinter sie, fuhr ihr mit einer Hand über den Rücken bis ins Haar, und mit der anderen führte er seinen Schwanz zu ihrer geöffneten Möse. Mit einem einzigen Stoß drang er bis zum Anschlag ein. Valentina stieß ein langes Stöhnen in das Kissen.

— Gott, so, so, alles rein.

Er begann, sie ohne Erbarmen zu ficken. Valentinas Hintern prallte bei jedem Hineinstoßen mit einem feuchten, klatschenden Laut gegen seine Hüften. Diego sah ihren durchgebogenen Rücken, das zerzauste Haar, den verschwitzten Nacken und verspürte eine raue Besitzgier, die ihn selbst überraschte. Er legte den Daumen an ihre Rosette und drückte nur leicht, ohne einzudringen, und Valentina stöhnte lauter.

— Gefällt dir das? — fragte er.

— Mit dir gefällt mir alles, verdammt. Alles.

Valentina krallte sich in seinen Rücken, als sie den passenden Takt gefunden hatten. Diego merkte, dass ihr Atem kürzer wurde, dass sich die Muskeln ihres Bauchs in Wellen anspannten, dass ihre Möse begann, seinen Schwanz mit rhythmischen Kontraktionen zu umschließen.

— Ich komme — keuchte sie —. Nicht aufhören. Nicht aufhören. Nicht aufhören.

Er hörte nicht auf.

Er erhöhte das Tempo. Valentina hob die Hüften, um sich ihm entgegenzuwerfen, passte sich jeder Bewegung an, und diese präzise Anpassung, dieser Moment, in dem zwei Körper genau die ersehnte Synchronität finden, brachte beide dazu, nicht mehr ganz still sein zu können.

Als Valentina kam, tat sie es mit in die Matratze gepressten Fersen, einem kurzen, gedämpften Laut, als hätte sie beschlossen, nicht allzu viel Lärm zu machen. Ihre Möse schloss sich in Zuckungen um Diegos Schwanz, die ihn beinahe überrannten. Diese Selbstbeherrschung fand Diego erregender als alles andere in dieser Nacht.

— Komm du — sagte sie, noch immer keuchend, den Kopf über die Schulter gedreht, um ihn anzusehen —. Wohin du willst. Drinnen, oben drauf. Wohin du willst.

— Oben drauf.

Diego zog sich heraus, schüttelte sich zweimal mit der Hand und spritzte seine Ladung auf ihren Hintern und den unteren Rücken. Dicke, weiße Strahlen liefen zwischen Valentinas Pobacken hinab. Sie blieb still stehen, ließ sich benetzen, fuhr sich dann mit zwei Fingern über die beschmierte Haut und steckte sie sich in den Mund, ohne ihn aus den Augen zu lassen.

Sie brachen auf die Matratze zusammen, ineinander verschlungen, atemlos, die Decke über sich.

— Es hat sich gelohnt — sagte Valentina, die Augen noch immer geschlossen.

Diego lächelte in der Dunkelheit.

— Ja.

***

Es war weit nach drei Uhr morgens, als die vier sich in der Küche wiederfanden.

Es gab keine Planung. Sie tauchten einfach nacheinander auf, mit demselben Impuls, etwas zu trinken und nicht allein mit dem zu bleiben, was sie gerade getan hatten. Marcos füllte vier Gläser mit Wasser. Niemand sagte für einen Moment etwas.

Sandra war diejenige, die das Schweigen brach.

— Will jemand Kaffee?

Ein Lachen. Zuerst leise, dann breiter. Die vier lachten über diese absurde und zugleich vollkommen passende Frage, die genau das war, was sie brauchten.

— Ich — sagte Valentina.

— Ich auch — fügte Diego hinzu.

Marcos schaltete die Kaffeemaschine ein. Die Unterhaltung danach war seltsam in ihrer Normalität. Sie sprachen über belanglose Dinge. Über den Regen, der stärker geworden war. Über einen Film, den niemand zu Ende gesehen hatte. Darüber, ob noch etwas vom Dessert übrig war.

Niemand fragte etwas. Niemand musste noch fragen.

Als der Kaffee fertig war, setzten sie sich um denselben Tisch, an dem sie Stunden zuvor gegessen hatten. Die leere Flasche Ribera del Duero stand noch immer in der Mitte, wie ein stummer Zeuge von allem, was seit dem Dessert geschehen war.

Diego sah Valentina an. Sie hielt seinem Blick einen Moment lang stand und senkte ihn dann zu ihrer Tasse.

Marcos und Sandra berührten sich mit den Fingern über der Tischdecke, eine kleine Geste, die vieles bedeuten konnte.

Niemand sagte: »Und jetzt?«

Diese Frage konnte bis zum nächsten Tag warten.

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