Mit meiner Mutter eingesperrt, hörten wir auf zu tun, als ob
Marisol und Adrián lagen noch immer im selben schmalen Bett, nebeneinander. Die weißen Wände hatten sich nicht verändert, auch nicht das konstante Deckenlicht, nicht das zeitlose Schweigen dieses Ortes, den ihre Entführer als Labor benutzten. Draußen war nichts anders. Anders war nur etwas in ihnen.
Zwischen ihren Körpern blieb kein vorsichtiger Abstand mehr. Adrián, mit seinen dreiundzwanzig Jahren und einer Ruhe, die ihm selbst unbekannt war, legte ihr die offene Hand auf die Hüfte und ließ sie dort liegen, die Wärme ihrer Haut spürend. Marisol wich nicht zurück. Im Gegenteil, sie schmiegte sich zwischen langsamen, erkundenden Küssen an ihn, Küssen, die sie gaben, als hätten sie alle Zeit der Welt und nichts mehr zu verlieren.
—Deine Augen —murmelte er gegen ihre Wange—. Ich habe sie noch nie so klar gesehen. Wie das Meer zur Mittagszeit.
Sie lachte leise, ein weicher Laut, der ihr noch in der Kehle vibrierte.
—Weil ich bei dir bin —flüsterte sie und führte seine Hand an ihre Lippen, um seine Knöchel zu küssen.
Das ist viel zu perfekt, dachte Adrián, und der Zweifel kehrte wie ein kalter Schatten zurück.
—Und wenn das alles nicht echt ist? —sagte er laut—. Wenn sie uns falsche Erinnerungen in den Kopf pflanzen und mit uns spielen?
Marisol strich ihm eine feuchte Haarsträhne von der Stirn. Ihr Blick wurde ernst, fast schmerzhaft in seiner Ehrlichkeit.
—Ich denke das auch jede Sekunde —gab sie zu—. Und wenn das ein Traum wäre, wäre es das grausamste Ding im Universum. Aber ich schwöre dir, ich nehme das hier lieber als jede Wahrheit da draußen.
Für ihn reichten diese Worte. Er sah sie nicht mehr als Mutter an. Er sah sie als Frau: die breite Rundung ihrer Hüften, ihre schweren Brüste mit den dunklen, weiten Brustwarzen, die blasse Haut unter diesem seltsamen Licht, das schwarze, dichte Haar zwischen ihren kräftigen Schenkeln. Ein Weibchen, das ihn begehrte und das bereit war, es ihm ohne Schuld zu sagen.
Sie spürte die Last dieses Blicks und zum ersten Mal gefiel es ihr, so angesehen zu werden. Dass man sie beobachtete. Dass draußen die ganze Welt zusammenbrach. Hier, in diesem Bett, existierten nur die beiden.
Adrián küsste sie wieder. Es war kein ängstlicher oder verzweifelter Kuss. Es war ein Kuss, der forderte, der den Weg öffnete. Ihre Zungen suchten einander, verfingen sich, glitten aus einem Mund in den anderen und wieder zurück in einem feuchten Rhythmus, der mehr sagte als jedes Versprechen. Er saugte ihre Unterlippe, biss sie ganz leicht, und spürte, wie sie in seinem Mund keuchte. Während sie sich küssten, spürte sie ihn hart gegen ihren Bauch, drängend, sein Schwanz zeichnete sich wie glühendes Eisen auf ihrer Haut ab und schlug den Takt für das, was kommen würde.
Marisol entschied, die Initiative zu übernehmen. Sie löste den Kuss langsam, mit vom Verlangen verdunkelten Augen, und ließ die Hand über den angespannten Bauch ihres Sohnes wandern, bis sie sich um seinen Schwanz schloss. Sie umfasste ihn fest, ohne die frühere Scheu, und begann, ihn von der Wurzel bis zur Spitze zu wichsen, langsam, absichtlich, jede geschwollene Ader unter ihrer Handfläche spürend. Mit dem Daumen verteilte sie den Tropfen, der bereits aus der Eichel hervortrat, und benutzte ihn als Gleitmittel, um die Faust besser auf und ab gleiten zu lassen. Adrián schloss die Augen und gab sich diesen Händen hin, die ihn kannten, seit er denken konnte, und die ihn nun auf andere Weise entdeckten, ihn dort berührten, wo niemand ihn berühren sollte.
—Wie groß du geworden bist, mein Schatz —murmelte sie heiser und drückte die Basis—. Schau, wie sie pocht.
Adrián stöhnte und wölbte die Hüften, den Schwanz gegen die Faust seiner Mutter stoßend. Sie machte weiter, jetzt schneller, und mit der anderen Hand streichelte sie seine Eier, wog sie in der Hand, zog ganz leicht an der Haut.
***
In ihr formte sich eine wilde, alles verschlingende Idee. Wenn das das Ende ist, dann soll es alles haben. Alle Erfahrungen. Ich bin seine Mutter, ja, aber ich bin auch die einzige Tür, die ihm zum Vergnügen noch bleibt. Ich werde ihm alle öffnen.
Sie hielt die Hand an. Adrián öffnete die Augen mit einer Frage im Blick.
—Es gibt so viele Dinge, die ich dich fühlen lassen will —sagte sie mit rauer Stimme—. Bevor… du weißt schon.
Er antwortete nicht mit Worten. Er legte ihr die Arme um den Nacken und zog sie in einen weiteren Kuss. Als sie sich keuchend voneinander lösten, sagte er ihr ins Ohr:
—Mit dir, alles. Ohne Grenzen. Du bist das einzige Universum, das mir jetzt wichtig ist.
Das war alles an Erlaubnis, das sie brauchte. Marisol bewegte sich mit einer Grazie, die selbst sie überraschte, drehte den Körper und setzte sich verkehrt herum auf ihn, auf die Knie, eine improvisierte Neunundsechzigstellung, ihr breiter Hintern und ihre geöffnete Fotze direkt über dem Gesicht ihres Sohnes. Sie beugte sich vor, bis sie Adriáns Schwanz wieder mit dem Mund fand. Sie leckte mit der Zunge über seine ganze Länge, von den Eiern bis zur Spitze, ein langsames, gieriges Lecken, und nahm ihn dann ganz bis in den Hals, schluckte ihn mit einem einzigen Zug.
Er konnte es nicht glauben. Wenige Zentimeter vor ihm lag das Verbotenste der Welt, echt, lebendig, angeboten. Das schwarze, lockige Haar, der dichte Geruch nach nasser Fotze und Haut, die üppigen Lippen, glänzend halb geöffnet, die Klitoris, die zwischen den Falten wie eine rosige Perle hervortrat. Von dort war er in die Welt gekommen, und nun bot sie sich ihm an, nicht um geboren zu werden, sondern um sich zu verlieren.
Er brauchte keine Anweisungen. Er packte ihre Hüften mit beiden Händen, grub die Finger in ihre Pobacken und tauchte mit der Zunge zwischen die Lippen seiner Mutter, ohne Angst, ohne Scham, wie ein durstiges Tier, das eine Oase findet. Die flache Zunge fuhr über jede Falte, drang tief ins Loch ein, kam heraus und stieß wieder hinein, kostete jene dicke Salzigkeit, die der Geschmack seiner in Hitze stehenden Mutter war. Er war ein Entdecker, der es eilig hatte, jeden Zentimeter eines neuen Territoriums zu erobern. Er spreizte ihre Lippen mit den Daumen und drückte das Gesicht so tief hinein, bis seine Nase an ihrem Arsch klebte und sein Mund diese durchnässte Fotze ganz verschlang.
Marisol stieß ein ersticktes Lachen aus, eine Mischung aus Überraschung und unanständigem Vergnügen. Sie spürte den vorwitzigen, hungrigen Mund ihres Sohnes, unerfahren und doch gierig, und das machte sie schier wahnsinnig vor Erregung. Gleichzeitig nahm sie ihn bis zum Anschlag, gab den tiefen Takt vor, sein Schwanz schlug gegen ihren Gaumen, während ihre freie Hand seine Eier mit einer Vertrautheit massierte, die er bei ihr nie für möglich gehalten hätte. Sie zog seinen Schwanz ganz heraus, sah ihn glitzernd von Speichel, spuckte auf die Eichel und nahm ihn bis zur Wurzel wieder in den Mund, mit Würgen und allem, ohne aufzuhören zu saugen, als hinge ihr Leben davon ab.
Sie saßen ineinander verhakt, ein geschlossener Kreislauf der Lust. Jeder Laut von ihr vibrierte gegen seinen Schwanz und jagte ihm Schauer bis in den Nacken. Jede Bewegung seiner Zunge ließ sie sich zusammenziehen und ihn noch fester zwischen den Schenkeln einklemmen, ihn in ihrem eigenen Fleisch ersticken. Sie nährten einander.
***
Von Neugier getrieben, erkundete Adrián mit der Zunge alles, was er konnte, bis er auf etwas anderes stieß: einen kleinen, festen Punkt, empfindlicher als der Rest. Er leckte ihn fast zufällig, und Marisol stieß einen gutturalen Laut aus, ein Geräusch, das aus ganz tief in ihr kam und ihr mit dem noch in ihrem Mund steckenden Schwanz entfuhr. Die Vibration ihrer Kehle ging direkt auf ihn über.
Das war der Punkt. Der Schlüssel. Die Klitoris seiner Mutter. Und er, mit der Wildheit dessen, der eben ein Geheimnis entdeckt hat, widmete sich nicht nur dem Lecken, sondern saugte sie ganz, umschloss sie mit den Lippen, saugte immer wieder daran, zog mit der Zungenspitze Kreise und lutschte gierig weiter, auf der Suche danach, ihr diesen Laut noch einmal zu entreißen. Er grub die Nägel in ihren Arsch, um sie an seinem Mund festzuhalten, fraß sich ohne Pause durch sie hindurch und wechselte zwischen Saugen und langen Leckern, die von der Klitoris bis zum Loch reichten.
Es war zu viel für sie. Ihr Körper spannte sich wie ein Bogen, und ein süßer, gewaltsamer Krampf jagte von Kopf bis Fuß durch sie hindurch. Sie musste ihm den Schwanz aus dem Mund lassen, um schreien zu können, einen erstickten Schrei gegen seinen Bauch, der Speichel und vorahnendes Sperma ihr über das Kinn lief. Ihre Hüften bewegten sich von selbst, rieben sich an dem Gesicht ihres Sohnes, beschmierten ihn vollständig, suchten nach mehr von diesem Gefühl, das sie gleichzeitig auflöste und neu zusammensetzte. Der heiße Schwall ihrer Säfte durchnässte sein Kinn. Ihre Beine zitterten und sackten links und rechts von seinem Kopf weg, sodass er darunter gefangen blieb, ihren Rausch atmend, erstickend am Geruch einer vor Lust explodierten Frau.
Adrián hörte nicht auf. Er machte, störrisch, auf diesem nun geschwollenen und hypersensiblen Knopf weiter, saugte ihn mit der Wildheit eines neugeborenen Kalbs. Kaum war die erste Welle vorüber, kam eine zweite, dann eine dritte, eine ganze Kette, die sie kraftlos zurückließ, auf ein Zittern und ein unaufhörliches Stöhnen reduziert. Sie klammerte sich an den Schwanz ihres Sohnes wie an eine Rettungsleine und nahm ihn wieder ganz tief in die Kehle; dieses verzweifelte, feuchte, schmutzige Saugen war es, das ihn an den Punkt ohne Rückkehr brachte.
Sein Körper bäumte sich auf. Krämpfe schüttelten Beine und Bauch, die Eier spannten sich hart wie Steine, und er kam in den Mund seiner Mutter mit einer wilden, unkontrollierbaren Entladung. Der erste Schwall schlug ihr gegen den Hals, der zweite füllte ihren Gaumen, und vier oder fünf weitere folgten, dick, heiß, bis ihr Mund überlief. Marisol nahm ihn mit beinahe ehrfürchtiger Hingabe auf. Sie zählte die Spasmen im Kopf, einen nach dem anderen, bis nichts mehr übrig war. Sie schluckte alles langsam, kostete den Schwall ihres Sohnes, spürte, wie er dicht ihre Kehle hinablief, und wich nicht zurück: Sie saugte die letzten Tropfen Sperma weiter sanft aus ihm heraus, kleine Schätze, die sie nicht vergeuden wollte, und leckte über die geschwollene Eichel, bis sie sauber und glänzend war.
***
Nach einer Weile, aufgehoben in der Zeit, rollte sie sich weg und lag neben ihm, die Füße nahe bei seinem Kopf, beide mit Blick an die weiße Decke, die Brust im selben Rhythmus hebend und senkend. Die Luft roch nach Schweiß, nach Fotze, nach Sperma und nach etwas Wildem und Neuem.
—Das… das war unglaublich, Mama —sagte Adrián, heiser und zufrieden, den Geschmack von ihr noch immer auf den Lippen.
Marisol drehte den Kopf und lachte, frei, ohne Schuld, mit geschwollenen, glänzenden Lippen.
—Und du lernst schnell —sagte sie, die Augen vor Bosheit funkelnd—. Diese kleine Stelle… Du hattest den Dreh sofort raus. Du hast sie mir gelutscht, als würdest du das seit Jahren machen.
Für einen Moment war er überrascht. Die Derbheit des Satzes erschütterte ihn. Aber dann verstand er: Sie hatten eine Schwelle überschritten, und auf der anderen Seite galten andere Regeln. Sie waren nicht mehr Mutter und Sohn im gewohnten Sinn. Sie waren Komplizen. Liebende in demselben Käfig. Und er beschloss, das mit aller Kraft zu umarmen.
—Ich mache es dir jeden Tag —versprach er—, wenn du das magst. Ich werde deine Fotze fressen, bis dir die Kraft fehlt zu schreien.
Ihr Lachen war diesmal tiefer. Schon allein die Vorstellung, ihren Sohn jeden Morgen zwischen den Beinen zu haben, mit dem Mund an ihrer Fotze, ließ sie erschauern. Und ihm gab die Idee, täglich Zugriff auf das Zentrum ihrer Lust zu haben, seine Härte mit einem verheißungsvollen Pochen zurück. Sein Schwanz wölbte sich wieder über ihrem Bauch, von Speichel und getrocknetem Sperma gezeichnet.
—Es freut mich, dass du bereit warst, etwas »Besonderes« zu tun —flüsterte sie, wobei sie das letzte Wort wie ein schmutziges Geheimnis aussprach—. Denn mein Kopf ist voller Ideen. Dinge, die eine anständige Mutter nicht einmal denken dürfte. Hurenkram.
—Ich wollte immer schon besondere Dinge mit dir machen —antwortete er, und das Wort klang nun anders, dichter—. Aber jetzt habe ich Lust auf mehr.
Und bevor sie seine Schnelligkeit vorhersagen konnte, stürzte Adrián sich auf sie. Er war nicht unbeholfen: Er war schnell, entschlossen, wie eine Katze, die die Position wechselt. Er landete über ihr, die Knie zu beiden Seiten ihres Kopfes, den Rücken gewölbt, der harte, tropfende Schwanz über ihrem Mund herabhängend. Diesmal war sie nicht diejenige, die anbietet. Er war derjenige, der nimmt. Er strich ihr mit der Eichel über die Lippen, fuhr damit über ihre Wange und zog eine glänzende Linie vom Mundwinkel bis zum Kinn.
***
Mein Junge ist heiß wie ein Welpe, der alles will, was er sieht, dachte Marisol, und das Bild brachte sie dazu, ein ersticktes Lachen auszustoßen. Sie öffnete den Mund weit, die Zunge heraus, eine stumme Einladung, die er sofort annahm, während er die Hüften senkte und ihr den ganzen Schwanz bis tief in die Kehle stieß. Sie spürte, wie die Eichel gegen ihr Zäpfchen schlug, und Tränen stiegen ihr in die Augen, aber sie schloss den Mund nicht. Im Gegenteil, sie streckte die Zunge noch mehr heraus, um seine Eier zu lecken, während er ihr den Mund fickte. Adrián wiederum senkte den Kopf und tauchte wieder in sie ein, die Zunge nun erneut auf der geschwollenen Klitoris, und sie stöhnte sofort, der Laut erstickt von dem Fleisch, das sie füllte.
Adrián begann sich zu bewegen, instinktiv in ihren Mund ein und aus zu stoßen, sie mit kurzen, rhythmischen Stößen zu ficken, ein altes Programm, das ihn führte, ohne dass ihm je jemand etwas beigebracht hätte. Ihr Speichel lief ihm über die Eier, dicke Tropfen, die auf Marisols Brust fielen. Jedes Mal, wenn er den Schwanz herauszog, glänzte er, von einer dicken Schicht Sabber überzogen, und er stieß ihn wieder bis zum Anschlag hinein, während er das feuchte Geräusch der Kehle seiner Mutter hörte, die ihn würgte. Und sie wurde von einem zugleich perversen und schönen Gedanken getroffen: Dieser Junge fickt seiner Mutter den Mund. Dieser Junge kam durch die Stelle heraus, an der ich ihm jetzt die Fotze lecke, und steckt mir den Schwanz bis in den Hals.
Der Widerspruch —der Mann, der sie jetzt beherrschte, war derselbe, der sich noch vor Jahren aus Angst vor Gewittern in ihr Bett legte— verschaffte ihr eine Lust so tief, dass sie sich in ihre Knochen fraß. Sie mischte sich mit dem wilden Rhythmus seiner Zunge, die an ihrer Klitoris saugte, und explodierte erneut, ein plötzlicher Orgasmus, der sie unter seinem Körper ganz und gar durchschüttelte. Ihre Schenkel pressten Adriáns Kopf wie eine Zange ein und ein heißer Schwall durchnässte sein Kinn und seinen Hals.
Mitten in der Hingabe fehlte ihr jedoch die Luft. Adrián, verloren in seinem eigenen Rausch, hatte sein ganzes Gewicht absinken lassen und blockierte ihr die Atmung mit den gegen ihre Nase gepressten Eiern und dem in ihrer Kehle steckenden Schwanz. Der Überlebensinstinkt war stärker als das Verlangen: Mit einer entschlossenen Geste hielt sie ihn auf, drückte ihm mit beiden Händen die Hüften weg, und er richtete sich ruckartig auf. Der Schwanz glitt mit einem obszönen Plopp aus ihrem Mund, ein Faden Sabber verband ihn noch immer mit ihren Lippen.
—Du hast mich gerade erstickt —sagte sie und hustete, rang nach Atem, die Stimme zugleich genervt und amüsiert, Speichel lief ihr übers Kinn—. Du hättest ihn mir fast in die Lunge gerammt, du Tier.
Adriáns Gesicht wurde rot. Plötzlich war er wieder ein zurechtgewiesenes Kind, auf der Brust seiner Mutter sitzend, den stockharten Schwanz ihr ins Gesicht gerichtet.
—Sorry, Mama… —murmelte er, ohne zu wissen, wohin mit dem Blick.
Marisol milderte den Ton. Sie wollte den Zauber nicht brechen, nur die Regeln festlegen.
—Du musst gut zu mir sein —sagte sie, streichelte ihm den Oberschenkel und glitt dann mit der Hand wieder zu seinem Schwanz hinab, um ihn langsam erneut zu wichsen—. Langsam, ohne mich zu ersticken. Steck ihn mir nur so weit rein, wie ich es dir erlaube. Machen wir weiter?
Er nickte, reuig und zugleich begierig, der Schwanz pochte in ihrer Hand. Sie lächelte mit der Geduld einer Lehrerin. Ich werde ihn erziehen müssen, dachte sie, damit er mich nicht entzwei reißt. Und mit diesem Gedanken, der Warnung und Verheißung zugleich war, nahm sie ihn erneut auf, den Mund offen, die Zunge weit heraus, legte diesmal aber eine feste Hand auf seine Hüfte: eine körperliche Grenze, eine stumme Lektion. Sie ließ ihn nur bis zu einem gewissen Punkt hinein, markierte ihm mit den Fingern den erlaubten Tiefenpunkt. Die Lust, ja, aber nach ihren Bedingungen.
***
Adrián machte weiter, jetzt maßvoller, jeder Stoß tief, aber kontrolliert, dem Rhythmus folgend, den sie ihm mit der Hand an der Hüfte vorgab. Er hatte gelernt. Er fickte ihren Mund langsam, ließ ihr Zeit zum Atmen zwischen den Stößen, und sie belohnte ihn, indem sie die Eichel mit der Zunge umschloss und die Spitze wie ein Bonbon lutschte, jedes Mal wenn er herauskam. Als sie ihn kurz davor spürte, stieg aus seiner Brust ein tiefes Grollen auf, der Laut eines Mannes, der sich nicht mehr halten kann, die Eier fest gegen das Kinn seiner Mutter gepresst, und er kam zum zweiten Mal. Sie schluckte, was sie konnte, doch der zweite Schwall entwich und malte ihr eine weiße Linie an den Hals. Er brach schwer über ihr zusammen, eine warme, schweißnasse Last, bis sein ganzer Körper erschlaffte.
Er drehte den Kopf und sein Blick fand wieder die Fotze seiner Mutter, noch immer offen und feucht unter dem blassen Licht, die Lippen geschwollen, die Klitoris zwischen rosigem Fleisch hervortretend. Die Worte kamen ihm gebrochen heraus.
—Ich liebe dich. Ich will mich nie von dir trennen.
—Ich auch nicht, mein Leben —antwortete sie mit einer Zärtlichkeit, die wehtat, während sie mit dem Handrücken das Sperma von ihrem Kinn wischte und es sich in den Mund führte—. Ich will mit dir verbringen, was mir noch bleibt.
Ein Stich eisiger Ironie durchfuhr sie. Was mir noch bleibt. Vielleicht würden sie nie von dort wegkommen. Vielleicht waren diese vier Wände ihre ganze Welt. Der Gedanke war beängstigend und zugleich auf seltsame Weise beruhigend. So schliefen sie ein, ineinander verschlungen, mit dem Geruch von Sex auf der Haut, ohne zu wissen, ob Minuten oder Stunden vergingen, denn dort gab es weder Sonne noch Nacht, nur das unbewegliche Licht der Decke.
***
Eine Stimme weckte sie, die nicht im Zimmer widerhallte, sondern sich direkt in ihre Köpfe einpflanzte, ein Eissplitter in die Wärme, die sie aufgebaut hatten. Sie war kalt, geschlechtslos. Ihre Entführer beobachteten sie wieder.
—»Erhellend« —wiederholte Marisol empört und bedeckte ihre Brüste verspätet mit einer schamhaften Geste—. Was soll daran erhellend sein? Reicht es euch nicht, uns eingesperrt zu haben? Spioniert ihr uns jetzt auch noch aus, wenn…? —Sie brachte den Satz nicht zu Ende. Die Worte, die sie sagen wollte, kamen ihr zu sehr aus ihr selbst, um sie vor diesem Beobachter zu entweihen.
Adrián umarmte sie und zog seinen nackten Körper an ihren, ein Panzer aus Haut und Wärme gegen die kalte Invasion. Wir sind nicht allein. Wir sind zusammen. Ihre Angst begann sich aufzulösen und wurde ersetzt durch heiße Wut und eine seltsame Solidarität.
—Was wollten sie, dass wir tun? —flüsterte er ihr ins Ohr—. Beten? Wenn wir sowieso sterben, dann lieber beim Ficken mit dir.
Die Logik war so brutal und so einfach, dass sie schief, bitter lächelte, aber sie lächelte. Er hatte recht. Und dann sprach Adrián mit einer Ruhe, die überraschte, zu der Stimme:
—Jetzt verstehe ich es. Wir kommen hier nicht raus. Wir sind Ratten in einem Labor. Wozu die Farce verlängern?
Die zweite Stimme, die sich meldete, war schriller, schneidender, wie die eines Technikers, der sich über einen Nutzer lustig macht. Sie fragte sie, warum Menschen so an das hielten, was andere sagten, an Angst, an Schuld. Warum sie jemanden für schlecht hielten, der eine Regel bricht, obwohl er niemandem schadet. Marisol versuchte, die Welt zu verteidigen, die sie kannte — die Ausgegrenzten, die Seltsamen, die Markierten —, doch die Stimme schleuderte eine Frage, die ihr den Atem nahm:
—»Aber sind sie weniger glücklich?«
Sie stand mit offenem Mund da. Sie wusste, dass diese Wesen ihre Gedanken lesen konnten; sie wagte nicht zu lügen. Waren sie weniger glücklich? Sie, in ihrer kleinen Wohnung, mit ihrem sicheren Job und den Rechnungen, die zu zahlen waren — war sie je so glücklich gewesen wie in diesen letzten Stunden, mit dem Mund ihres Sohnes zwischen den Beinen und seinem Sperma, das ihr den Hals hinablief? Sie wusste keine Antwort. Sie schwieg einfach. Und so, wie sie gekommen waren, verschwanden die Stimmen wieder.
***
—Geht nicht —bat Adrián—. Wir haben seit Stunden Durst. Wenn wir nichts trinken, sterben wir. Wir wollen Wasser, bitte.
Die Stimme kam zurück, neugierig und ohne jeden Funken Empathie, und fragte ihn, was Wasser sei.
—H2O —antwortete er, mit einem Aufblitzen jener Intelligenz, die ihn immer ausgezeichnet hatte—. Das ist die Formel dafür.
Die Präsenz verschwand, und nach ein paar Sekunden kam sie mit zwei Glasröhren voller farblosem Liquid zurück. Beide richteten sich auf und tranken, mehr aus Verzweiflung als aus sonst etwas. Es schmeckte nach nichts, nicht einmal nach dem metallischen Geschmack von Wasser aus der Flasche. Es war nur feucht, kalt. Aber es reichte, um das Brennen in ihren Kehlen zu lindern.
Als sie die Behälter zurückgaben, verschwanden die beiden Präsenz ohne ein weiteres Wort. Die Abwesenheit war überwältigender als ihr Erscheinen, als hätte das ganze Universum den Atem angehalten und ihn dann ausgestoßen, sie nackt und allein im Zentrum des Nichts zurücklassend.
Das Schweigen füllte den weißen Raum wieder, doch es klang anders. Adrián streckte den Arm aus und zog sie an sich. Marisol schmiegte sich an seinen Körper, als hätte sie immer schon dort hingehört, die Wange an seiner warmen Brust, sein Herzschlag verankerte sie in der Wirklichkeit.
—Ich glaube, wir kommen hier nie raus —sagte sie mit brüchiger Stimme—. Und das alles ist meine Schuld. Es war meine Idee, diese Reise zu machen. Wenn wir zu Hause geblieben wären…
Sie brach in Tränen aus, in einem Krampf aus Schmerz, der sie so sehr erschütterte, dass er sie fest an sich drücken musste, damit sie ihm nicht in den Armen zerfiel.
—Mein Schatz —sagte er ihr ins Ohr, fest—. Wenn sie uns Wasser gegeben haben, dann nur, weil sie uns noch am Leben haben wollen. Niemand lässt dich verdursten, nur um dir danach Wasser zu bringen. Beruhig dich.
Sie unterbrach ihn mit altem Groll:
—Wenn dieser Tiermensch von deinem Vater nicht wäre, wäre alles noch in Ordnung.
Adrián löste sich ein wenig, gerade genug, um ihr in die Augen zu sehen, die grau geworden waren wie der Himmel vor einem Sturm.
—Glaubst du wirklich, dass vorher alles gut war? —fragte er ohne Vorwurf, fast als würde er sie sezieren—. Vorhin hast du mir gesagt, es sei das größte Erlebnis deines Lebens. Was ist die Wahrheit, Mama?
Die Frage nahm ihr den Atem. Er hatte recht.
—Ich meinte deine Zukunft —antwortete sie schließlich, die Stimme rau—. Du hast ein ganzes Leben vor dir, und sie haben es dir genommen. Das kann ich mir nicht verzeihen.
Er nahm ihr Gesicht zwischen die Hände.
—Mein Leben bist du —sagte er, jedes Wort ein Bekenntnis—. Und wir haben ein Leben vor uns, zusammen. Es gibt nichts zu bereuen. Siehst du das nicht? Wir haben etwas Schönes entdeckt.
Sie küssten sich wieder, nicht mehr mit der Verzweiflung des Weltuntergangs, sondern langsam, tief, ein mit Speichel und Haut besiegelter Pakt. Die Welt da draußen kann zu Staub zerfallen, sagte dieser Kuss. Aber das hier gehört uns.
Sie kehrten ins Bett zurück, nicht wie zwei resignierte Gefangene, sondern wie zwei Liebende, die sich in der Dunkelheit suchen. Adrián legte den Arm um sie, seine Brust an ihrem Rücken, der Schwanz wieder warm und halb erigiert zwischen den Pobacken seiner Mutter eingeklemmt wie ein schlafendes Versprechen, und Marisol fühlte sich so sicher wie nie zuvor: nicht die Sicherheit von Schlössern oder Bankkonten, sondern die eines warmen Körpers gegen die Kälte des Universums. Sein Geruch war jetzt ihr Zuhause. Sie schlief mit dieser Gewissheit ein, mit dem Gewicht seines Beins auf ihrem, entschlossen, dass sie, wenn sie schon zwischen vier Wänden leben mussten, sie wenigstens beide bewohnen würden.