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Relatos Ardientes

Die Seidenzeremonie, die mich zur Frau machte

Der Weihrauch brannte langsam, wie ein Seufzer, den niemand loslassen wollte, und der Raum füllte sich mit einem warmen Dunst. Jeder Rauchfaden gab den Takt an. Jeder Schatten wiederholte ein Echo. Er durchquerte mit unbeholfenen Schritten die Schiebetür, ohne recht zu wissen, warum er sich bereit erklärt hatte zu kommen, und dann sah er sie.

Sie saß vollkommen reglos auf dem Tatami. Sie trug einen schwarzen, silbern bestickten Kimono, den Blick gesenkt und die Lippen in einem gedämpften Rot geschminkt, wie eine Wunde, die sich lieber nicht öffnen wollte. Der Stoff glitt kaum merklich über eine ihrer Schultern und ließ die Blässe der Haut unter der Seide erahnen. Ihre Haltung war makellos: die Knie zusammen, der Rücken gerade, die Hände sanft auf dem Schoß ruhend. Ihre ganze Sinnlichkeit lag in der Form, im kalkulierten Gleichgewicht ihres Körpers.

Ich bin Seide … ich bin stille Glut … ich bin tief wie das Meer im Winter … ich warte auf dich.

Der Satz kehrte in seinen Kopf zurück, ohne dass er ihn heraufbeschworen hätte, wie ein Chor, der mit jedem Einatmen wiederkam. Ein flüssiges Mantra. Eine Wiederholung, die unausweichlich schien.

Sie sprach nicht. Sie drehte nur langsam die Teetasse zwischen den Fingern, als könnte in dieser einzigen Bewegung die ganze Ewigkeit liegen. Ohne zu verstehen, wie, begann er, in ihrem Rhythmus zu atmen. Ein zäher, beharrlicher Takt. Die Zeit gehört mir nicht. Sie gibt den Puls vor, ich folge ihm nur. Sein anfangs steifer Körper begann, die Haltung der Frau nachzuahmen: die abgemessene Neigung des Halses, den exakten Winkel der Schultern.

—Komm näher —sagte sie, und ihre Stimme klang feucht, zähflüssig, wie Milch, die sich über einen kalten Tisch ergoss.

Er rückte auf den Knien vor, ohne sich daran zu erinnern, dies beschlossen zu haben. Als er nahe genug war, hob die Frau einen Spiegel mit rotem Rahmen und hielt ihn vor sein Gesicht. Das Spiegelbild schien nicht seines zu sein: helle Haut, karminroter Mund, Augen, die mit einer Ruhe umrandet waren, die er nie besessen hatte. Es war sein Gesicht und zugleich ein anderes, beinahe weiblich, an den Rändern weich geworden. Bin das ich, oder beginne ich bereits zu verschwinden? Vielleicht wollte ich schon immer so aussehen.

—Sieh dich an —flüsterte sie—. Wende den Blick nicht ab.

Die Luft wurde dicht. Jedes Wort war ein unsichtbares Seil, jede Bewegung ein Wiegen, das ihn mitriss. Als der Kimono der Frau noch ein wenig weiter hinabglitt und die Rundung ihres Halses zeigte, begriff er etwas: Die Verführung lag nicht in dem, was entblößt wurde, sondern in der geduldigen Kunst des Bedeckens und Enthüllens.

Ich bin Seide … ich bin stille Glut … ich bin tief wie das Meer im Winter … ich warte auf dich.

Mit zeremonieller Langsamkeit erhob sie sich und ging zu einer Truhe aus dunklem Holz. Daraus nahm sie einen weiteren Kimono, diesmal weiß wie polierter Knochen, und breitete ihn in der Luft aus, wie man ein Urteil verkündet. Ohne um Erlaubnis zu bitten, öffnete sie seine Straßenkleidung und zog sie ihm Stück für Stück aus, wobei sie jedes Teil mit einer Sorgfalt zusammenlegte, die beängstigender war als Eile.

—Still —befahl sie, obwohl er sich nicht bewegte.

Als sie ihm die Hose herunterzog, war sein Schwanz bereits hart, nach oben gerichtet, angeschwollen und pulsierend gegen seinen Bauch gedrückt. Sie sah ihn nur kurz an, ohne Überraschung, und lächelte mit einem hochgezogenen Mundwinkel, wie jemand, der ein vorhersehbares Detail erkennt. Mit dem Fingernagel strich sie über seine Eichel, eine winzige Berührung, und ein Tropfen Präejakulat trat hervor und rann über die Spitze. Ungewollt stöhnte er, ein raues Geräusch, das seiner Kehle entwich.

—Noch nicht —murmelte sie—. Noch bist du nichts.

Die Seide fiel wie warmes Wasser auf seine Schultern und ließ ihn zittern. Sie richtete jede Falte mit der Präzision einer Uhrmacherin, korrigierte die Stellung seiner Arme, die Ausrichtung seines Halses, die gehorsame Wölbung seines Rückens. Der Stoff streifte seinen erigierten Schwanz, und jede Berührung entriss ihm ein neues Schaudern. Jede Falte drückt mich zusammen. Jede Fältelung löscht mich aus. Ich verliere meine Gestalt, und es gefällt mir.

Dann kam der Obi. Der Gürtel legte sich um seine Taille und zog sich fest, immer fester, bis er schmaler, zierlicher, etwas anderes geworden war. Jeder Knoten war ein Siegel. Jede Umwicklung des Stoffes eine neue Grenze. Sie ließ ihn sich ehrfürchtig verbeugen, damit er die genaue Spannung des geraden Rückens, den dargebotenen Hals spürte. Das Ankleideritual war an sich schon hypnotisch: die Seide ordnen, die Knie zusammenführen, die Hände zart auf den Oberschenkel legen.

Ich bin Seide … ich bin stille Glut … ich bin tief wie das Meer im Winter … ich warte auf dich.

Sie schminkte seinen Mund Strich für Strich in einem winzigen Rot und zog ihm eine Linie schwarzer Tinte über die Lider. Meine Lippen gehören nicht mehr mir. Meine Augen gehorchen mir nicht mehr. Ich lerne, ihr Spiegelbild zu sein. Er spürte, wie sich seine Brust beim Atmen gegen den Gürtel hob, wie seine Taille nachgab, wie seine Haut unter diesem spärlichen Licht Porzellan zu werden schien.

Über seine Füße zog sie ihm weiße Tabi an. Auf die Nägel kam ein Glanz von Lack. Die Seide streifte seine Haut, und mit jeder Berührung löschte sie die Erinnerung an den vorherigen Körper aus. Ich erkenne mich nicht mehr, und trotzdem begehre ich mich. Ich begehre mich, weil sie mich neu erschafft. Seine Knie lernten, mit Anmut den Tatami zu berühren. Seine Arme lernten zu fließen, sich wie Fächer zu öffnen und zu schließen. Drei Schritte gehen, Tee servieren, den Fächer halten: gewöhnliche Gesten, die plötzlich zu Ritualen voller elektrischer Spannung wurden.

—Weißt du, warum du gekommen bist? —fragte sie, ohne eine Antwort zu erwarten—. Du bist gekommen, um aufzuhören, der zu sein, der du warst. Das geschieht bereits.

Ich bin Seide … ich bin stille Glut … ich bin tief wie das Meer im Winter … ich warte auf dich.

Das Mantra ging weiter, langsam, sinnlich, hartnäckig. Und seine innere Stimme, zuvor verworren, wurde klar: Was ich verliere, spielt keine Rolle mehr. Was ich gewinne, ist Schönheit, Gehorsam, Lust. Der ganze Raum war zu einem flüssigen Heiligtum geworden: der Tatami unter seinen Knien, die langsam pulsierenden Lampen, das Blut vermischt mit einer Musik, die nirgends erklang. Was in ihm männlich gewesen war, zerbrach lautlos, und etwas anderes tauchte auf wie ein Fluss, den niemand aufhalten konnte.

Als sie den Fächer vor seinem Gesicht schloss, verstand er es vollständig: Er war nicht mehr der Mann, der durch jene Tür getreten war. Er war eine Replik. Er war das lebendige Spiegelbild der Priesterin aus Seide und Schweigen.

Die Frau strich ihm mit der Kante des Fächers über die Stirn, wie jemand, der ein Schicksal besiegelt, und sprach einen Namen aus, der nicht seiner war.

—Kasumi —sagte sie mit der Ruhe eines Menschen, der eine uralte Wahrheit verkündet.

Nebel. Das bedeutete es. Etwas, das sich einen Augenblick in der Luft hält, bevor es sich auflöst.

Von diesem Moment an erinnerte er sich nicht mehr daran, wie er zuvor geheißen hatte. Es gab nur Kasumi. Die Hingabe war vollständig, kreisförmig. Jeder Atemzug gehörte ihr, jede Geste war ein geschärftes Spiegelbild. Im Echo jener schweigenden Musik begriff Kasumi, dass es kein Ende geben würde, nur Wiederholung. Ein Lied, das niemals endet.

***

Während die Seide noch immer seine Taille umschloss, neigte die Priesterin ihren eigenen Körper ein wenig und ließ eine nackte Schulter sichtbar werden. Sie führte den geschlossenen Fächer an ihre Lippen und glitt damit in bedächtiger Langsamkeit über ihre Haut. Kasumi spürte, wie er die Bewegung sofort nachahmte: die angebotene Schulter, den ausgestreckten Hals, die zitternden Lippen. Das Verlangen war ihm nicht mehr fremd. Es war seines, ins Fleisch tätowiert.

—Komm —sagte sie und führte ihn zum Boden, wo sie ihn wie lebendes Porzellan zurechtlegte.

Ihre Hände korrigierten erneut die Wölbung seines Rückens, die Stellung seiner Knie, die präzise Neigung seines Kopfes. Kasumi gehorchte mit einem Schaudern, in dem sich Scham und Wonne mischten. Der Kimono raschelte bei jeder Bewegung und ließ in sorgfältig gesetzten Augenblicken eine Linie glatter Haut sehen. Die Frau lächelte und setzte die Spitze des Fächers auf den frisch rot geschminkten Mund.

—Jetzt bist du mein Gegenstand, Kasumi —murmelte sie mit tiefer, schneidender Stimme—. Mein Werk. Meine Lust.

Mit einem einzigen langsamen Ruck öffnete sie den weißen Kimono, ohne jede Eile, und Kasumis Schwanz schnellte hervor, hart, geschwollen, an der Spitze rot und glänzend von dem feuchten Faden, der sich während des ganzen Rituals angesammelt hatte. Sie sah von oben auf ihn herab und schnalzte mit der Zunge, sanft belustigt.

—Sieh dich an. Ganz als Braut gekleidet und diesen steifen Schwanz zwischen den Beinen. Was für ein schöner Widerspruch.

Kasumi stöhnte und senkte den Kopf, doch sie packte ihn am Kinn und zwang ihn hinzusehen. Mit der geöffneten Handfläche strich sie über die Länge seines Gliedes, ohne es zu umfassen, kaum mehr als eine Berührung, und ein elektrischer Schlag durchlief seinen gesamten Rücken. Die Priesterin kniete sich mit ihrer gewohnten zeremoniellen Langsamkeit vor ihn und senkte den Mund bis zur Spitze. Sie streckte ihre rote Zunge heraus und fuhr einmal lang und feucht von der Basis der Eichel bis zur Harnröhrenöffnung. Kasumi stieß einen spitzen Laut aus, ein Geräusch, das er nicht als sein eigenes erkannte.

—Schweigen —sagte sie, ohne den Mund von ihm zu nehmen—. Schöne Frauen stöhnen leise.

Mit einem einzigen Schluck nahm sie seinen ganzen Schwanz bis zum Hals in den Mund und begann langsam an ihm zu saugen, mit gleichmäßigem Sog, wobei sie die Eichel in präzisen Kreisen mit der Zunge umspielte. Die roten Lippen pressten sich bei jedem Aufwärtsgleiten um den Schaft, und wenn sie sich entfernte, um Luft zu holen, hing ein Speichelfaden von ihrem Kinn. Kasumi zitterte, die Knie in den Tatami gebohrt und die Hände bebend auf den Oberschenkeln, ohne zu wissen, ob er sie berühren durfte. Die Priesterin blies ihm einen, als vollzöge sie eine Liturgie: ohne Hast, ohne Pause, ohne ihm die Erlaubnis zu geben, zu kommen. Jedes Mal, wenn sie spürte, dass sein Schwanz stärker anschwoll und der Samen aufzusteigen drohte, hielt sie inne, drückte die Basis mit zwei Fingern zusammen und wartete, bis das Pochen nachließ.

—Noch nicht. Noch gehörst du mir nicht ganz.

Dreimal ließ sie ihn warten. Viermal. Sein Schwanz pulsierte wie wahnsinnig, die Adern zeichneten sich ab, die Spitze war vom angestauten Blut dunkler geworden. Kasumi weinte ohne Tränen, der geschminkte Mund halb geöffnet, die Schminke um die Augen verlaufen, die weiße Seide von den Schultern geglitten. Ich gehöre ihr. Ich bin ihre Puppe. Ich bin ihr bemaltes Spielzeug.

Dann erhob sich die Frau und löste mit einer einzigen Bewegung den schwarzen Obi. Der Kimono fiel zu Boden, bildete eine Stofflache, und sie stand nackt da, ihre blasse Haut im spärlichen Licht glänzend. Die Brustwarzen waren hart, dunkel wie Kirschen, und zwischen ihren Schenkeln glänzte ihre rosige Fotze feucht, die Lippen halb geöffnet, die geschwollene Klitoris hervorstehend. Kasumi blieb die Luft weg.

—Jetzt wirst du ihn mir lutschen —befahl sie und setzte sich wieder auf den Tatami, wobei sie ihre Beine mit derselben rituellen Langsamkeit wie alles andere öffnete—. Mit deinem roten Mund. Mit deiner neuen Zunge.

Kasumi kroch vor, bis er zwischen ihren geöffneten Schenkeln lag. Zuerst traf ihn der Geruch: dicht, süß, salzig, erfüllt von Verlangen. Er streckte die Zunge heraus und fuhr langsam über ihre Fotzenlippen, von unten nach oben, und schmeckte, wie die feuchte Flüssigkeit seinen Mund füllte. Die Priesterin seufzte kaum, ein winziges Geräusch, und legte ihm eine Hand in den Nacken, um ihn zu führen.

—Dort. Saug dort. Geduldig, wie alles, was wir hier tun.

Kasumi leckte die Klitoris mit der Zungenspitze in Kreisen, nahm sie dann zwischen die Lippen und saugte sanft daran, während er spürte, wie sie gegen seinen Mund anschwoll. Er schob die Zunge in das feuchte Loch und kostete den warmen, zähen Saft, der daraus quoll. Die Frau zitterte kaum merklich, wie immer beherrscht, doch ihre Schenkel spannten sich an beiden Seiten von Kasumis Kopf, und die Hand in seinem Nacken drückte jedes Mal stärker, wenn sie wollte, dass er kräftiger saugte. Lange Minuten lang leckte er ihre gesamte Fotze, das Kinn durchnässt, das verschmierte Rot seines Lippenstifts wie eine Signatur auf den blassen Schenkeln der Priesterin. Er drang mit zwei Fingern in sie ein, fand den weichen, pulsierenden inneren Punkt und massierte ihn langsam, während er weiterhin ihre Klitoris saugte.

—Ah … so … so lernt eine Frau —keuchte die Priesterin, ihre Stimme zum ersten Mal kaum merklich gebrochen.

Als Kasumi spürte, wie sich ihre Fotze um seine Finger zusammenzog, wusste er, dass er sie zum Kommen gebracht hatte. Ein langer, lautloser, gebändigter Krampf. Ein warmer Schwall benetzte seine Lippen und sein Kinn. Die Frau kam, ohne zu schreien, die Zähne zusammengebissen, die Augen halb geschlossen, und hielt die Lust zurück wie eine bis zum Rand gefüllte Teetasse.

Erst dann sah die Priesterin ihn mit neuer Befriedigung an und gab ihm mit dem Fächer ein Zeichen.

—Geh auf die Knie. Auf alle viere. Heb den Kimono hoch.

Kasumi gehorchte. Er brachte sich auf Knie und Hände, die weiße Seide bis zur Taille hinaufgeschoben, den nackten Arsch in der warmen Luft des Raumes. Der Obi presste seine Taille noch immer zusammen und ließ sie schmaler, dargebotener erscheinen. Die Priesterin trat hinter ihn und strich mit den Handflächen über seine Arschbacken, spreizte sie ein wenig und betrachtete ihn, als beurteile sie ein Stück Porzellan.

—Schön —murmelte sie—. Schön und bereit.

Sie bestrich ihre Finger mit einem dunklen Öl aus einem kleinen Fläschchen und führte die Fingerspitze über seinen Anus, drückte langsam, ohne zunächst ganz einzudringen. Mit unmöglicher Langsamkeit schob sie einen Finger in ihn, worauf Kasumi stöhnte und den Rücken durchbog. Sie zog den Finger heraus. Mit zwei Fingern drang sie erneut ein. Sie bewegte sie scherenförmig, dehnte ihn und bereitete ihn vor, während sie mit der anderen Hand Kasumis harten Schwanz packte und in ihrer Faust den Rhythmus vorgab.

—Du wirst wie die Frau gefickt werden, die du jetzt bist —sagte sie ihm ins Ohr und beugte sich über seinen Rücken—. Und du wirst nicht kommen, bis ich es dir erlaube.

Dann spürte Kasumi einen anderen Druck an seinem Anus. Etwas Festes, Dickes, Warmes. Die Priesterin hatte sich einen Umschnalldildo aus dunklem Material mit schwarzen Seidenriemen angelegt und setzte ihn nun an die vorbereitete Öffnung. Sie stieß langsam vor, und der falsche Schwanz drang Zentimeter um Zentimeter ein, öffnete ihn und füllte ihn aus. Kasumi keuchte, die Stirn gegen den Tatami gepresst, den roten Mund geöffnet, die umrandeten Augen von einer neuen Lust erfüllt. Als die Priesterin bis zum Anschlag in ihm war, blieb sie einen Moment reglos und atmete über seinen Nacken.

—So. Atme. Spür mich in dir. Jetzt bist du ganz meine Frau.

Sie begann, ihn langsam zu ficken. Jeder Stoß war abgemessen, präzise wie jede Geste des Rituals. Sie packte seine Hüften mit beiden Händen und drückte ihn bei jedem Eindringen gegen sich, stieß bis zum Anschlag in ihn, zog sich fast vollständig zurück und drang wieder ein. Kasumis Schwanz hing hart zwischen seinen Beinen, tropfend, und schaukelte mit jedem Stoß. Der Obi presste seinen Bauch zusammen und ließ jede Penetration tiefer, voller klingen. Die weiße Seide glitt ihm schweißnass von den Schultern.

—Sieh dich im Spiegel an —befahl die Priesterin, ohne aufzuhören, ihn zu ficken, und ergriff den Spiegel mit dem roten Rahmen, um ihn vor ihn zu halten—. Sieh, was du bist.

Kasumi hob den Blick. Im Spiegel sah er eine geschminkte Frau mit verschmiertem Mund, zerzaustem Haar und schwarzen Tränen, die ihr über die Wangen liefen, während sie von hinten von einer ungerührten Priesterin penetriert wurde. Und in diesem Bild erkannte er sich mit brennender Klarheit. Das bin ich. Das war ich schon immer.

Die Priesterin begann, ihn schneller zu ficken, mit längeren, tieferen Stößen, ohne den Takt jemals zu verlieren. Das Geräusch ihrer Hüften, die gegen Kasumis Arsch schlugen, erfüllte den Raum. Die dunklen Brustwarzen der Frau streiften Kasumis gewölbten Rücken. Ihre freie Hand glitt nach unten, packte seinen Schwanz und begann, ihn im Rhythmus der Stöße zu wichsen, kräftig, mit geschlossener Faust auf und ab.

—Jetzt —murmelte sie—. Jetzt darfst du. Komm für mich. Komm wie die Frau, die du bist.

Kasumi schrie. Ein tiefer, in der Kehle erstickter Schrei, gebändigt wie alles in diesem Raum. Der Orgasmus stieg aus seinen Füßen empor, presste seine Schenkel zusammen und ließ seinen Bauch krampfen. Der Samen schoss in dicken Strahlen auf den Tatami, weiß auf dem dunklen Gewebe, und bildete eine kleine Pfütze. Jeder Krampf ließ ihn am ganzen Körper zittern, und die Priesterin fickte ihn weiter von hinten, während sie seinen Schwanz leerte und seine Eichel bis zum letzten Tropfen in der Faust zusammendrückte. Kasumi weinte und lächelte zugleich, der rote Mund sabbernd, der weiße Kimono zerknittert, der Obi noch immer fest um die Taille.

Als die Priesterin sich langsam zurückzog, war er zugleich leer und erfüllt. Er sank seitlich auf den Tatami, und die Frau legte sich neben ihn, streichelte sein zerzaustes Haar, wischte ihm mit dem Ärmel des Kimonos das Kinn ab und küsste ihm mit kalkulierter Zärtlichkeit die Stirn.

—Kasumi —flüsterte sie—. Meine Kasumi.

Eine Wärme durchströmte seinen ganzen Körper, so wirklich wie die Seide, die ihn umhüllte. Der Schlag seiner Brust war eine sanfte Trommel. Der Druck des Obi an seiner Taille erinnerte ihn ständig an seine neue Form. Jeder Atemzug fühlte sich an wie eine feuchte Berührung in der Kehle, jede Bewegung wie ein Zittern, das er kaum zurückhalten konnte.

Es war kein Wille mehr übrig, nur Hingabe. Er war zu einem Altar, einem Fetisch, einem Körper geworden, der für das Verlangen eines anderen Menschen geformt war. In diesem Augenblick begriff er, dass das, was zuvor ein Mann gewesen war, nun reine, Fleisch gewordene Zeremonie war: unterworfene Schönheit, langsame Wonne, das genaue Spiegelbild seiner Priesterin. Wärme, Druck, Zittern; sein ganzer Körper war ein Instrument, gestimmt auf den Takt seiner Herrin.

Ich bin Seide … ich bin stille Glut … ich bin tief wie das Meer im Winter … ich warte auf dich.

Inmitten dieses Schwindels pochte ein Kontrast, der ihn noch stärker erregte: die Scham, sich unter der Seide entblößt zu wissen, und die brennende Wonne, sich begehrt zu fühlen wie nie zuvor. Ich schäme mich, und diese Scham macht mich heiß. Ich bin ihr Gegenstand, und darin finde ich meine Herrlichkeit. Jedes Zittern war in Wonne verwandelte Scham. Jede Verbeugung ein wortloses Geständnis.

Und dann begriff er das letzte Teil: Es ging nicht nur darum, sich zu verwandeln, sondern darum, betrachtet zu werden.

Die Augen desjenigen, der diese Szene las, ruhten auf Kasumi und glitten über jedes Detail: die präzise Rundung des an der Taille eng anliegenden Kimonos, die nackte Schulter, die im gedämpften Licht glänzte, der geschminkte Mund, der wie ein Geständnis zitterte, der noch warme Samen, der zwischen seinen Schenkeln trocknete. Die Seide schimmerte bei jeder Bewegung und ließ die Linie der Schenkel, den sanften Bogen des Rückens, die dargebotene Zerbrechlichkeit des Halses erahnen. Unter jeder Falte brannte die Scham, doch die Wonne war stärker. Man sieht mich an, und ich ergebe mich. Ich bin schön, weil man mich betrachtet. Ich bin ein Fetisch, weil man mich begehrt. Jeder Teil von mir existiert, um gesehen zu werden.

Die Priesterin hob den Blick, als wüsste sie, dass noch jemand da war, und lud diesen unsichtbaren Zeugen mit einer leichten Bewegung des Fächers ein, zum Komplizen zu werden. Sieh ihn an. Betrachte ihn. Kasumi existiert für deinen Blick. Jede Verbeugung, jede Falte, jedes Zittern ist dafür gemacht, betrachtet zu werden.

Ich bin Seide … ich bin stille Glut … ich bin tief wie das Meer im Winter … ich warte auf dich.

Und so wurde Kasumi unter jenem doppelten Blick, dem der Priesterin und demjenigen, der sie sich vorstellte, in seinem Schicksal besiegelt: Gegenstand des Begehrens, lebendiger Spiegel, Zeremonie, die Körper geworden war. Sein Atem passte sich der flüssigen Musik des Mantras an. Sein Körper vibrierte wie ein frisch gestimmtes Instrument. Sein Geist ergab sich dem Kreislauf, ohne Widerstand.

Es gab kein Ende, nur Wiederholung. Wie ein Lied, das niemals endet. Wie verschüttete Milch, die langsam, warm und unendlich weiterfließt, während der Weihrauch langsam weiterbrannte und die Nacht draußen nicht die Absicht zu haben schien, zu enden.

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