Der Unbekannte auf dem Bahnsteig wartete in jener Nacht auf mich
Der letzte Zug fuhr ohne mich ab. Ich sah ihn vom Rand des Bahnsteigs davonrollen, die Türen bereits geschlossen, das Kreischen der Räder, die in die Schienen bissen, bis das Grollen sich in der feuchten Stille der Nacht auflöste. Ich ließ die Luft entweichen, die ich angehalten hatte, und mein Atem verging unter den Leuchtstoffröhren, die über meinem Kopf summten. Der Bahnhof, der bei Tag ein Wimmelbild aus Hektik war, hatte sich in eine Beton- und Echokiste verwandelt. Draußen trommelte der Regen monoton gegen das Glasdach, als würde er den Takt meines Versäumnisses vorgeben.
Ich war bis zum ersten Zug im Morgengrauen gefangen. Und dann, ohne ein einziges Geräusch, das es angekündigt hätte, wusste ich, dass ich nicht allein war.
Es war kein Laut, der mich warnte, sondern eine Veränderung in der Luft, ein anderer Druck auf der Haut im Nacken. Dieser uralte Alarm, den man nicht lernt und der nie versagt. Langsam drehte ich den Kopf.
Am gegenüberliegenden Ende des Bahnsteigs, scharf gegen die Schwärze abgezeichnet, die durch den offenen Zugang hereinströmte, stand ein Mann. Er bewegte sich nicht. Er sah nur. Er trug einen langen dunklen Mantel, die Hände tief in den Taschen. Die Entfernung war zu groß, um seine Gesichtszüge zu erkennen, aber seine Ruhe war von einer ganz bestimmten Art: nicht die eines gestrandeten Reisenden, sondern die von jemandem, der auf etwas wartete und dem die Zeit der ganzen Welt egal war.
Mein Herz, das sich nach dem sinnlosen Sprint kaum beruhigt hatte, schlug mir wieder gegen die Rippen. Alle üblichen Warnungen klangen zugleich in meinem Kopf — nicht mit Fremden reden, nicht an dunklen Orten bleiben —, doch meine Füße waren auf dem Beton festgenagelt. Was ich empfand, war nicht nur Angst. Es war ein gespanntes Kabel, das sich über den Bahnsteig zog und uns an beiden Enden miteinander verband. Gefährlich. Irrational. Elektrisierend.
Er brach den Bann zuerst. Seine Schritte hallten nicht. Er ging mit katzengleicher Ruhe, ohne Eile, aber mit glasklarer Richtung, und fraß die Distanz Meter für Meter auf. Jeder seiner Schritte war ein zusätzlicher Schlag in meiner Brust. Ich zwang mich, stillzuhalten, die weiße Fahne der Flucht nicht zu hissen. Der Regen war der einzige Zeuge.
Als er stehen blieb, tat er es in einer Distanz, die nicht mehr die von Fremden war, sondern von etwas Näherem. Endlich konnte ich ihn sehen. Er war nicht auf den ersten Blick schön; seine Anziehung hatte eine Kante, etwas Schneidendes. Markanter Kiefer, Augen in einem unentschlossenen Grau-Grün, die nicht blinzelten, als sie sich in meinen festhielten. Er roch nach kaltem Regen, nach Leder und nach etwas Tieferem, Holzartigem.
—Sieht so aus, als hätte das Schicksal uns denselben Scheiß mitgespielt — sagte er. Seine Stimme war weicher, als ich erwartet hatte, ein dunkler Ton, der sich mir im Bauch verfing und an etwas sehr Altem zog.
—Oder vielleicht etwas Gutes — erwiderte ich, und es überraschte mich, wie meine eigene Stimme klang, tiefer und fester, als ich mich innerlich fühlte.
Ein Winkel seines Mundes hob sich. Es war noch kein Lächeln; es war das Versprechen darauf.
—Wohin wolltest du? — fragte er. Er wich meinem Blick nicht aus. Diese Intensität war entwaffnend. Ich hatte das Gefühl, er könne den Puls in meiner Kehle sehen.
—Nach Hause — das Wort klang lächerlich, klein, an diesem Ort, der außerhalb der Zeit hing.
—Vielleicht ist das für heute Nacht dein Zuhause — er machte eine vage Bewegung mit dem Kopf, die den ganzen Bahnhof umfasste —. Der letzte Zufluchtsort für die, die zurückgeblieben sind.
—Und du bist zurückgeblieben? — gab ich zurück und spürte, wie sich die Spannung um uns beide wand, immer dichter.
—Ich habe etwas gefunden, von dem ich nicht wusste, dass ich danach suche — sagte er, ohne zu blinzeln.
Die Luft zwischen uns änderte die Temperatur. Mir war nicht mehr kalt. Eine langsame, schwere Hitze begann sich von meinem Unterleib aus auszubreiten und wie warmen Honig durch meine Adern zu fließen. Das Pfeifen eines anderen Zuges, auf einem anderen Gleis, in einer anderen Welt, ließ uns beide zugleich den Kopf drehen. Als ich ihn wieder ansah, war die Heiterkeit aus seinem Gesicht einer völligen Konzentration gewichen.
—Dir ist kalt — murmelte er. Das war keine Frage.
Bevor ich antworten konnte, lagen seine Finger an meinem Hals und richteten meinen Schal, den ich nicht einmal bemerkt hatte. Seine Haut streifte meine und es war ein Kurzschluss, der mir den Atem nahm. Seine Finger waren kalt von der Nacht, aber dort, wo er mich berührte, brannte meine Haut. Er verweilte einen Moment zu lang, und sein Daumen glitt die Linie meines Kiefers hinab, mit einem so leichten wie entschiedenen Druck, dass mir die Knie weich wurden.
Noch nie hatte ich mich so angesehen gefühlt. Es war kein ordinärer Blick; es war eine langsame, vollständige Erfassung, als würde er sich die Struktur meines Gesichts, den Rhythmus meines Atems einprägen. Sein anderer Arm legte sich um meine Taille, nicht um mich zu sich zu ziehen, sondern um mich zu halten, um sich den Raum anzueignen, den wir nun teilten. Der dicke Wollstoff seines Mantels scheuerte an meinen Fingerspitzen, als ich, fast ohne es zu merken, die Hände auf seine Brust legte. Unter dem Stoff spürte ich die harte Kontur seines Körpers und den Schlag seines Herzens, einen kräftigen Rhythmus, der schneller wurde, bis er mit meinem übereinstimmte.
—Das ist Wahnsinn — flüsterte ich, doch mein Körper bog sich ihm entgegen und widerlegte jedes Wort.
—Ich weiß — antwortete er an meiner Schläfe, sein heißer Atem auf meiner kalten Haut —. Der vernünftigste Wahnsinn, den ich seit Jahren begangen habe.
Er vergrub die Nase in meinem Haar und atmete langsam ein, eine fast animalische Geste, die mir den ganzen Rücken hinunterlief. Ich schloss die Augen und ließ mich von der Strömung mitnehmen. Die Regeln hatten sich aufgelöst. Die Welt da draußen mit ihrem Regen und ihren Fahrplänen hatte aufgehört zu existieren. Übrig blieb nur dieser Bahnhof, diese Blase aus dürftigem Licht und langen Schatten, und ein Mann, dessen bloße Anwesenheit jeden Winkel meines Bewusstseins füllte.
—Ich kenne deinen Namen nicht — sagte ich, meine Stimme zu einem Faden geworden.
—Besser so — erwiderte er, und endlich fand sein Mund meinen.
Die erste Berührung war eine Entladung dessen, was zurückgehalten worden war. Sein Mund bat nicht um Erlaubnis und war nicht sanft. Er war eine Aneignung, das Siegel der Spannung, die uns seit dem ersten Blickkontakt verzehrte. Er schmeckte nach Kaffee, nach Nacht, nach etwas Verbotenem. Ich stöhnte gegen seine Lippen, und meine Hände krallten sich in seinen Mantel, zogen daran, um den letzten Zentimeter Abstand zwischen uns zu löschen.
Er küsste mit einer Sicherheit, die keinen Zweifel zuließ. Eine seiner Hände grub sich in mein Haar und hielt meinen Kopf im exakten Winkel fest, während die andere meinen Rücken hinabglitt und mich an sich presste. Ich spürte ihn mit meinem ganzen Körper, eine Linie aus Hitze und Kraft, die mich zugleich zerbrechlich und unbesiegbar fühlen ließ. Und ich spürte noch mehr: gegen meinen Bauch drückte sich die harte, dicke Beule seines Schwanzes unter der Hose, bereits angeschwollen, seine Größe durch den Stoff als wortlose Warnung vor dem, was kommen würde. Ich rieb mich ohne nachzudenken an ihm, und er stieß ein tiefes, gutturales Knurren aus, das mich schlagartig zwischen den Beinen feucht machte.
Der Bahnhof drehte sich um mich. Die Lichter flackerten, oder vielleicht waren es meine Lider. Das Geräusch des Regens verwandelte sich in ein dumpfes Grollen in meinen Ohren, vermischt mit dem Blut, das mir gegen die Schläfen pochte. Die Kälte spürte ich nicht mehr; nur die Hitze, die von jedem Punkt ausging, an dem unsere Haut sich berührte, selbst durch die Kleidung hindurch.
Er löste den Kuss keuchend und vergrub das Gesicht in der Mulde meines Halses. Seine Zähne knabberten an meinem Ohrläppchen, ein Schmerz-vor-Pleasure-Kneifen, das mir einen unterdrückten Schrei entriss.
—Ich will dich hören — knurrte er gegen meine Haut, mit einer rauen, fast nicht wiederzuerkennenden Stimme —. Ich will hören, wie du klingst, wenn du vergisst, wo du bist. Ich will dich stöhnen hören wie eine Schlampe, wenn ich ihn dir bis zum Anschlag reinstecke.
Seine Hand glitt zwischen uns und begann, meinen Mantel mit einer Fertigkeit aufzuknöpfen, die nicht zur Dringlichkeit passte. Kalte Luft schlug mir auf die Haut am Bauch, doch sofort wurde sie von der Wärme seiner Hand ersetzt. Seine Hand war groß und rau, und sie legte sich auf mich, als wäre sie schon mein ganzes Leben dort gewesen. Sie glitt unter den Pullover, fand den BH, schob sich unter den Bügel und umschloss eine ganze Brust. Seine Finger kniffen mir in die Brustwarze, rollten sie, zogen sie, bis mir ein langer, zitternder Laut entfuhr, der in der Leere des Bahnhofs widerhallte. Er hatte recht: Dieser Laut war reine Kapitulation.
Er führte mich in eine dunklere Ecke, halb verborgen hinter einem Betonpfeiler und einer verblichenen Werbetafel. Die Wand empfing mich kalt durch den Pullover, ein brutaler Kontrast zu dem Feuer, das in mir lief. Seine Augen glänzten in der Dämmerung, zwei feste Lichtpunkte, die sich in meine bohrten, während seine Hände meinen Körper abtasteten und sich aneigneten. Höflichkeiten und Spielchen gab es nicht mehr, nur noch die nackte Dringlichkeit dessen, was geschehen würde.
Er zog meinen Pullover bis zum Hals hoch und riss mir den BH mit einem Ruck herunter. Meine Brüste lagen frei, die Brustwarzen hart und empfindlich unter dem kränklichen Licht der Leuchtstoffröhren. Ohne ein Wort bückte er sich und nahm eine ganz in den Mund. Er saugte mit Hunger, die raue Zunge kreiste um die Brustwarze, die Zähne streiften nur leicht, damit ich die Drohung spürte. Dann die andere. Und wieder die erste. Ich packte seinen Kopf mit beiden Händen und drückte ihn gegen mich, spürte, wie sein Mund meine Lust von der Brust bis zum Loch zwischen meinen Beinen zog mit einem unsichtbaren Faden, der meine Schenkel zusammenpressen ließ.
—Was für leckere Titten du hast — murmelte er gegen meine Haut, während er die weiche Haut um die Brustwarze herum biss —. Ich könnte dich die ganze Nacht fressen.
—Hör nicht auf — japste ich, und meine Stimme klang mir nicht nach mir selbst —. Hör nicht auf, verdammt.
Der Stoff meines Rocks raschelte, als er ihn hochschob. Seine Finger fanden den Rand der Strümpfe, die empfindliche Haut meiner Oberschenkel. Jede Berührung seiner Knöchel war eine Streicheleinheit mit Strom. Ich klammerte mich an seine Schultern, die Nägel in die Wolle gebohrt, verankerte mich an etwas Reales, während mein Verstand sich von allem löste, was nicht er war: sein Geruch, seine Berührung, das abgehackte Geräusch seines Atems.
Seine Hand wanderte höher, höher, bis an den Rand meiner Höschen. Er schob zwei Finger darunter und fand mich klatschnass. Er stieß ein scharfes, beinahe anerkennendes Keuchen zwischen den Zähnen aus.
—Sieh dich an — flüsterte er, die Finger gleitend über die geschwollenen Lippen meiner Möse, ausglitschend in der Feuchtigkeit —. Du triebst für einen Fremden in einem Bahnhof. Du bist eine hübsche kleine Schlampe.
Er schob mir den Slip zur Seite und drang mit einem Finger in mich ein. Dann mit zwei. Ich öffnete mich ihm, als würde ich ihn seit jeher kennen, und das feuchte Geräusch seiner Hand, die mich bearbeitete, stieg in der Bahnsteiglücke empor und vermischte sich mit dem Regen. Er krümmte die Finger, fand den exakten Punkt in mir und begann, ihn mit festem Rhythmus zu stoßen, während sein Daumen meinen Kitzler in engen Kreisen rieb. Meine Beine wurden weich, und er hielt mich mit der Hüfte gegen die Wand, ohne auch nur einen Moment lang aufzuhören, in mich zu pumpen.
—Komm — befahl er mir ins Ohr, die Stimme dicht und schwer —. Komm auf meiner Hand, bevor ich dich ficke. Ich will es spüren.
Und ich kam. Ich kam mit einem erstickten Schrei, der sich mir in die Kehle bohrte, und biss mir auf die Lippe, bis es blutete, um nicht die ganze Stadt zu wecken. Ich spürte, wie sich die Wände meiner Möse um seine Finger zusammenzogen, wie sie seine Hand aussaugten, und er bewegte sie weiter, holte den Orgasmus bis zum letzten Funken aus mir heraus.
Als ich noch immer zitterte, nahm er die Finger in den Mund und leckte sie ab, während er mich unverwandt ansah. Dann packte er mich an den Schultern und drückte mich nach unten. Ich fiel auf die Knie auf den Beton, ohne mich zu wehren, der Rock hochgeschoben, der Slip noch verdreht. Mit ungeschickten Fingern suchte ich nach seinem Gürtel. Er schob meine Hände weg und öffnete selbst seine Hose, mit einer Ruppigkeit, die mich die Schenkel wieder zusammenpressen ließ. Er holte seinen Schwanz heraus, und ich schluckte unwillkürlich.
Er war dick, lang, mit hervortretenden Adern entlang des Schafts und einem glänzenden Schaftkopf, bereits feucht von dicken Tropfen. Er umschloss ihn an der Basis mit einer Hand und hielt ihn mir ans Gesicht.
—Mach den Mund auf — sagte er.
Ich öffnete ihn. Er stieß mir den Schwanz mit einem einzigen Ruck ganz hinein, bis ich spürte, wie die Spitze gegen den Rachenboden schlug und mir Würgereflexe in die Brust stiegen. Er ließ mich nicht los. Er hielt meinen Kopf mit beiden Händen fest, die Finger in meinem Haar verstrickt, und begann, mich mit langsamen, tiefen Stößen in den Mund zu ficken, zog ihn fast ganz heraus und rammte ihn mir wieder bis in den Hals. Ich sabberte über seinem Schwanz, dicke Speichelfäden liefen mir vom Kinn bis zu den noch immer freigelegten Brüsten. Mir traten vor Anstrengung die Tränen in die Augen, aber ich wandte das Gesicht nicht ab. Ich lutschte ihn gierig, presste die Lippen um den Schaft, wann immer er herauskam, und schmeckte den salzigen Geschmack der Vorflüssigkeit auf der Zunge.
—Verdammt, wie gut du bläst — keuchte er, den Kopf zurückgeworfen —. Wie gut du mir den Schwanz lutschst, du kleine Schlampe.
Ich griff ihm mit einer Hand an die Eier und massierte sie, während er weiter zustieß. Sie waren schwer, prall. Die andere Hand wanderte wie von selbst zwischen meine Beine, unter den Rock, und ich begann, mir im Rhythmus seiner Hüften den Kitzler zu reiben. Ich stöhnte um seinen Schwanz herum, und die Vibration riss ihm einen Fluch aus.
—Stopp, stopp — knurrte er und zog mich an den Haaren hoch, um ihn mit einem obszönen Plopp aus meinem Mund zu ziehen —. Ich will noch nicht abspritzen. Ich muss dich erst ficken.
Er hob mich vom Boden, indem er mich unter den Achseln packte, und drehte mich zur Wand. Meine Wange lag auf kaltem, feuchtem Beton. Ich spürte seine Hände an meinem Arsch, wie sie mir den Rock bis zur Taille hochschoben, mir den Slip mit einem harten Ruck herunterrissen. Die Bahnhofsluft traf meine nackten Pobacken, und ich bebte. Dann spürte ich seinen Schwanz zwischen ihnen reiben, über den Schlitz gleiten, sich an dem nässen, was mir noch aus der Möse lief.
—Sage mir nein — forderte er mich heraus, die raue Stimme voller Verlangen und etwas Dunklerem, eine letzte geöffnete Tür zur Vernunft.
Meine Antwort war, mich gegen ihn zu wölben, den Arsch herauszustrecken, ihn offen anzubieten, eine instinktive und uralte Bewegung, die alles sagte, was meine Lippen nicht auszusprechen wagten. Ein Fluch zischte durch seine Zähne, halb Triumph, halb Kapitulation.
Er stieß mit einem einzigen Hieb in mich hinein, bis zum Anschlag. Ich schrie gegen die Wand. Ich spürte, wie er mich öffnete, mich Zentimeter für Zentimeter füllte, gegen Stellen in mir drückte, die seit Jahrhunderten niemand mehr geweckt hatte. Er hielt einen Moment still, atmete mir in den Nacken und ließ mich seine Größe annehmen. Dann begann er sich zu bewegen.
Was danach kam, war weder sanft noch romantisch. Es war ein Erdbeben. Er fickte mich gegen die Wand mit einer Brutalität, die mir den Atem nahm, mit Händen, die meine Hüften so fest packten, dass ich wusste, dass ich am Morgen seine Fingerabdrücke auf der Haut tragen würde. Jeder Stoß drückte meine Brüste gegen den eisigen Beton, und der Kontrast zwischen der Kälte an den Brustwarzen und dem Feuer in meiner Möse trieb mich in den Wahnsinn. Das Geräusch unserer aufeinanderprallenden Haut — das nasse, obszöne Platschen seines Schwanzes, der in mich hinein- und wieder herausfuhr — hallte von den Bahnhofswänden wider wie ein öffentliches Geständnis.
—So eng bist du — keuchte er mir ins Ohr, ohne aufzuhören zu stoßen —. So eine leckere Möse. Du wirst mich gleich abspritzen lassen, verdammt.
Er packte mich an den Haaren, riss meinen Kopf zurück und biss mir in die Schulter. Er änderte den Winkel, zog sich einen Augenblick zurück, zwang mich, die Beine weiter zu spreizen, und drang wieder ein, noch tiefer. Jetzt fickte er mich mit langen, langsamen, absichtsvollen Stößen, zog ihn fast ganz heraus und rammte ihn mir dann gemächlich wieder hinein, ließ mich spüren, wie er Zentimeter für Zentimeter nach unten glitt.
—Bettel drum — zischte er —. Bettel darum, dass ich ihn dir reinstecke. Sag es.
—Steck ihn mir rein — stöhnte ich, fast weinend —. Steck ihn mir ganz rein, bitte, härter, fick mich härter…
Er gehorchte mir. Er kehrte zu seinem wilden Rhythmus zurück, hämmerte mich gegen die Wand, und eine seiner Hände legte sich um meinen Körper und glitt zwischen meine Beine, um gleichzeitig meinen Kitzler zu reiben. Es war zu viel. Ich spürte, wie der zweite Orgasmus von meinen Füßen aufstieg, mich ganz durchlief, mich von innen zersprengte. Ich schrie, und er erstickte meinen Schrei mit einer Hand auf meinem Mund, während seiner gegen meinen Nacken vibrierte. Meine Möse zog sich in heftigen Zuckungen um seinen Schwanz zusammen, presste ihn, saugte ihn in sich hinein.
—Jetzt komme ich, verdammt, jetzt komme ich — knurrte er, beschleunigte schlagartig, stoßend ohne Kontrolle —. Wohin, sag mir wohin…
—In mich — keuchte ich ohne nachzudenken und biss in seine Handfläche, die mir noch immer den Mund bedeckte —. Komm in mich.
Er stieß einen tiefen, heiseren Laut aus, rammte sich bis zum Anschlag hinein, und ich spürte, wie sein Schwanz in mir pochte und heiße, dicke Schübe abspritzte, die meine ganze Möse füllten. Er blieb mit dem Arsch an mir gepresst, zog ihn nicht heraus, stieß noch kleine Male nach, während er sich in mir leerte, und stöhnte gegen mein Haar. Ich zitterte von Kopf bis Fuß, nur von der Wand und von ihm gehalten.
Es war schnell, intensiv und zutiefst transgressiv, dort, gegen die eisige Wand eines Bahnhofs, mit dem Regen als Vorhang und dem Echo eines Geisterzugs im Hintergrund. Als er sich schließlich zurückzog, tat er es langsam, und ich spürte, wie sein dickes Sperma an der Innenseite meiner Oberschenkel herabglitt, warm auf der kalten Haut.
***
Die Stille, die folgte, war fast ebenso überwältigend wie das Vorherige. Dick, schwer, nur unterbrochen von unserem ungleichmäßigen Atem, der sich allmählich beruhigte. Die Wirklichkeit sickerte langsam zurück: das konstante Tropfen des Regens, das ferne Summen der Stadt, die Kälte, die wieder an meinen von ihm nassen Beinen hochkroch.
Er löste sich mit einer Langsamkeit von mir, die ihm wehgetan zu haben schien. Seine Hände halfen mir, die Kleidung wieder in Ordnung zu bringen, zogen mir den Rock über den noch brennenden Arsch, richteten den BH über den geschwollenen Brüsten und den Pullover darüber. Diese alltägliche Geste wirkte nach der vorangegangenen Wildheit fast noch intimer als alles andere. Seine Finger zitterten ein wenig auf meiner Haut. Er hob meinen zerrissenen Slip vom Boden auf, betrachtete ihn einen Moment lang und steckte ihn dann mit einem halben Lächeln in die Manteltasche. Er sagte nichts. Er sah mich nur an, und in seinen Augen lag nicht mehr das herausfordernde Geheimnis vom Anfang, sondern ein Erstaunen, das meines genau spiegelte.
Das metallische Dröhnen eines einfahrenden Zuges auf einem entfernten Gleis ließ uns auseinanderfahren. Das Licht seiner Scheinwerfer streifte für eine Sekunde den Bahnhof und beleuchtete uns wie ein vom Himmel gefallenes Scheinwerferlicht. Das war das Zeichen.
—Das ist meiner — sagte er, und seine Stimme hatte einen Teil ihrer anfänglichen Fassung wiedergewonnen, auch wenn nun ein neuer Riss darin war.
Ich nickte, unfähig zu sprechen. Mein Körper pochte noch immer, jeder Herzschlag eine Erinnerung an das, was gerade geschehen war. Ich spürte, wie sein Sperma noch in mir hinabglitt, eine warme Spur, die mich den ganzen Rückweg begleiten würde.
Er richtete den Mantel und war für einen Augenblick wieder der Fremde auf dem Bahnsteig, das elegante, ferne Gespenst von vorhin. Doch dann drehte er sich ein letztes Mal zu mir um. Er trat näher und legte seine Lippen in einem letzten Kuss auf meine, so sanft und langsam, wie der erste so dringend und verschlingend gewesen war. Ein Abschiedskuss. Fast ein Dankeschön.
—Bis zur nächsten Station — murmelte er.
Und dann ging er. Diesmal hallten seine Schritte tatsächlich wider, tönten durch die Leere, bis sie sich in der nassen Nacht verloren. Ich blieb an die kalte Wand gelehnt zurück, zitternd, mit seinem Geschmack noch im Mund, dem Abdruck seiner Berührung auf der Haut und seinem Erguss, der mir zwischen den Beinen hinablief.
Ein neuer Zug, der wirkliche erste des Morgens, fuhr mit kreischenden Bremsen ein. Die Türen öffneten sich mit einem mechanischen Seufzen, und müde Schatten in nassen Mänteln stiegen aus, schleppten sich in ihre geordneten Leben.
Ich stieg in den Waggon, fand einen Platz am Fenster und ließ mich sinken, die Schenkel mit einem kleinen Schauer zusammenpressend, als ich die klebrige Feuchtigkeit dazwischen spürte. Mein Spiegelbild im Glas war das einer Frau, die nicht mehr ganz ich war. Meine Augen glänzten vor einem dunklen Geheimnis, meine Lippen waren leicht geschwollen, und in mir brannte eine Glut, die kein Regen löschen würde. Der Bahnhof verblasste in der Ferne, wurde zu einem Heiligtum aus Beton und Schatten, in dem eine frühere Version von mir für immer zurückblieb. Ich fuhr davon mit der neuen Frau, geformt in der Hitze eines Unbekannten, wissend, dass nichts je wieder so sein würde wie zuvor. Das Geheimnis hatte sich nicht gelöst: Es hatte sich in mir eingerichtet, für immer.