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Relatos Ardientes

Der erste Sonnenaufgang, den wir gemeinsam erlebten

Das Licht sickerte durch die Lamellen des Rollos und tauchte das Zimmer in ein warmes Gold, als wäre der Morgen auf Zehenspitzen hereingekommen, um nicht zu stören. Die Laken bewahrten noch die Wärme der Nacht. Draußen begann die Stadt erst langsam, sich zu regen.

Mariana war die Erste, die die Augen öffnete. Es dauerte ein paar Sekunden, bis sie begriff, wo sie war — und zwar nicht wegen des Ortes, sondern wegen der Ruhe, die sie in der Brust spürte. Einen Moment länger brauchte sie, um zu merken, dass Daniela sie noch immer umarmte.

Jahrelang war sie mit dem Gefühl aufgewacht, dass etwas fehlte, dass sich die Welt viel zu schnell drehte und sie immer einen halben Schritt zurückblieb. An diesem Morgen fehlte zum ersten Mal seit langer Zeit gar nichts.

Daniela schlief mit einer Entspannung, die jedes Gegenargument entwaffnete. Ihr Atem war ruhig, warm an Marianas Seite, und mit jedem Ausatmen strich er ihr wie eine unwillkürliche Liebkosung über die Haut am Hals.

Mariana bewegte sich nicht. Sie wollte diesen Augenblick nicht zerstören. Heute nicht, dachte sie. Heute will ich einfach nur bleiben.

Behutsam legte sie die Stirn auf Danielas zerzaustes Haar, atmete ihren Duft ein und schloss noch einmal für einen Moment die Augen. Vielleicht, nur vielleicht, hatte sie endlich etwas gefunden, das es wert war, nicht loszulassen.

Was Mariana nicht wusste: Daniela war längst wach. Seit einigen Minuten schon tat sie nur so, als schliefe sie, und wollte jedes Detail festhalten — das Gewicht des Arms um ihre Taille, den Geruch von Baumwolle, den langsamen Pulsschlag an ihrem Rücken, das Prickeln, sie so nah bei sich zu haben.

Und plötzlich begriff sie es mit einer Klarheit, die fast weh tat. Ja. Das ist Liebe.

Es war keine Bewunderung. Nicht der unbeholfene Überschwang einer flüchtigen Verliebtheit, keine in Einsamkeit zusammengebastelte Fantasie. Es war Liebe, einfach und gegenwärtig, und sie war da, mitten in diesem Bett. Daniela wusste nicht, seit wann sie sie in sich trug, aber jetzt stieg sie an die Oberfläche, ohne um Erlaubnis zu bitten, wie die Sonne zwischen den Jalousien.

Die Minuten vergingen weiter. Daniela versuchte, sich zu bewegen, ohne sie zu wecken, doch ein warmer Kuss auf der Schulter verriet sie. Sanft, halb verschlafen, fast ein Reflex, gefolgt von einem Murmeln.

—Guten Morgen —sagte Mariana an ihrer Haut.

Daniela lächelte. Sie drehte sich nur ein wenig, um sie anzusehen, mit einer Zärtlichkeit, von der sie selbst nicht gewusst hatte, dass sie sie besaß.

—Guten Morgen —antwortete sie.

Die beiden lächelten wie Komplizinnen von etwas Heiligem. Mit noch schweren Augen vom Schlaf versuchten sie, einander zu lesen, einander schweigend zu entschlüsseln. Daniela hätte gern so bleiben wollen, verloren in Marianas Blick und umfangen von ihren Armen.

Doch die Uhr teilte diesen Wunsch nicht. Sie war pünktlich, gleichgültig, eine grausame Erinnerung daran, dass die Welt draußen unaufhörlich weiterlief. Und schlimmer noch: Die Erinnerung an ihre Schicht im Krankenhaus traf sie wie eine leichte Ohrfeige.

—Ich muss los —sagte Daniela mit einem Seufzen—. Heute bin ich für die Kinderstation eingeteilt.

—So früh?

—Früh ist es nicht gerade, aber ja. Mein Chef war sehr „großzügig“, als er mir den Reiseurlaub genehmigt hat, und jetzt lässt er mich die Rechnung mit Extra-Schichten bezahlen. Meistens setzt er mich genau dann ein, wenn er selbst Dienst hat, und das ist… —sie stockte, suchte nach dem Wort— nun ja, unangenehm. Ich habe das Gefühl, dass er mich beobachtet.

Mariana runzelte die Stirn. Sie sagte nichts, aber ihr Blick verhärtete sich einen Hauch, ein Aufflackern von etwas, das fast Eifersucht war und das sie selbst nicht benennen konnte.

—Dann lass mich dir schnell was machen —sagte sie und richtete sich schon im Bett auf—. Du gehst nicht ohne Frühstück hier raus.

Daniela nickte und klammerte sich noch an das Kissen, das den Geruch der anderen bewahrte.

Mariana stand ohne Eile auf, zog ein altes T-Shirt über und band sich das Haar notdürftig zu einem Zopf, bevor sie in die Küche ging. Daniela sah ihr nach, wie sie hinter der Tür verschwand, und blieb einen Moment still liegen, erlaubte sich, dieses neue, unbekannte Gefühl zu spüren, das der ganze Raum atmete: Zuhause.

***

Sie stand auf, nahm ein Handtuch von der Stuhllehne und ging ins Bad. Das warme Wasser vertrieb ihre Müdigkeit, nicht aber ihre Gedanken. Sie dachte an sie. An ihre bezaubernde Ungeschicklichkeit. An die sichtbare Anstrengung, mit der sie versuchte, nicht wegzulaufen. An diese seltsame Ruhe, die es ihr gab, an ihrer Seite zu sein, auch wenn sie nichts taten und nichts sagten.

Sie kam in das Handtuch gewickelt heraus und trocknete sich mit einem kleineren die Haare. Sie ging zu dem Stuhl, auf den sie ihre Sachen gelegt hatte, als sie Marianas Stimme hörte, die durch die halb geöffnete Tür hereinspähte.

—Dani, das Frühstü… —Sie brach ab.

Daniela drehte sich auf den Laut reflexhaft um, ohne zu bemerken, dass das Handtuch sich gelockert hatte. In einer Sekundenbruchteile fiel es zu Boden.

Das Schweigen war vollkommen.

Daniela riss die Augen auf und spürte, wie ihr das Gesicht auf einen Schlag brannte, eine Hitze, die vom Hals bis zu den Ohren hochstieg. Mariana blieb stehen. Nur einen Moment lang.

Aber der reichte.

Das Bild brannte sich mit beinahe grausamer Präzision in ihren Kopf, wie ein Foto, das ohne Erlaubnis aufgenommen worden war: Danielas pralle, festen Brüste, die Brustwarzen vom Frost aufgerichtet, der flache Bauch hinab zu dieser rasierten Muschi, deren rosige, feucht glänzende Lippen sichtbar waren; die Rundung der Hüfte, die noch nasse Haut. Mariana spürte, wie ihr der Mund trocken wurde und wie sich unter dem alten T-Shirt ihre eigenen Brustwarzen schlagartig verhärteten.

Mariana drehte sich sofort weg, unbeholfen, als würde der Boden ihr die Füße verbrennen, und zwang sich, nicht mehr hinzusehen, während etwas Unbekanntes — oder vielleicht viel zu Vertrautes — ihr die Brust hinaufstieg und, ohne Erlaubnis, bis in den Unterleib hinabglitt.

—Entschuldigung, Entschuldigung! Ich… ich wollte nicht —stammelte sie und wich in den Flur zurück—. Ich wollte dich nur Bescheid sagen. Ich habe nicht gesehen… Ich schwöre, ich…

Sie konnte den Satz nicht zu Ende bringen, weil sie tief in sich wusste, dass sie sehr wohl wollte. Dass sie den ganzen Morgen schon gewollt hatte. Dass sie sterben würde, wenn sie ihre Zunge zwischen diese Schenkel schieben und ihre Muschi lecken könnte, bis Daniela ihren Namen schrie.

Daniela hob das Handtuch hastig auf, rot wie nie zuvor. Aber sie war nicht verärgert. Auch nicht im schlechten Sinn beschämt. Nur überrascht. Und tief in ihrem Inneren dankbar, weil sie bei ihr keine Angst empfand und diese tollpatschige Reaktion eine schwer zu erklärende Zärtlichkeit in ihr auslöste. Es gefiel ihr sogar, zu wissen, dass Mariana sie ganz gesehen hatte; ihr gefiel es, sich vorzustellen, was sie in jener endlosen Sekunde gedacht haben mochte.

Von der Tür aus murmelte Mariana weiter Entschuldigungen, den Blick fest auf den Boden geheftet.

—Mari —sagte Daniela, inzwischen mit dem Handtuch fest um den Körper und einem kaum unterdrückten Lächeln—. Schon gut. Es war ein Unfall.

—Ja, klar, aber trotzdem… Ich hätte nicht so reinkommen dürfen.

Daniela trat langsam zur Tür und sah sie sanft an.

—Wenn mir von allen Menschen auf der Welt so etwas passieren musste —sagte sie leise—, bin ich froh, dass du es warst.

Mariana hob den Blick. Sie sagte nichts. Sie schluckte nur.

Doch in ihrem Kopf lebte das Bild weiter: die harten Brustwarzen, das kleine Haar auf dem Schambein, der feuchte Glanz zwischen den Lippen der Muschi. Nicht aus Geilheit, nicht aus einem plumpen, unmittelbaren Verlangen, sondern wegen der Schönheit — und ja, auch wegen des brutal Heißen — daran, so nah an etwas zu sein, das sie einst für unerreichbar gehalten hatte. Sie presste unauffällig die Schenkel zusammen, als sie merkte, dass ihr Slip feucht wurde.

***

Daniela zog sich fertig an mit der bequemen Kleidung, die Mariana ihr geliehen hatte. Sie hatte ihr so viele Möglichkeiten angeboten, wie sie besaß, nur damit sie sich in diesem Raum, der ihr noch fremd war, wie zu Hause fühlen konnte.

Sie frühstückten schweigend, aber es war kein unangenehmes Schweigen. Im Gegenteil. Daniela, deren Wangen noch immer warm waren, servierte den Kaffee mit entzückender Ungeschicklichkeit, verschüttete einen Tropfen auf den Teller und wischte ihn mit dem Finger weg. Mariana sagte nichts. Sie beobachtete sie nur, an der Arbeitsplatte lehnend, die Tasse in den Händen.

Dieser feste Blick brachte Danielas Lippen zum Zittern, und das, obwohl sie bereits vollständig angezogen war. Ein Zittern, das ihren Hals hinabglitt, über die Brustwarzen, die sich unter dem geliehenen T-Shirt abzeichneten, und sich schließlich zwischen ihren Schenkeln zusammenzog.

Das Verlangen war nicht neu. Aber nie war es so deutlich gewesen.

Mariana stand auf und streckte den Hals mit einer trägen Bewegung.

—Ich geh kurz duschen. Dauert nicht lange. Dann bring ich dich zu deiner Wohnung und von dort ins Krankenhaus.

In Wahrheit wollte sie, dass das kalte Wasser ihre Temperatur etwas senkte, jene Hitze, die jedes Mal in ihr aufstieg, wenn sie Daniela zu lange ansah. Sie musste sich berühren, die Finger in sich schieben und diese Hitze loswerden, bevor sie noch etwas Verrücktes tat.

—Mach dir keine Mühe mehr. Von hier aus kann ich mir ein Taxi rufen.

—Auf keinen Fall. Ich hab dich hergebracht, also bring ich dich auch zurück —sagte sie mit einer Stimme, die halb Befehl, halb Spiel war.

Daniela nickte und blieb sitzen, trank ihren Kaffee aus, während Mariana wie ein Blitz ins Bad verschwand.

Allein in der Küche konnte Daniela das, was sie fühlte, nicht mehr zurückhalten. Dieser durchdringende Blick, der sie in jenem Sekundenbruchteil überflogen hatte, hatte etwas in ihr aufgewühlt, etwas, das viel zu lange geschlummert hatte. Sie fragte sich, was passiert wäre, wenn die Rollen vertauscht gewesen wären, wenn sie diejenige gewesen wäre, die versehentlich hineingeht, die Mariana nackt im Morgenlicht sieht. Sie stellte sie sich vor: die kleineren, aber festen Brüste, die dunklen Brustwarzen, die enge Muschi zwischen den gepressten Schenkeln. Sie spürte, wie ihr der geliehene Slip feucht wurde.

Du solltest deine Gedanken nicht die Kontrolle übernehmen lassen, sagte sie sich. Doch es war schon zu spät: Sie hatte, ohne es zu merken, die Kante des Sitzes zwischen die Beine geklemmt, und die Reibung gegen die Klitoris schickte ihr einen Schock durch den Körper, der sie tief einatmen ließ.

Sie wartete ein paar Sekunden. Sie zählte bis zehn. Und es war unmöglich, es zurückzuhalten.

Sie stand auf, ohne groß nachzudenken. Sie wollte nicht länger vor dem Verlangen fliehen. Nicht bei ihr.

***

Sie ging zum Bad. Die Tür stand einen Spalt offen, und Dampf begann durch den Spalt zu kriechen, zeichnete warme Schleier in die Flurluft. Sie klopfte leise mit den Knöcheln.

—Mari?

—Ja? —antwortete Mariana von drinnen, die Stimme vom Rauschen des Wassers gedämpft.

Daniela stieß die Tür auf. Mariana stand mit dem Rücken zu ihr unter dem Wasserstrahl, ohne etwas am Körper. Ihre Haut glänzte vom Dampf, und das Wasser rann ihr über den Rücken bis zur Rundung der Taille, lief der Rinne des festen Hinterns entlang und verlor sich zwischen den Pobacken. Sie hatte nicht bemerkt, dass Daniela da war und sie durch das beschlagene Glas der Duschkabine beobachtete.

Mit hämmerndem Herzen begann Daniela, die geliehene Kleidung auszuziehen. Erst fiel das T-Shirt, dann die Hose und zuletzt der durchnässte Slip, der sich mit einem feuchten Ruck von ihrer Muschi löste. Sie schob die Glastür auf und setzte einen Fuß hinein. Genau in diesem Moment drehte sich Mariana um.

—Ist alles okay? —fragte sie mit einer ruhigen Stimme, die nicht zu dem Zittern passte, das sie innerlich spürte. Und bei dem, was sie sah, wurde aus diesem Zittern ein Schlag direkt in den Unterleib: Daniela dort, wieder nackt, diesmal absichtlich, mit harten Brustwarzen, die ihr entgegenragten, und der rasierten Muschi, die unter dem Licht glänzte.

Daniela lächelte schelmisch und biss sich leicht auf die Lippe.

—Jetzt sind wir quitt.

Mariana sah sie unverwandt an. Diesmal versuchte sie nicht, den Blick nur bis zu den Augen sinken zu lassen: Sie ließ ihn über ihren ganzen Körper wandern, ohne sich zu verstellen, hielt an den Brüsten, am Bauch, an dem perfekten V zwischen ihren Schenkeln inne.

Der Dampf umhüllte sie, dicht und warm, verwischte die Konturen der Welt. Das Wasser fiel zwischen den beiden wie ein lebender Vorhang.

Daniela machte noch einen Schritt. Doch sie hielt inne, als sie bemerkte, dass Mariana leicht zurückwich, fast reflexhaft, und genau da kehrte die Verlegenheit in sie zurück.

—Ich glaube, ich bin zu schnell… —murmelte sie—. Sorry. Ich will das hier nicht kaputtmachen.

Sie drehte sich beschämt um, entschlossen zu gehen.

Doch sie kam nicht weit.

Mariana umarmte sie von hinten, sanft und fest zugleich. Ein Arm legte sich um ihre Taille und zog sie an sich, bis ihre Körper aneinandergepresst waren. Danielas nasse Haut bebte an ihrer. Sie spürte Marianas harte Brüste, die sich in ihren Rücken drückten, die aufgerichteten Brustwarzen, die wie glühende Kohlen an ihrer Haut rieben.

Und als Daniela sich lösen wollte, glitt Marianas andere Hand langsam, offen, über ihre Brust. Es war eine exakte, millimetergenaue Berührung, als kenne sie bereits auswendig jeden Zentimeter dieses Körpers. Sie drückte eine Brust, rollte die Brustwarze zwischen ihren Fingern, bis Daniela ein tiefes Stöhnen entwich, das im Rauschen des Wassers erstickte.

Daniela schloss die Augen. Sie spürte Marianas Atem im Nacken, die Berührung ihrer Lippen, die sich bis ans Ohrläppchen hinaufschob. Marianas andere Hand glitt langsam über ihren Bauch, ohne Eile, und blieb genau über dem Schambein stehen. Ein Finger glitt nach unten, streifte kaum die geschwollene Klitoris, und Daniela zuckte zusammen.

—Bleib bei mir —flüsterte Mariana ihr direkt ins Ohr—. Geh nicht weg. Ich will dich ganz mit Haut und Haar.

Daniela leistete keinen Widerstand. Sie wusste genau, was geschehen würde, wenn sie sich umdrehte, aber sie konnte dieses Verlangen nicht länger zurückhalten, also tat sie es. Nun stand sie ihr gegenüber, beide atemlos unter dem Wasser, die Brüste aneinanderreibend, die Schenkel suchend im Dampf.

Sie sahen sich an.

Und sie küssten sich.

Nicht wie die anderen Male. Nicht mit der Scheu von Menschen, die sich vorsichtig auf unbekanntem Boden bewegen. Diesmal war es ein langer, tiefer Kuss, die Zungen verheddert ohne Scham, beißend auf den Lippen, sie saugten aneinander. Danielas Hände suchten Marianas Rücken, glitten über ihre Schultern, fuhren hinunter, um ihr mit beiden Händen den Hintern zu packen und sie an sich zu pressen. Mariana stöhnte in ihrem Mund.

Es war ein Treffen ohne Eile und zugleich verzweifelt, voller Entdeckungen. Voller Seufzer, die an der Haut des Halses erstickten. Voller Haut, die sich ohne Worte verstand. Mariana zeichnete mit den Fingern die Konturen ihrer Hüften nach, beugte sich hinunter und nahm eine Brust mit dem Mund. Sie saugte sie ganz, hungrig, zog an der Brustwarze mit den Zähnen, bis Daniela einen Schrei ausstieß, der an den Fliesen zurückprallte.

—Mari, verdammt… —japste Daniela und griff ihr mit beiden Händen an den Kopf, drückte ihr Gesicht noch tiefer an ihre Brust.

Mariana wechselte zur anderen Brust, leckte sie langsam, zog Kreise um die Brustwarze, bevor sie daran sog, bis sie gerötet und pochend war. Dann küsste sie sich den Bauch hinab, kniete unter dem Wasser nieder, das ihr über den Rücken lief, und hielt mit dem Mund einen Zentimeter vor Danielas Muschi inne.

—Mach die Beine auf —sagte sie, und ihre Stimme klang heiser, anders, aufgeladen mit einer Autorität, die keine von beiden an ihr kannte.

Daniela gehorchte. Sie stützte eine Hand an der Duschwand ab, um nicht zu fallen, und spreizte die Schenkel. Mariana kam noch näher, zog mit der flachen, breiten Zunge die ganze Spalte ihrer Muschi von unten nach oben entlang und endete mit einem langsamen Kuss auf der geschwollenen Klitoris.

—Oh Gott, Mari, hör nicht auf… —japste Daniela und schob die Hüften vor.

Mariana hörte nicht auf. Sie öffnete Danielas Schamlippen mit den Fingern und drückte die Zunge hinein, zog sie wieder heraus, umwickelte die Klitoris damit und sog daran, als wäre sie ein Bonbon. Der Speichel mischte sich mit Danielas Saft und dem Wasser, das auf beide fiel. Sie schob einen Finger hinein, dann zwei, und begann, sie zu ficken, während sie weiter an der Klitoris saugte, und spürte, wie sich die Muschi mit jedem Stoß um ihre Finger zusammenzog.

Daniela konnte sich nicht mehr halten. Sie klammerte sich an Marianas Schultern, an ihr nasses Haar, an die Duschstange. Sie warf den Kopf gegen die Fliesen zurück und biss sich auf die Lippe, um einen Laut zu unterdrücken, der sich schließlich doch befreite — ein langer, schriller Stöhnlaut, der sich zwischen den feuchten Wänden hallend brach.

—Ich komm gleich, Mari, ich komm gleich —japste sie mit gebrochener Stimme.

Mariana trieb die Finger tiefer in sie, krümmte sie, drückte genau auf den Punkt, der sie zittern ließ, und saugte an der Klitoris mit noch mehr Kraft. Daniela riss den Mund in einem stummen Schrei auf, ihre Knie gaben nach, und der Orgasmus erschütterte sie von Kopf bis Fuß. Sie spürte, wie ihre Muschi um Marianas Finger herum pochte, wie ihre Beine unkontrolliert zitterten, wie ein warmer Schwall ihrer eigenen Säfte sich mit dem Speichel der anderen mischte und mit dem Wasser den Innenschenkel hinablief.

—Nicht aufhören —bat sie mit schwacher Stimme, obwohl sie kaum noch stehen konnte.

Mariana hielt sie an den Hüften fest, während Daniela zu Ende kam, und leckte ihr die Muschi sanft aus, kostete jedes Zucken aus. Als sie sich endlich aufrichtete, hatte sie den Mund glänzend und ein neues Lächeln auf den Lippen, eines, das Daniela noch nie an ihr gesehen hatte.

—Jetzt bist du dran, mir den Gefallen zurückzugeben —murmelte Mariana an ihrem Mund und gab ihr in einem langen, schmutzigen Kuss den eigenen Geschmack zu kosten.

Daniela brauchte nichts weiter. Sie drehte sie um, lehnte ihren Rücken gegen die kalten Fliesen und kniete sich vor sie. Sie spreizte ihr mit den Händen die Schenkel und blieb einen Moment lang einfach nur schauen: Marianas Muschi war eng, mit dicht anliegenden Lippen und kurzem, dunklem Haar auf dem Schambein, und sie glänzte bereits von Feuchtigkeit, die nicht nur Wasser war.

—Du bist ganz nass —flüsterte Daniela und vergrub das Gesicht zwischen ihren Beinen.

Sie leckte sie hungrig, ohne Scham, lernte im Tun. Sie fuhr mit der Zunge über die ganze Spalte, umspielte die Klitoris, sog daran, bis sie sie stöhnen hörte. Mariana packte ihren Kopf mit beiden Händen und bewegte ihr Gesicht gegen ihre Muschi, gab den Rhythmus vor, rieb sich schamlos an ihr.

—So, Dani, so, hör nicht auf —japste sie mit gebrochener Stimme—, steck mir die Finger rein, bitte…

Daniela gehorchte. Sie schob erst einen Finger in sie, spürte, wie eng und brennend es war, dann einen zweiten. Sie begann, sie langsam zu ficken und gleichzeitig an der Klitoris zu saugen, so wie man es bei ihr getan hatte. Marianas Schenkel begannen zu zittern. Das Wasser lief über beide, über Danielas Haar, das an ihrer Stirn klebte, über Marianas durchgebogenen Rücken.

—Ich komm… oh… Dani, ich komm, ich komm —stöhnte Mariana und drückte ihr Gesicht fester an ihre Muschi.

Daniela trieb die Finger tiefer und saugte mit aller Kraft an ihrer Klitoris. Mariana krümmte sich mit einem erstickten Schrei nach vorn, ihr ganzer Körper vom Orgasmus erschüttert, und Daniela spürte, wie sich die Wände der Muschi immer wieder um ihre Finger zusammenzogen und sie durchnässten.

Und diese Dusche, die als Flucht begonnen hatte, wurde zu einem Zufluchtsort. Dort drinnen gab es keine Welt, keine Uhr, keine Schicht im Krankenhaus, keinen Chef, der sie beobachtete. Nur zwei Körper und zwei Geschichten, die sich endlich begegneten, ohne Schuld und ohne Masken.

Sie küssten sich erneut, noch immer zitternd, kosteten einander im Mund. Und sie hörten nicht dabei auf. Mariana lehnte sich wieder gegen die Fliesen, zog Daniela an sich und sie verschränkten die Beine. Sie rieben Muschi an Muschi, die geschwollenen Klitoriden glitten unter dem Wasser aneinander, zuerst langsam, dann verzweifelt. Sie packten einander am Hintern, bissen sich in den Hals, saugten an den aufgerichteten Brustwarzen.

—Noch mal, Mari, mach mich nochmal kommen —japste Daniela an ihrem Ohr.

Und Mariana stieß kräftiger, Knochen gegen Knochen, Muschi gegen Muschi, spürte, wie die Klitoris der anderen an ihrer rieb, wie sich ihre Säfte zwischen ihnen mischten, bis sie nicht mehr wussten, wem was gehörte. Sie kamen erneut, fast gleichzeitig, aneinandergeklammert, mit aneinandergepressten Mündern, um ihre Stöhnlaute zu ersticken.

Die letzten Kleidungsstücke, die Daniela noch nicht ausgezogen hatte — weil es ohnehin keine mehr gab — waren die der Selbstbeherrschung. Auch sie fielen, durchnässt von Dampf und Verlangen, bis zwischen ihnen nichts mehr blieb als Wasser, Speichel und ein gemeinsames Beben. Ihre Atemzüge wurden gleichmäßig, ihre Hände lernten neue Wege, und die Zeit hatte ausnahmsweise die Anstand, wegzusehen.

Als sie schließlich innehielten, Stirn an Stirn, die Herzen im Galopp und die Haut brennend unter dem Wasser, das bereits zu kühlen begann, sagte keine von beiden etwas. Es war nicht nötig.

Mitten in dem abgehackten Atem und dem Zittern, das ihnen noch immer über die Lippen lief, begriffen beide zugleich etwas.

Dieser Sonnenaufgang hatte nicht den Beginn des Tages markiert.

Er hatte den Beginn von ihnen markiert.

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