Was Papa an jenem Nachmittag in mir weckte
Ich kam erschöpft von der Uni nach Hause und warf mich aufs Bett, ohne mir einmal die Schuhe auszuziehen. Ich weiß nicht, wie lange ich schlief. Als ich die Augen öffnete, saß er schon neben mir.
Ich kam erschöpft von der Uni nach Hause und warf mich aufs Bett, ohne mir einmal die Schuhe auszuziehen. Ich weiß nicht, wie lange ich schlief. Als ich die Augen öffnete, saß er schon neben mir.
Die Beine im richtigen Moment zu überschlagen, war alles, was ich brauchte, damit er aufhörte zu tun, als würde er mich nicht ansehen. Der Rest war nur eine Frage der Zeit.
Sofía erzählte mir in jener Nacht, ihr Freund sei zu viel für sie. Ich lächelte nur. Für mich war das kein Problem, sondern eine Einladung.
Jeden Freitag betrat Marcos unsere Tür im Wissen, dass er erst am Sonntag wieder er selbst sein würde. Das Halsband, der Käfig und das Kleid warteten auf ihn.
Als ich an jenem Tag unangekündigt in die Garage ging, fand ich zwei Frauen mit bandagierten Händen, nackten Brüsten und jahrelang aufgestauter Wut.
Ich fuhr vom Parkplatz, ohne zu wissen, wohin wir unterwegs waren. Sie hatte im Beifahrersitz bereits ihre Hose geöffnet und atmete unaufhörlich schwer.
Ich fuhr mit einem viel zu engen roten Kleid zum Flughafen und einem Geheimnis zwischen den Beinen. In jener Nacht drang das Rot uns in Haut, Mund und alles.
Zwanzig Jahre in gestärkter Uniform, und noch nie hatte ich auf einem Flur gezittert. In jener Nacht wusste ich mit dem Eiskübel in den Händen: Ich würde zerbrechen.