Monate vor dem Bildschirm und eine echte Nacht, die alles veränderte
Vier Monate lang sahen wir uns nur per Kamera. An diesem Dezemberabend stand sie endlich leibhaftig vor mir, in einem Zimmer, das schon nach dem roch, was gleich passieren würde.
Vier Monate lang sahen wir uns nur per Kamera. An diesem Dezemberabend stand sie endlich leibhaftig vor mir, in einem Zimmer, das schon nach dem roch, was gleich passieren würde.
Ich begehrte sie monatelang heimlich, las ihre privaten Nachrichten und verfolgte jeden ihrer Schritte. Als ich sie mit Maske ins Hotel zitierte, wusste sie nicht, dass ich es war.
Beim ersten Mal nannte er mich Schlampe. Beim zweiten flehte er mich an, nicht aufzuhören.
Ich ging mit klopfendem Herzen und rotem Spitzen-Set unter dem Kleid ins Zimmer. Diego war keine Stimme mehr am Telefon.
Ich ging ziellos, als er den Kopf aus dem zweiten Stock hob und mich ansah, als wüsste er schon vor mir, dass wir in seinen Laken landen würden.
Wir waren drei Jahre lang Liebende, als er mir diesen Vorschlag machte. Er wollte mich mit einem anderen sehen. Und zu wissen, dass er zuschaute, veränderte alles, was ich in dieser Nacht empfand.
Zwanzig Jahre in gestärkter Uniform, und noch nie hatte ich auf einem Flur gezittert. In jener Nacht wusste ich mit dem Eiskübel in den Händen: Ich würde zerbrechen.
Seit Wochen brannte in mir dieses unerträgliche Verlangen, besessen zu werden. In einer Nacht beschloss ich zu handeln: Ich schminkte mich, zog mich provokant an und traf mich mit einem fremden, bestens bestückten Mann.