Was an ihrem Tanten-Geburtstag geschah
Sie sagte zu, zum Geburtstag ihrer Lieblingstante zu bleiben. Sie ahnte nicht, dass zwei Frauen diese Nacht mit Bedacht jede Berührung geplant hatten.
Sie sagte zu, zum Geburtstag ihrer Lieblingstante zu bleiben. Sie ahnte nicht, dass zwei Frauen diese Nacht mit Bedacht jede Berührung geplant hatten.
Ich dachte, ich hätte sie gegen die Wand gedrängt. Erst nach einem Moment begriff ich, dass ich die Einzige war, die in diesem leeren Haus gefangen war.
Ich folgte ihr in den sozialen Medien, um mich an meiner Ex zu rächen, doch am Ende begehrte ich sie. Monate später sah ich sie mitten in der Menge wieder und wusste: Diesmal würde ich sie nicht gehen lassen.
Als sie vorschlug, dass die Verliererin ein Kleidungsstück ausziehen musste, sagte ich ohne nachzudenken Ja. Ich ahnte nicht, was danach kommen würde –oder dass wir am Ende nackt wären.
Sechs Wochen hatte ich nicht mehr richtig geschlafen, und noch immer hing ihr Geruch in meinen Laken. An jenem Morgen im Café an der Avenida begriff ich, wie weh es tut, jemanden zu verlieren, der noch immer nach dir riecht.
Die unter dem Baum versteckte Schachtel war nicht für mich. Sie war für sie, und als sie mich bat, ihr den Umgang damit zu zeigen, wusste ich, dass die Nacht ganz anders enden würde als geplant.
Nie hatte ich so an eine andere Frau gedacht, bis ihr weißer Kittel mein Knie streifte und ich begriff, dass diese Untersuchung sich von keiner anderen gleichen würde.
Sie wachte mir den Rücken zugewandt auf, mit meinem Biss am Schulterblatt. Ich sagte ihr, das Bad gehöre mir, und sie gehorchte ohne zu fragen.
Esperanza hätte nie gedacht, eine andere Frau so anzusehen, bis Marisol sie am Feuer umarmte und ihre Lippen sich wie zufällig berührten. Anfangs zufällig. Danach nicht mehr.
Mit achtundvierzig küsst mich meine beste Freundin in einer Bar in Miami. Es ist mein erstes Mal mit einer Frau – und ich weiß, dass nichts mehr wie zuvor sein wird.
Sie schlief schon seit Wochen in einem anderen Bett und schwor, dass sie nicht mehr an sie dachte. Bis ich sie auf der anderen Seite des Glases sah, durchnässt und so blickend, als hätte sie nie aufgehört.
Ich kam mit meinem Aufnahmegerät und meinen vorbereiteten Fragen. Sie empfing mich mit einer Tasse Kaffee und einem Lächeln, das nicht ganz professionell war.
Wir kamen von der Arbeit, schlossen die Tür und vergaßen die Welt. Bis die Nachricht von Vales Cousine auftauchte und alles änderte.
In der Flughafenbar war nur noch ein Platz frei. Ich setzte mich, ohne zu ahnen, dass die Rothaarige mir gegenüber mein ganzes Leben dem Erdboden gleichmachen würde.
Als Clara das verrostete Schloss von Zimmer vier sah, erschrak sie nicht und zögerte nicht. Sie seufzte, bestellte das übliche Handtuch und ging zuerst hinein.