Das Geheimnis des Ladenbesitzers, der jeden Donnerstag zur Beichte ging
Jeden Donnerstagabend klopfte er mit gesenktem Kopf an die Tür des Pfarrers. Niemand im Dorf ahnte, was geschah, sobald das Tor abgeschlossen war.
Jeden Donnerstagabend klopfte er mit gesenktem Kopf an die Tür des Pfarrers. Niemand im Dorf ahnte, was geschah, sobald das Tor abgeschlossen war.
Sie betrat den Speisesaal als Dienstmädchen und verließ ihn als ein anderer Mensch. In jener Nacht wählte sie, welcher Name für immer brennen sollte.
Als der Spiegel mir ein fremdes Gesicht zurückgab, begriff ich, dass ich in diesem Haus nichts mehr zu sagen hatte. Ich gehorchte nur noch und wollte es ihr recht machen.
Ich schminkte mir die Lippen am Stamm und war überzeugt, allein zu sein. Dann hörte ich das Knacken von Blättern und wusste, dass mich schon seit einer Weile jemand beobachtete.
Ich suchte in einem Straßenziel als Kellner Arbeit. Drei Wochen später servierte ich Drinks in Tanga, High Heels und mit neuem Namen: Adriana.
Ich stellte den Motor in der dunkelsten Ecke des Rastplatzes ab, zupfte mir im Rückspiegel die Lippen nach und wusste, dass ich diese Nacht nicht allein gehen würde.
Sie stieg die Treppe hinauf und wusste: Sobald sie diese Tür öffnete, würde die naive Frau, die sie bis dahin gewesen war, für immer verschwinden.
An diesem Morgen betrachtete sie ihre Hände und erkannte sie nicht wieder: dieselben, die ein Versprechen gegeben und für ihn alles verraten hatten.
Um drei Uhr morgens gehe ich nie ans Telefon. Doch in jener Nacht wusste ich, dass er mir etwas über meine Frau und den Alten beichten musste.
Wir wachten zu dritt nackt auf, und lachend erinnerte ich mich an den Moment, in dem alles kippte: als ich begriff, was Mariela unter dem Rock verbarg.
Die Box lag seit Jahren im Schrank. Ich legte die erste Disc ein, ohne zu ahnen, dass das, was ich an diesem Nachmittag sehen würde, mich für immer verändern würde.
Als er die Tüte öffnete, fand er einen bordeauxfarbenen BH und einen Zettel: »Machen Sie sich mit den Empfindungen vertraut. Morgen fangen wir ernsthaft an.« Es gab kein Zurück mehr.
Seit Monaten schlafe ich allein. Doch wenn die Schlaflosigkeit zuschlägt, liegt sie wieder über mir und stöhnt meinen Namen wie früher, bevor alles zerbrach.
Ich hing mitten in der Nacht die Wäsche auf, fror und langweilte mich, als mich die Stille des Hofes plötzlich von innen erregte und ich nicht mehr aufhören wollte.
Ich bin nackt auf dem Teppich vor dem Spiegel, noch zitternd vom letzten Orgasmus. Und dann entscheide ich, das gerade Aufgenommene noch einmal abzuspielen.
Ich zögerte ein paar Sekunden, aber die Gläser hatten längst für mich entschieden. Ich zog mein Kleid aus, setzte mich aufs Sofa und ließ die anderen sich unten zum Zuschauen niederlassen.
Ich ging mit dem Plug und den Strümpfen unter der Kleidung ins Büro und träumte davon, was meine Frau mir bei der Rückkehr antun würde. An diesem Abend änderte sich auf der Bühne alles.
Als der Alte sagte: „Komm fünfzehn Tage und frag nichts“, hätte ich ablehnen sollen. Stattdessen nahm ich meine Tasche und stieg ein, ohne zurückzublicken.
Ich stieg mit rasendem Herzen diese Treppe hinauf, ohne zu ahnen, dass ich die Wohnung als ein anderer Mensch und mit einem Frauennamen auf den Lippen verlassen würde.
Ich dachte, ich hätte das ganze Haus für mich. Als ich diese tiefe Stimme hinter mir hörte, wusste ich, dass mein Geheimnis gerade aufgeflogen war.