Der Student von gegenüber kam, um mich um Kaffee zu bitten
Ich hatte seit einem Monat niemanden mehr angefasst, als er mit einer Sporthose, die kaum etwas der Fantasie überließ, auf meinem Treppenabsatz auftauchte. Und ich trug nur Boxershorts.
Ich hatte seit einem Monat niemanden mehr angefasst, als er mit einer Sporthose, die kaum etwas der Fantasie überließ, auf meinem Treppenabsatz auftauchte. Und ich trug nur Boxershorts.
Damals hatten wir auf seinem Computer seltsame Videos gesehen. Was ich nicht erwartet hatte: dass diese Neugier Monate später auf dem Sofa landen würde, unter der Decke.
Als ich Bruno an jenem Morgen den roten Slip lieh, ahnte ich nicht, dass Diego uns abholen würde und der Weg zum Fluss in etwas münden würde, das wir nie getan hatten.
Als sie aus dem Bad kam, mit der Kleidung, die ich auf das Bett gelegt hatte, wusste ich, dass sie an diesem Nachmittag jeden Befehl widerspruchslos befolgen würde.
Draußen regnete es und sie sah mich an, wie mich noch nie jemand aus meiner Familie angesehen hatte. Ich wusste, was sie mich fragen würde, und wusste, dass ich nicht Nein sagen konnte.
Bis zu jener Nacht war ich vollkommen hetero gewesen. Es genügte ein schlecht ausgewählter Film, ein improvisiertes Kissen und der Atem eines Fremden in meinem Nacken.
Er öffnete die Tür kaum bekleidet, mit diesem Lächeln, das nicht mehr das eines höflichen Kunden war, und ich begriff vom ersten Moment an, dass dieser Einsatz nicht mit der Dichtung des Abflusses enden würde.
Mit elf waren es nur zwei Paare, die lachend um eine Flasche saßen; um drei Uhr morgens waren wir schon vier Körper, die nicht mehr wussten, wem sie gehörten.
Wir kamen vom Strand zum Campingplatz zurück, als uns mitten auf dem Weg ein Mädchen den Daumen entgegenstreckte. Ich ahnte nicht, dass ich in dieser Nacht etwas anderes entdecken würde.
Ich dachte, der Regen würde mich mit nichts zurücklassen. Zwanzig Meter weiter sah ich den dunkelhäutigen Jungen an der Bank, durchnässt, und begriff, dass die Nacht gerade erst begann.
Nach dem Strand massierte ich ihn, ohne nachzudenken. Unter seinem Badeanzug spürte ich seine Erregung und wusste, dass dieser Sommer nicht enden würde wie die anderen.
Meine Frau flüsterte mir ins Ohr, dass auch sie diesen jungen Körper begehrte. In jener Nacht auf dem Sofa im Wohnzimmer hörte alles Verbotene auf, verboten zu sein.
Ich kam nackt aus dem Bad und er stand da, im Flur, so nackt wie ich. Wir sahen uns an und konnten uns nicht bewegen. Diese Sekunde änderte alles.
Ich ging, um ihr die fünfhundert Pesos zurückzugeben, die sie in meine Mappe gesteckt hatte. Ich hatte nicht erwartet, sie weinend vorzufinden – oder bis sechs Uhr morgens zu bleiben.
In der Nacht, als ich dieses Mädchen aus dem Zimmer von Schwester Graciela kommen sah, hätte ich weitergehen sollen. Stattdessen blieb ich stehen. Und das veränderte alles.
Valeria hatte gerade ihren ersten Vertrag in der Branche bekommen. Ihre Mutter hatte im alten Motel eine Überraschung vorbereitet, im selben Zimmer, in dem alles begann.
Ich sah sie am Ende der Straße auftauchen und wusste sofort, dass diese Nacht anders werden würde. Sie war nicht zum Reden gekommen.
Als sie sagte, dass sie mich anziehend fand, glaubte ich ihr nicht. Dann kam die Nachricht mit dem Hotelnamen und der genauen Uhrzeit. Da wusste ich, dass alles echt war.
Ich sah sie mit einem Fremden tanzen, obwohl sie bei ihren Freundinnen sein sollte. Ich folgte ihr, versteckte mich, und was ich hinter dem Vorhang sah, veränderte alles.