Meine Freundin ließ sich von einem Fremden anfassen, während ich mich am Strand umzog
Er brauchte ewig zum Umziehen. Sie wartete draußen. Und eine Gruppe Touristen kam genau im falschen Moment am richtigen Ort vorbei.
Er brauchte ewig zum Umziehen. Sie wartete draußen. Und eine Gruppe Touristen kam genau im falschen Moment am richtigen Ort vorbei.
Ich fantasierte monatelang davon, mich jemandem hinzugeben, der Kontrolle übernehmen konnte. Dass ich ihn an einem Freitag an der Bar fand, hatte ich nicht erwartet.
Die Nachtbrise, zwei brennende Joints und die Gewissheit, dass alle schliefen. Es fehlte nur, dass einer laut aussprach, woran wir beide dachten.
Vier Gläser Wein, und Rodrigo fing an zu reden. Was in jener Nacht aus seinem Mund kam, änderte die Regeln zwischen ihnen für immer.
Vier Jahre lang tauschten wir in dieser Bar Blicke aus. Sie mit ihrer Brille, ich ohne zu wissen, wohin mit all dem, was ich jedes Mal fühlte, wenn sie mir etwas einschenkte.
Ich fand ein Spielzeug in ihrer Schublade versteckt und wusste, dass nicht nur die Traurigkeit fehlte. Es war etwas, das nur ihre eigene Familie ihr geben konnte.
Ich beobachtete sie von meinem Fenster aus, wie sie auf der Terrasse die Wäsche aufhängte. Diese riesigen Brüste, dieses verschwörerische Lächeln. Sie wusste, dass ich sie ansah, und sagte nie etwas... bis zu jenem Dienstag.
Wir bereiteten zusammen das Abendessen zu, zwischen heimlichen Küssen. Keiner ahnte, wie dieser Filmabend auf dem Sofa enden würde, als er meine geheime Angewohnheit entdeckte.
Er schloss ab, setzte sich an den Schreibtisch und sah mich mit grünen Augen an, die nichts verurteilten. Ich atmete noch immer schwer.
Als ich mich einen Moment ans Fenster stellte, um Luft zu holen, sah ich sie im Pool. Nackt, küssend, völlig losgelöst von der Welt. Da wusste ich, dass dieses Jahr ganz anders werden würde.
Ich legte die Stirn gegen die Tür, um keinen Lärm zu machen. Die Kinder schliefen auf der anderen Seite, und ich zerfiel unter den Händen meines Mannes, die Lippe zwischen den Zähnen.