Der Nachbar, der nicht bleiben wollte
Er hatte Arme, die man bemerkt, auch wenn man es nicht will. Er sagte in dreißig Sekunden Tschüss und ging nach oben. Ich konnte nicht aufhören, an ihn zu denken.
Er hatte Arme, die man bemerkt, auch wenn man es nicht will. Er sagte in dreißig Sekunden Tschüss und ging nach oben. Ich konnte nicht aufhören, an ihn zu denken.
Er war der Stillste im Hörsaal, trug eine Brille und redete nie über etwas anderes als das Studium. Seit Wochen dachte ich an das, was ich zufällig gesehen hatte.
Ihre kalten Hände glitten langsam über eine Stelle, die keine Hand berühren sollte. Ich machte keinen Laut. Aber an jenem Nachmittag zerbrach etwas, und danach war nichts mehr ganz dasselbe.
Am 23. Dezember, während sie mit dem Rücken zu mir kochte, zog ich mich lautlos um. Als ich „oh, oh, oh“ sagte, stand sie reglos da. Der Rest der Nacht gehörte uns.
Als ich sein Telefon sah und mein eigenes Bild auf dem Display erkannte, wusste ich, dass es kein Entkommen gab. Oder das sagte ich mir jedenfalls.
Ich kam in Spitze und High Heels und erwartete Héctor. Diego öffnete die Tür mit einem ironischen Lächeln, und ich brachte kein einziges Wort heraus. Aber die Absätze änderten alles.
Valen legte auf der Autobahn die Hand auf meinen Oberschenkel. Wir waren seit vierzig Minuten unterwegs, und wir beide wussten schon, wie der Tag enden würde.
Andrés glaubte, in den Duschen des Sportzentrums allein zu sein. Als er aufblickte und die Trainerin in der Tür stehen sah, war es schon zu spät, um aufzuhören.
Ich hatte ihn betrunken in meinen Händen. Monate voller Fantasien mit meinem Mitbewohner, und jetzt trennte uns nur noch der nasse Stoff seiner Unterwäsche.
Die Wette war einfach: Das gewagteste Kostüm gewinnt. Was Sonia nicht erwartet hatte: dass Vera aus ihrem Zimmer mit nichts als einem Bogen und einem Lächeln kommen würde.
Sie erzählte ihm von ihrer Trennung, als das Paar unten zu küssen begann. Sie sahen hin, obwohl sie es nicht wollten. Danach konnten sie nicht mehr aufhören.
Sie war seit Tagen traurig, nachdem ihr Freund sie verlassen hatte. Ich setzte mich ohne klaren Plan neben sie auf das Sofa. Doch dann legte sie den Kopf auf meine Schulter, und alles änderte sich.
Laura trug ihre Wut auf der Haut, und ich wusste genau, wie ich ihr helfen konnte, sie loszulassen. Die Nacht in der Wohnung war anders als die anderen.
Camila kam in einem weißen Leinenkleid und mit einem Lächeln, das ich in- und auswendig kannte. Doch an diesem Nachmittag lag etwas anderes in ihren Augen, und wir wussten es beide.
Ich ging los, um meine Schuhe zu wechseln, und endete dabei, wie ich das Ehepaar des Guts ausspähte. Am Morgen danach machten mich ihre Tochter und ihre Mutter ebenfalls zur Mitspielerin.
Ich brauchte Windeln für meine Tochter und hatte keinen Cent. Als der Amerikaner mir Geld anbot, sagte ich mir, es wäre nur ein einziges Mal. Ich wusste nicht, was kommen würde.
Als ich sah, wie er sie ansah, spürte ich statt Eifersucht etwas, das ich nicht erwartet hatte. Schon am ersten Tag im Resort waren wir nicht mehr dasselbe Paar wie am Morgen.
Das Cheerleader-Outfit, fünf Spieler und viel zu viel Bier. In jener Nacht verlor ich etwas, das ich für wichtig hielt, und entdeckte, dass es das gar nicht so sehr war.
Als Marcos mir sagte, dass er mich mit einem anderen Mann teilen wollte, lehnte ich nicht ab. Ich war neugierig, nervös und spürte etwas Neues: echtes Verlangen.
Als mein Freund sie an der Taille fasste und in die Küche führte, entzündete sich etwas in mir. Es war keine Eifersucht. Es war etwas anderes, Dunkleres, das ich nicht löschen wollte.