Die Maskennacht in der Villa von Cartagena
Ich trat nur in einem roten Samtumhang und ohne irgendetwas darunter durch die Tür. Die Regel war klar: Niemand durfte wissen, wer jemand war – und das änderte in jener Nacht alles.
Ich trat nur in einem roten Samtumhang und ohne irgendetwas darunter durch die Tür. Die Regel war klar: Niemand durfte wissen, wer jemand war – und das änderte in jener Nacht alles.
Ich war 18 und so schüchtern, dass ich noch nie eine Frau berührt hatte. Was als Nachhilfe begann, wurde zu meiner echten Initiation.
Als wir neben ihnen hielten, bewegte das Mädchen bereits die Hüften zur Musik. Mateo hatte lackierte Fingernägel. Diese Fahrt würde anders enden als geplant.
Ich reiste allein, in dem Kleid, das mir immer Ärger macht. Er setzte sich im Bus neben mich, und ich wusste vom ersten Moment an, dass diese Fahrt nicht so enden würde, wie ich geplant hatte.
Ich hatte Zugriff auf jeden Bildschirm im Laden und hätte nie hinsehen dürfen. Doch als ich sah, was sie mit meinen Fotos machten, entflammte etwas in mir.
Als die ersten Stöhner durch die Tür von 412 drangen, hielt sie noch mit beiden Händen den Champagnerkübel. Zehn Minuten später dachte sie nicht mehr an das Hotel.
Es gab Nächte, in denen ich das Gesicht des Mannes, der hereinkam, nicht ansah. Ich zählte das Geld und wartete, dass es vorbei war. Aber einmal war alles völlig anders.
Ich sah ihn durch diese Tür kommen, und mein Herz begann schlagartig zu rasen. Ich trug das rotste Kleid, das ich hatte. Ich wollte, dass er zuerst mich sah.
Ich kletterte um drei Uhr morgens über das Gitter, mit zerrissenem Kleid und blutiger Strumpfhose, nur um ihm in die Augen zu sehen und zu fragen, ob ich mir nicht alles einbildete.
Wenn man uns an diesem Morgen gesagt hätte, dass wir in einem Zimmer mit einem Spiegel an der Decke landen würden, hätte keiner von uns es geglaubt.