Der Tag, an dem ich entdeckte, dass Männer mich begehrten
Ich sagte mir, ich würde nur den kürzesten Weg am Park vorbei nehmen. Aber als seine Augen mir folgten und seine Hand meine Hüfte streifte, konnte ich nicht weiter lügen.
Ich sagte mir, ich würde nur den kürzesten Weg am Park vorbei nehmen. Aber als seine Augen mir folgten und seine Hand meine Hüfte streifte, konnte ich nicht weiter lügen.
Vor dem Club roch es nach Gras und Schweiß. Meine Mitbewohnerin drückte meine Hand, ohne genau zu wissen, was sie dort tat. Ich dachte nur daran, ihn wiederzufinden.
Seine Stimme ließ mich dahinschmelzen, bevor seine Hände mich berührten. Nie hätte ich gedacht, dass mich ein Fremder im Spa zugleich so bloßstellen und so frei machen würde.
Sieben Uhr morgens, und das Verlangen war schon da. Durch den Tag schleppte es sich in die Dusche, in den Supermarkt, aufs Sofa neben ihm. Ein Feuer, das nicht zu löschen war.
Auf dem Bett lag ein schwarzes Latex-Set und ein Paar High Heels in meiner Größe. In jener Nacht würde Rodrigo mir nichts erklären. Er würde mich nur fesseln, und was danach kam, veränderte alles.
Sie nahm noch einen Schluck Wein, sah mich mit diesem Lächeln an, das ein Geständnis ankündigt, und fing an zu erzählen, was in jener Nacht im gemieteten Haus wirklich passiert war.
Ich schlug die Beine übereinander, öffnete drei Knöpfe und hielt ihm im Rückspiegel den Blick. Es waren noch dreißig Minuten Fahrt, und ich wusste längst, dass wir nicht geradewegs im Hotel ankommen würden.
Ich ging allein hinein, zog mich langsam aus und drückte den Knopf. Auf der anderen Seite der Tür warteten acht Männer auf mein Zeichen. Nie hatte ich zugleich so viel Angst und so viel Verlangen gespürt.
Da war etwas an diesem Mann, der unter der Brücke schlief, das mich seit Wochen nicht losließ. In jener Nacht ging ich zurück, ohne genau zu wissen, was ich dort suchte.
Seit Wochen ging ich nur gelangweilt ins Fitnessstudio, bis der Besitzer auftauchte: Mitte vierzig, markante Arme, mit dieser Ruhe, die mehr einschüchtert als jede Geste.
Sie stieg ohne die Absicht ein, sich zu waschen, in die Badewanne. Sie wollte nur jede Sekunde dieses Nachmittags noch einmal erleben, bevor ihr Mann zur Tür hereinkam.
Als wir in Ilulissat aus dem Flugzeug stiegen, ahnten wir nicht, dass inuitische Gastfreundschaft bedeutete, das Bett für Gäste offen zu lassen. Diese Nacht änderte alles zwischen uns.
Wir kamen im Hotel an wie Fremde, die sich in- und auswendig kennen. So hatten wir sieben Monate lang gelebt, bevor in diesem Zimmer alles explodierte.
Ich hatte zwölf Jahre lang darauf gewartet, dass Valeria mich so ansieht. In jener Nacht tat sie es endlich — nur nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Ich ging mit ihr hinein, um Gleitgel zu kaufen. Ich ging mit dem Wissen hinaus, dass Laura zu Dingen fähig war, die ich mir nicht einmal in meinen heißesten Fantasien ausgemalt hatte.
Ich ging in Köln an Bord unter dem Vorwand der Erholung. Was ich in jener Gruppe fand, war etwas, das ich nie zu fragen gewagt hatte.
Als ich sie in meine Wohnung einlud, glaubte ich, die Kontrolle zu haben. Ihr Blick änderte sich, kaum dass ich die Tür schloss, und ich wusste, dass ich mich geirrt hatte.
Seit Monaten ignorierte ich ihre Blicke. In jener Nacht entschied ich mich aus einem Grund, den ich bis heute nicht ganz verstehe, nicht weiterzugehen.
Valentina zog sich um Mitternacht das schwarze Kleid an. Zwei Fremde klingelten. Marcos wusste, was passieren würde, und öffnete trotzdem die Tür.
Ich setzte mich auf die niedrige Mauer am Meer, spreizte die Beine und ließ den Wind den Rest erledigen. Sechs Fremde sahen alles. Ich brauchte sie alle.