Mein Nachbar ließ die Vorhänge offen, damit ich zusah
Das erste Mal war ein Unfall. Danach schob ich den Sessel jeden Abend ans Fenster, wenn er Besuch bekam, und ließ meine Hand von allein nach unten wandern.
Das erste Mal war ein Unfall. Danach schob ich den Sessel jeden Abend ans Fenster, wenn er Besuch bekam, und ließ meine Hand von allein nach unten wandern.
Mein Mann braucht mich nicht zuerst zu berühren. Er braucht nur zu sehen, wie andere mich ohne Erlaubnis ansehen, wie sie ins Stocken geraten, wenn ich vorbeigehe. Dann kommt er, und das Begehren passt nicht mehr ins Bett.
Andrés schloss die Tür ab, obwohl er wusste, dass auf dem Stock niemand mehr war. Als er sich vor mir aufbaute, war er nicht mehr mein Chef, sondern etwas anderes.
Ich dachte, die Feier wäre vorbei, als ich die Tür schloss. Aber sie saß noch barfuß auf meinem Sofa, mit einem Glas auf dem Knie und einer anderen Schachtel in den Händen.
Als ich die Tür öffnete und sie da sah, barfuß und mit verschmiertem Mascara, wusste ich, dass sie nicht gekommen war, um zu reden. Sie kam, um zurückzuholen, was sie zurückgelassen hatte.
Ich ließ die Hand sinken, ohne nachzudenken, das Handy in der anderen, ihr Foto den ganzen Bildschirm füllend. Ich hatte noch nie so eine Frau begehrt, und sie wusste nicht einmal, dass ich existierte.
Ich machte mich so schick wie nie für ihn: Minirock, Absätze, Perücke. Was ich nicht erwartete, war, dass seine Schwester auftauchen und mit einem einzigen Blick alles erraten würde, was wir verschwiegen.
Seit Monaten flirten wir im internen Chat. Als ich vorschlug, das Büro an einem Samstag abzuschließen, glaubte ich nicht, dass du kommen würdest. Du kamst – zitternd, aber du kamst.
Ich lernte sie zwischen Pixeln und Fernversprechen kennen. Sie ahnte nie, dass ich mir jede Nacht im Hotel am Meer vorstellte, sie läge neben mir.
Drei Uhr morgens. Ein kurzes Nachthemd. Nichts darunter. Und das Gefühl, als wäre jede Laterne im Park ein neugieriges Auge, das auf meinen nächsten Schritt wartete.
Wir standen allein vor dem Spiegel. Ich richtete meinen Lippenstift; sie sah mich mit einer Intensität an, die keine Freundschaft mehr war. Und dann kam sie näher.
Ich sagte Ja zu einem Striptease auf einem Junggesellenabschied, weil ich das Geld brauchte. Was ich nicht erwartet hatte: dass vier Jungs mir das Doppelte für mehr anbieten würden.
Das Telefon klingelte genau in dem Moment, als er durch die Tür kam. Es war mein Freund. Ich konnte nicht auflegen. Und mein Ex hatte nicht vor zu warten, bis das Gespräch vorbei war.
Als sie sagte, ihre Mutter sei eine Idiotin gewesen, weil sie mich verlassen hatte, hielt ich es noch für ein harmloses Kompliment. Fünf Minuten später küsste ich sie schon.
Ich dachte, wir würden nur zum Kiefernwald hinaufgehen, um Tortilla zu essen und Rotwein zu trinken. Dass meine Cousine mich an diesem Nachmittag zwischen den Bäumen anfassen lassen würde, ahnte ich nicht.
Mein Freund stellte mich seiner ganzen Familie als seine Freundin vor. Sein Onkel bemerkte es und schob mir einen Zettel mit seiner Nummer und einem Wort zu: «später».
Um drei Uhr morgens klopften zwei Männer an die Tür. Was keiner von ihnen wusste: Camila hatte mich seit Wochen genau auf diese Nacht vorbereitet.
Diego machte mich immer scharf, und ich wich ihm wegen meines Freundes aus. Bis er mich an diesem Nachmittag in die Sauna mitnahm und ich merkte, dass ich mich nicht länger anlügen konnte.
An jenem Nachmittag am Strand wollte ich nur abschalten. Als die blonde Frau im Bikini mich nach Feuer fragte, wusste ich, dass meine Pläne für die Einsamkeit gerade vorbei waren.