Ich spionierte meinen Mitbewohnern eines Nachts ohne Licht nach
Ich ging in einer Nacht ohne Strom ins Bad, überzeugt, allein im Haus zu sein. Das Licht eines Handys erhellte die Küche, und ich verstand, warum die beiden so seltsam gewesen waren.
Ich ging in einer Nacht ohne Strom ins Bad, überzeugt, allein im Haus zu sein. Das Licht eines Handys erhellte die Küche, und ich verstand, warum die beiden so seltsam gewesen waren.
Ich stieg wie immer eine halbe Straße vor dem Hotel aus dem Taxi. Die Rezeptionistin fragte mich nicht mehr nach meinem Namen: Sie reichte mir den Schlüssel zu 304, ohne mich anzusehen.
Ich tauschte im Rasthof Blicke mit ihm. Ich wusste, dass er mir ins Bad folgen würde, und ich wusste, dass ich da nicht mehr so herauskommen würde, wie ich hineingegangen war.
Das Wasser lief mir noch über den Rücken, als sie ohne Klopfen ins Bad kam, mit diesem schiefen Lächeln, das mich seit Wochen nicht in Ruhe ließ.
Er hatte sich seit Jahren stumm nach diesen Lippen gesehnt. In jener Nacht, beim Kampf um den Controller, fiel sein Mund auf meinen und alles zerbrach.
Ich öffnete die Tür in dem Glauben, es sei mein Mann. Ich trug nur Unterwäsche, war zerzaust und barfuß. Als ich sah, wer es war, wusste ich, dass ich sie nicht rechtzeitig würde schließen können.
Wir waren an jenem Märznachmittag allein, sie noch in Uniform. Wie wir vom Kitzeln auf dem Sofa zu etwas anderem kamen, weiß ich selbst nicht.
Ich sah, wie der Busfahrer uns im Rückspiegel beobachtete, und statt mich zu bedecken, ließ ich mir das Top herunterziehen. Um drei Uhr morgens waren mein Ex und ich eine Gratis-Show.
Er hatte die App monatelang geöffnet, ohne etwas zu schreiben. In der Nacht, in der ich endlich antwortete, wartete ein diskretes Hotel und ein Mann namens Iván auf mich.
Das Bier hatte uns zärtlich gemacht, und die Terrasse wirkte leer. Bis ich den Blitz eines Fernglases sah, das uns vom Hügel aus anvisierte.
Das Geschäft war um drei Uhr nachmittags leer. Als er den Laden schloss und mich in die Umkleide führte, wusste ich, dass dieser Mittagsschlaf anders werden würde als alle anderen.
Als Camila aus dem Zimmer kam, verkleidet als Teufelin mit einem Dreizack in der Hand, wusste ich, dass wir diese Nacht nicht als Jungfrauen verschlafen würden.
Als ich nachts um drei barfuß in die Küche ging, stand mein Sohn dort schon ohne Shirt, sah mich an wie ein Mann und nicht wie ein Junge, und ich wusste, dass ich in dieser Nacht nachgeben würde.
Ich kam pünktlich an, doch sie tauchten nicht auf. Bis ich das Foto bekam: meine Freundin kniete vor meinem Freund im hinteren Badezimmer und wartete darauf, dass ich endlich hineinging.
Kaum ging das Licht aus, stand sie von ihrem Sitz auf und setzte sich vor uns beide. Was danach kam, war kein Trailer.
Es war 31. Dezember, und ich wollte nicht allein im Hotel versauern. Ich erinnerte mich an den Kabinenladen und ging hinein, ohne lange nachzudenken.
Als er mir mit nur halb zugeknöpftem Hemd die Tür öffnete, wusste ich, dass wir an diesem Nachmittag nicht viel reden würden. Und ich lag damit nicht im Geringsten falsch.
Als die Tür aufging, presste ich noch seinen Slip gegen mein Gesicht. Er sah mich mit einem Lächeln an, das nicht wütend war, sondern etwas viel Schlimmeres.
Um Viertel vor elf stieg ich schon die Treppe meiner Wohnung hinunter. Vor dem Rausgehen hatte ich durch den Türspion geschaut, ob jemand da war. Das Treppenhaus war leer. Umso besser.
Wir verbrachten zwei Nächte damit, nur zu schauen und nicht anzufassen. In der dritten, als sich zwei Paare einen Meter vor uns vermischten, drückte meine Freundin meinen Arm und flüsterte mir etwas zu.