Die Fantasie, die mich überfiel, während ich mich selbst berührte
An diesem Nachmittag brauchte ich kein Video. Es reichte, die Augen zu schließen, um auf einen Balkon zu reisen, wo mich jemand beim Kommen beobachtete, und mir war alles andere egal.
An diesem Nachmittag brauchte ich kein Video. Es reichte, die Augen zu schließen, um auf einen Balkon zu reisen, wo mich jemand beim Kommen beobachtete, und mir war alles andere egal.
Fast ein Jahr lang haben wir uns am Bildschirm ausgezogen, ohne uns zu kennen. Als ich mich im Café neben ihn setzte, blieb uns beiden die Luft weg.
Ich brauchte Jahre, um zu verstehen, wonach mein Körper verlangte. Und als ich es endlich begriff, gab es kein Zurück und keine Genügsamkeit mehr.
Am Anfang war es nur ein kleines Spiel unter heißem Wasser. Dann brauchte ich mehr, und eines Tages zog ich mit zwei Fremden an der Tür den Hebel, der alles veränderte.
Es ist zwei Uhr morgens, ich kann nicht schlafen und bin allein. Die Hitze drückt, das Bett brennt, und mein Kopf beginnt um Namen und Körper zu kreisen, die ich vergessen glaubte.
In jener Nacht dachte ich an niemanden. Ich machte das Licht aus, sah mich nackt im Halbdunkel an und begriff, dass der Körper, den ich so oft anderen gegeben hatte, auch nur mir gehören konnte.
Ich legte vorsichtshalber ein Handtuch über das Bett, spreizte die Beine und folgte den Anweisungen des Videos. Eine halbe Stunde später wusste ich, dass mein Körper ein Geheimnis barg.
Sie kamen in einer Kiste ohne Absender. Ich ahnte nicht, dass ich noch in derselben Nacht in meinem Zimmer landen und ins Kissen beißen würde, damit mich niemand hört.
Ich war nicht zum Schwimmen an den Strand gegangen. Ich war gekommen, um sie Zentimeter für Zentimeter zu erinnern, bis der Gedanke so real wurde, dass der Körper selbst antwortete.
Deine Nachricht kam vor dem Kaffee: «Was würdest du mit mir machen?». Und ich, nackt und halb wach, wusste, dass mich diese Frage den ganzen Morgen kosten würde.
Es war neun Uhr morgens, ich trug ein Kleid, das sich leicht zur Seite schieben ließ, und zwischen meinen Beinen vibrierte ein Geheimnis. Kein Fahrer neben mir ahnte, was ich tat.
Ich fiel ins Badezimmer, ließ die Uniform zu Boden sinken und wusste, dass ich an diesem Nachmittag an nichts anderes mehr denken konnte als an seine Hände.
Der Arzt schickte mich für zwei Monate weit weg von allem. Nie hätte ich gedacht, dass die Ruhe damit enden würde, dass sich meine Tochter langsam vor mir auszog.
Ich stürmte hinauf, um sie wegen des Lärms zu schelten, doch als ich die Tür öffnete und sie so sah, war ich es, dem plötzlich jede Stimme und jeder Wille fehlten.
Ich kam nach Hause, und sie warf sich mir vor allen um den Hals. Niemand ahnte, dass hinter diesem Kuss auf die Wange die Lust steckte, die wir die ganze Woche über aufgespart hatten.
Ihr Vater beobachtete sie am Beckenrand, und zum ersten Mal fragte sie sich, was sich hinter diesem Blick verbarg, der jede ihrer Bewegungen verfolgte.
Als ich sie um sechs Uhr morgens mit dem größeren Koffer als sie selbst aus dem Portal kommen sah, begriff ich, dass dieser Sommer kein anderer werden würde.
Sobald sich der Aufzug schließt, küsst mich meine Schwester, als hätte sie die ganze Woche darauf gewartet. Und die Wahrheit ist: Wir beide haben genau das getan.
Am Tag war ich die perfekte Tochter, nachts die Geliebte meiner eigenen Mutter. Ich lernte, vor allen zu lügen, bis meine Schwester zurückkam und ich wählen musste.
Als das Flugzeug bebte und sie plötzlich auf mir landete, spürte ich, wie sich ihre Hüften gegen meinen Körper pressten. Keiner von uns sagte etwas, aber etwas hatte sich verändert.