Der Geburtstag des Nachbarn endete anders
Als die beiden Nachbarn aus dem Stockwerk unter mir mit einer Flasche Wein an meine Tür klopften, war ich seit zehn Tagen allein und völlig unruhig.
Als die beiden Nachbarn aus dem Stockwerk unter mir mit einer Flasche Wein an meine Tür klopften, war ich seit zehn Tagen allein und völlig unruhig.
Als ich begriff, dass sie alles gesehen hatte, fühlte ich nicht zuerst Scham, sondern etwas, das viel schwerer zu kontrollieren war.
Zuerst hörten wir ihre Schreie aus der Wohnung über uns. Dann hörten sie unsere. Keiner der vier hörte auf.
Ernesto hatte mich seit Jahren nicht mehr so angesehen. Dann kamen die Nachbarn von gegenüber und entzündeten bei einem Abendessen etwas, das wir für immer erloschen geglaubt hatten.
Als sie mich in ihrem Zimmer mit dem Hausschuh in der Hand erwischte, mischten sich in ihrem Blick Überraschung und etwas Dunkleres. An diesem Tag änderte sich alles zwischen uns.
Als ich mit bereits durchweichtem Höschen und am Schweiß klebendem Kleid aus dem Aufzug stieg, wusste ich, dass dieser Tequila nicht bei Tequila bleiben würde.
Ich habe eine Gabe, mit der ich Menschen erkenne, sobald ich ihnen in die Augen sehe. In jener Nacht nutzte ich sie, um eine Lüge zu zerstören.
Sieben Uhr morgens, der Ehemann schläft noch, und schon spüre ich diese Hitze, die sich zwischen den Beinen einnistet, ohne zu fragen. Noch ein Tag wie dieser. Oder schlimmer.
Als ich ihn anrief, damit er den Kamin reparierte, wusste ich bereits, dass etwas geschehen würde. Die Wärme in meiner Brust verriet es mir, jedes Mal, wenn sein Blick auf mir ruhte.
Ich sah sie auf allen vieren im trockenen Gras, mit dem flauschigen Schwanz, der zwischen ihren Pobacken schwang, und wusste: Dieser Sonntagnachmittag würde anders enden als alle anderen.
Als Marcos verschwitzt vom Dach stieg, wusste Carmenza längst, dass sie ihn nicht gehen lassen würde. Sie hatte zu lange auf einen Mann wie ihn gewartet.
Er fragte mich, wie die anderen Männer gewesen waren. Was er nicht erwartet hatte: Jede Antwort brachte ihn und auch mich näher an den Höhepunkt.
Ich sagte mir, ich würde nur den kürzesten Weg am Park vorbei nehmen. Aber als seine Augen mir folgten und seine Hand meine Hüfte streifte, konnte ich nicht weiter lügen.
Als Nicolás hochkam, um sich über die Musik zu beschweren, fand er Valentina auf dem Balkon – in einem nassen Nachthemd und mit einem Lächeln, das nichts Gutes verhieß.
Ich ging hinunter, um ihm zu helfen, in dem, was ich gerade trug. Ich hatte nicht vorausgesehen, was passieren würde, als ich mich in diesem Zimmer neben ihn setzte.
In der ersten Nacht hörte ich ihre Stöhner durch die Wand. Ich konnte nicht ahnen, dass dieses ältere Paar bald in meiner Küche sitzen und nach viel mehr verlangen würde.
Ich ging runter, um ihm bei ein paar Formularen zu helfen. Er hatte große Hände, roch nach Werkstatt und sah mich mit einer Art an, die mich seit unserer Ankunft nervös machte.
Er duckte sich hinter dem Container in der Gasse, und was er hinter dem Vorhang sah, verschlug ihm die Sprache. Die Nächte in Córdoba bargen ein Geheimnis.
Seit Wochen ging ich mit Vorwänden nach unten. Er sah mich aus dem Augenwinkel an und wich meinem Blick aus. Bis ein Paket kam, das nicht in den Aufzug passte, und alles sich änderte.
Andrés sagte mir, der Nachbar schaue uns viel zu oft an. Er hatte recht. Aber an jenem Augustnachmittag, als es klingelte und ich öffnete, war ich froh, dass er nicht da war.