Was beim zweiten Mal unter der Brücke geschah
Ich wusste, dass es unvernünftig war. Trotzdem ging ich um die Brücke herum, kletterte die Mauer hinunter und fand ihn genau dort schlafend, wo ich ihn zurückgelassen hatte.
Ich wusste, dass es unvernünftig war. Trotzdem ging ich um die Brücke herum, kletterte die Mauer hinunter und fand ihn genau dort schlafend, wo ich ihn zurückgelassen hatte.
Jahrelang lag mein Rucksack mit meiner ganzen Unterwäsche im Auto, für alle Fälle. An jenem Donnerstag war es endlich so weit.
Vier Umschläge mit Geld, vier Geschenke auf dem Tisch. Valentina wusste genau, was sie wert war, und diese Nacht würden sie es ihr beweisen.
Ich hatte ihn monatelang in den Umkleiden angesehen, ohne mich zu trauen. An jenem Nachmittag, als er fragte, ob ich mit zu ihm hochkommen wolle, wusste ich, dass jetzt oder nie war.
Als er mich bat, mich hinzuknien, tat ich es. Ich begriff, dass ich aufgehört hatte, seine Patientin zu sein, und zu etwas völlig anderem geworden war.
Er sagte mir, ich solle die Augen schließen, er habe Schokolade für mich. Was ich auf meinen Lippen spürte, war nicht genau Schokolade.
Renata trug ein fast durchsichtiges Kleid vom Schweiß und ein Lächeln, das nicht nach Ruhe aussah. Niemand konnte tanzen. In jener Nacht spielte das keine Rolle.
Drei Kollegen luden sie nach zehn Uhr zum Bleiben ein. Sie ahnten nicht, dass Camila für solche Nächte ihre eigenen Regeln hatte.
Ich war fünfzehn, als ich die Schublade meiner Mutter öffnete. Was ich darin fand, war nicht nur Dessous: Es war der erste Hinweis darauf, wer ich wirklich war.
Als seine Nachricht auf dem Handy ankam, brannte ich seit Stunden vor Lust. Ich zog Lingerie an, die High Heels und wartete. Diese Nacht würde ich nicht allein schlafen.
Als Nicolás hochkam, um sich über die Musik zu beschweren, fand er Valentina auf dem Balkon – in einem nassen Nachthemd und mit einem Lächeln, das nichts Gutes verhieß.
Da war etwas an diesem Mann, der unter der Brücke schlief, das mich seit Wochen nicht losließ. In jener Nacht ging ich zurück, ohne genau zu wissen, was ich dort suchte.
Der karierte Rock, die hohen Strümpfe, das verlaufene Make-up. An diesem Nachmittag allein zu Hause wurde ich zu der, die ich am meisten sein wollte, und mein Körper überraschte mich völlig unerwartet.
Als sie die Tür öffnete, wusste ich, dass die Suche vorbei war. Valentina hatte diese nicht zu erfindenden Kurven und einen direkten Blick, der mehr verhieß.
Ich trug meine Mädchensachen immer in der Tasche, für den Fall der Fälle. An dem Tag wusste ich: Der Fall der Fälle war endlich da.
Da war noch etwas Unerledigtes von jener ersten Nacht unter der Brücke. Mein Körper erinnerte sich daran. Eine Woche später trugen mich meine Füße von selbst dorthin.
Ich öffnete die Schublade mit rasendem Herzen. Da waren Spitze, ein String und eine Frau, die in dieser Kleidung darauf gewartet hatte, entdeckt zu werden. An diesem Nachmittag änderte sich alles.
Er war ungefähr sechzig und hatte einen Blick, der nichts verbarg. Als er mich zu sich einlud, wusste ich genau, was passieren würde.
Ich bin seit Jahren die Bestie im Bett. Männer fürchten mich oder verwöhnen mich. Niemand hatte mich je gefesselt. Niemand – bis ich diesem Unbekannten im Chat meine E-Mail gab.
Draußen war er der verheiratete Direktor. In diesem verschlossenen Büro war er ein anderer Mann. Und ich wurde zu Valentina, seinem intimsten Geheimnis.