Was bei dieser Untersuchung passiert ist, habe ich nie gestanden
Ich ging wegen eines Schmerzes im Bauch in die Praxis. Ich kam mit einer Telefonnummer im Handy und einer Frage heraus, der ich jahrelang ausgewichen war.
Ich ging wegen eines Schmerzes im Bauch in die Praxis. Ich kam mit einer Telefonnummer im Handy und einer Frage heraus, der ich jahrelang ausgewichen war.
Ich hatte seit einem Monat niemanden mehr angefasst, als er mit einer Sporthose, die kaum etwas der Fantasie überließ, auf meinem Treppenabsatz auftauchte. Und ich trug nur Boxershorts.
Um halb drei Uhr morgens, während der eiskalte Wind gegen das Zelt peitschte, glitt ich ohne Erlaubnis unter seine Decke. Mauri bewegte sich nicht, aber ich wusste, dass er nicht schlief.
Monatelang hatte ich darüber nachgedacht. In jener Nacht, in einem Hotel fern von zu Hause, öffnete ich die App, und der Erste, der nur einen Meter entfernt war, kam auf mein Zimmer.
Damals hatten wir auf seinem Computer seltsame Videos gesehen. Was ich nicht erwartet hatte: dass diese Neugier Monate später auf dem Sofa landen würde, unter der Decke.
Als ich Bruno an jenem Morgen den roten Slip lieh, ahnte ich nicht, dass Diego uns abholen würde und der Weg zum Fluss in etwas münden würde, das wir nie getan hatten.
Die Suche nach Sex im Internet war immer gut gegangen – bis zu jenem Freitagnachmittag in Zimmer 207, als ich begriff, dass man Fremde nie einschätzen kann.
Ich kam fünfzehn Minuten zu früh im Motel an, die Hände schweißnass. Als ich ihn über den Parkplatz kommen sah, wusste ich, dass ich dieses Zimmer nicht mehr derselbe verlassen würde.
An jenem Samstag ging meine Tante eilig fort. Ihr Liebhaber schlief noch im Zimmer. Was ich heimlich tat, veränderte alles, was ich über mich dachte.
Drei Monate lang Nachrichten mit einem verheirateten Fremden, bis wir an jenem Nachmittag im Einkaufszentrum beschlossen, dass es nicht mehr beim Schreiben bleiben konnte.
Er legte mir die Samthandschellen um die Handgelenke und die Augenmaske an. Er sagte, ich solle ihm vertrauen und es würde mir gefallen. Ich wusste nicht, wie ich ihm sagen sollte, dass ich Ja meinte.
Ich hatte jahrelang so getan, als wäre nichts. Als sie vorschlug, das Wochenende mit ihren Freunden am FKK-Strand zu verbringen, ahnte ich nicht, dass es die perfekte Falle war, um mich ungefragt aus dem Schrank zu holen.
Als ich rasiert und vom Rum benommen aus der Dusche kam, saß er mit einem rosa Halsband und einer Perücke auf dem Bett. Da verstand ich: Die Insel war keine Zuflucht, sondern eine Falle.
Bis zu jener Nacht war ich vollkommen hetero gewesen. Es genügte ein schlecht ausgewählter Film, ein improvisiertes Kissen und der Atem eines Fremden in meinem Nacken.
Er öffnete die Tür kaum bekleidet, mit diesem Lächeln, das nicht mehr das eines höflichen Kunden war, und ich begriff vom ersten Moment an, dass dieser Einsatz nicht mit der Dichtung des Abflusses enden würde.
Wir kamen vom Strand zum Campingplatz zurück, als uns mitten auf dem Weg ein Mädchen den Daumen entgegenstreckte. Ich ahnte nicht, dass ich in dieser Nacht etwas anderes entdecken würde.
Ich schloss die Hotelzimmertür, sah seine zitternden Hände und wusste: Dieser Fremde hatte genauso viel Angst wie ich. Und keiner von uns beiden dachte daran zu gehen.
An diesem Nachmittag suchte ich weder Liebe noch Erklärungen, sondern zwei verschiedene Körper in demselben Motelzimmer – und die Gewissheit, dass es niemand erfahren würde.
Als ich sah, wie er mir in den Darkroom folgte, wusste ich, dass die Nacht nicht in meinem Bett enden würde. Er hatte den Körper von denen, die man nur aus Magazinen kennt.
Ich dachte, der Regen würde mich mit nichts zurücklassen. Zwanzig Meter weiter sah ich den dunkelhäutigen Jungen an der Bank, durchnässt, und begriff, dass die Nacht gerade erst begann.