Die Hausverwalterin, die meine Nächte veränderte
Zweiunddreißig Jahre alt, rote Nägel und ein Blick für Frauen, der wie Begrüßung und Frage zugleich war. Ich war eine verheiratete Frau. Bis zu der Nacht, in der ich die Schlüssel vergaß.
Zweiunddreißig Jahre alt, rote Nägel und ein Blick für Frauen, der wie Begrüßung und Frage zugleich war. Ich war eine verheiratete Frau. Bis zu der Nacht, in der ich die Schlüssel vergaß.
Als ich meine Unterwäsche auf dem Nachttisch des Glasers sah, wusste ich, dass er mich seit Wochen beobachtete. Statt ihn zu verraten, gab ich ihm etwas Besseres zu behalten.
Tagelang hatte ich mich im Gebüsch versteckt und sie jede Nacht auf einem anderen Mann beobachtet. Als er wegen Fieber ausfiel, nahm ich seinen Platz ein.
Als ich durchs Autofenster schaute, um zu sehen, ob meine Schwester noch wach war, entdeckte ich ihn an seinem Fenster, rauchend. Und ich wusste, dass er den Blick nicht abwenden würde.
Sie hatte mir tausendmal gesagt, dass ich ihr gefiel; in jener Nacht kam sie mit Wein herunter, schaltete den Fernseher aus und sagte, was sie zwei Jahre lang hatte sagen wollen.
Ich war monatelang im Aufzug an ihm vorbeigekommen und wusste, dass es unmöglich war. In jener Nacht fand ich einen gelben Zettel mit einer Nummer und dem Versprechen eines Liebesbanns.
Das Haus gehörte mir allein, vier Drinks waren in meinem Körper, und vier Männer beobachteten mich vom Gerüst aus. Diese Gelegenheit würde ich nicht verschwenden.
Wir sahen ihn zwischen den Lilien, wie er aus dem Schatten her zusah. Daniela kniete ohne Vorwarnung nieder, und ich wusste, dass diese Nacht alles verändern würde, was wir als Paar waren.
Meine Mutter hatte mich geschickt, mir ein paar Eier zu leihen. Doña Marisol öffnete in ihrem Bademantel, mit noch nassem Haar, und sah mich auf eine Weise an, die ich nie vergessen würde.
Ich zog die Vorhänge auf, schaltete die Lampe in der Ecke ein und wusste, dass er von der Nachbarterrasse aus schon spähen würde. Diese Nacht würden wir ihm etwas geben, das er nie zu fragen wagen würde.
Das Bett knarrte im Takt gedämpfter Stöhner. Ich ging barfuß bis zum Spalt an Camilas Tür, und was ich sah, ließ mich eine Stunde lang wie versteinert stehen.
Das Handtuch bedeckte mich kaum, als ich an der Tür des Nachbarn im siebten Stock klopfte. Er half mir nur, wenn ich das Einzige fallen ließ, was ich noch trug.
Wir trafen uns zufällig im Aufzug. Sie trug Kisten, und ich hatte die Hände frei. Ich half ihr, ohne zu wissen, dass diese Bodega uns beide einschließen würde.
Ich stieg nur aus dem Auto, um ein Paket abzuholen, und da stand er: der magere Nachbarsjunge, der mich im Bikini anstarrte, jetzt ein Mann mit tausend Fragen in den Augen.
Es war zwei Uhr morgens, ich öffnete das Fenster, um etwas Luft zu bekommen, und sah sie auf dem Sofa des Wohnzimmers gegenüber liegen, ohne die geringste Ahnung, dass jemand sie beobachtete.
Die verglaste Terrasse gibt meine Silhouette nach draußen preis. An jenem Morgen, als ich nackt die Wäsche aufhing, hörte ich zwei Mädchen direkt unter meinem Fenster lachen.
Beim ersten Kondom im Mülleimer dachte ich, ich hätte mich geirrt. Beim vierten wusste ich genau, was in diesem Zimmer geschah.
Ich kam mit einer Fremden nach oben und wusste beim Schließen der Tür sofort: Meine Nachbarin saß schon hinter dem Vorhang und sah jedes Detail.
Um Viertel vor elf stieg ich schon die Treppe meiner Wohnung hinunter. Vor dem Rausgehen hatte ich durch den Türspion geschaut, ob jemand da war. Das Treppenhaus war leer. Umso besser.
Von meiner Dachterrasse aus hatte ich direkten Blick auf den Hof meiner Nachbarin. Wochenlang beobachtete ich sie, bis mir etwas an ihren Bewegungen auffiel. Nie hätte ich geahnt, was ich entdecken würde.